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Im Angesicht des Todes



Im Angesicht des Todes werden große Wünsche ganz klein.
Im Angesicht des Todes fühlst Du Dich vielleicht ganz allein.
Im Angesicht des Todes läuft der Film Deines Lebens ab,
und Du fragst Dich: "Hab ich wirklich gelebt an jedem Tag"?

Im Angesicht des Todes präsentiert sich die Wahrheit ungeniert.
Im Angesicht des Todes gibt es vieles, was an Bedeutung verliert.
Im Angesicht des Todes ist Dir eines wirklich ganz gewiss,
dass Du im Licht und in der Liebe geborgen bist.

© Cornelia G. Becker

Deine Welt


Deine Welt

Deine Welt entsteht aus dem, was Du glauben willst,
mit was auch immer Du gerade Deine Sehnsucht stillst.

Manchmal ist es die Sehnsucht nach Leid und Schmerz,
dann sehnst Du Dich nach einem mitfühlenden Herz.
Manchmal ist es die Sehnsucht nach Trauer und Tränen,
dann hoffst Du, jemand wird Dich in die Arme nehmen.
Manchmal ist es die Sehnsucht nach Krankheit und Sorgen
und Du denkst: Alles wird besser – vielleicht morgen.

Warum schaust Du nicht nach dem, was Du wirklich willst,
bevor Du Deine Sehnsucht mit soviel Elend erfüllst.
Warum siehst Du Dir nicht all Deine Ängste an,
sie ziehen Dich dann nicht in ihren traurigen Bann.
Warum stellst Du Dich nicht all Deinen Gefühlen,
statt auf so tragische Weise mit Deinem Leben zu spielen?

Denn wirst Du Dir bewusst, was Du da tust,
wie Du gerade nicht in Dir selber ruhst,
wie verloren Du Dich gerade fühlst,
wie dunkel Du Dein Leben grad siehst,
dann öffnet sich vielleicht ein Tür zum Ich,
und Du erkennst: In Dir ist immer Licht.

© Cornelia G. Becker




Wie?

Wie?

Wie halt ich bloß schöne Erinnerungen fest,
wenn das Leben tiefe Narben hinterlässt?

Wie lass ich nur all meine Tränen zu,
wenn ich funktionieren muss immerzu?

Wie geb ich dem Schmerz einen Rückzugsort,
wenn keine Ruhe entsteht im Alltagstrott?

Wie erhalte ich die Liebe in meinem Herzen,
wenn der Tag gezeichnet ist von Schmerzen?

Wie geb ich der Hoffnung wieder neuen Raum,
wenn das Leben mich fällt wie einen alten Baum?

Und wenn Du jetzt denkst, das Leben vernichtet mich,
dann kennst Du mich ganz sicher nicht,
denn für Trauer und Tränen nehm ich mir die Zeit,
dann steigt Phönix aus der Asche – vielleicht schon heut.

© Cornelia G. Becker



Irgendwo ist Licht



Und wenn an schweren Tagen
die Welt für Dich zusammenbricht,
Du darfst nicht gleich verzagen,
denn irgendwo ist immer Licht.
 
Wenn Tränen Dir ins Auge schießen
und der Schmerz Dich heftig trifft,
Du darfst Dich nicht verschließen,
denn irgendwo ist immer Licht.
 
Und wenn Du glaubst, es geht nicht mehr,
denn trostlos scheint die Welt für Dich,
dann kommt von irgendwo ein Engel her
und bringt Dir liebevoll ein Licht.
 
© Cornelia G. Becker

 

Wege



Nichts im Leben geschieht ohne Grund
Nicht immer ist es lustig und bunt
Stolpersteine und holprige Wege müssen wohl sein
Und denkst Du auch jetzt, das wäre gemein
Wachstum scheint ohne Leid nicht zu gehen
Du musst wohl auch schwere Wege gehen
Es kommt der Tag, an dem Du dankbar bist,
Wenn Du erkennst, was wirklich wichtig ist.
Copyright Cornelia G. Becker

Wie trotzige Kinder



Wenn Hass die Welt nicht mehr schikaniert...
Wenn unser Herz endlich mit Liebe reagiert...
Wenn die Betroffenheit sich in gute Taten verwandelt...
Wenn der Mensch endlich zum Wohle aller handelt...
Erst dann erkennen wir, wer wir wirklich sind

und reagieren nicht mehr wie ein trotziges Kind.

© Cornelia G. Becker

Einfach anders

In meinen Schuhen bist Du niemals gelaufen.
Für lange Gespräche fehlte Dir die Zeit.
Wie kannst Du eigentlich glauben,
Du wüsstest über mein Leben bescheid?

Mein Leid hast Du oft nicht gesehen.
Meine Tränen hab ich allein geweint.
Vieles wolltest Du gar nicht verstehen,
und manches hast Du total verneint.

Meine Worte hast Du oft nicht gehört,
meine Ängste meist nicht erkannt.
So Vieles hat Dich an mir gestört.
Da war sehr wenig, was uns verband.

Dein Finger lag schnell in meinen Wunden.
Du hattest gleich die Lösung parat.
So hast Du getrennt - nicht verbunden
und selten mit Kritik gespart.

Verteidigung war oft meine Devise,
Erklärungen für das, was geschah.
Heut lieg ich gelassen auf der Wiese.
Mein Leben war, wie es halt war.

Ein Sinn lag in jedem Ereignis,
das längst schon Vergangenheit ist.
Ich bin dankbar für die Erkenntnis,
dass Du eben einfach anders bist.

© Cornelia G. Becker

Das Leben und sein Sinn...



Wir alle werden in unserem Leben mit Situationen konfrontiert, die wir nur allzu oft überhaupt nicht verstehen oder gar akzeptieren wollen.

Unser kleiner Kopf mit seinen - für uns sehr - begrenzten Möglichkeiten ist nicht in der Lage, den Sinn oder möglicherweise sogar unsere Bereitschaft dafür zu erkennen.

Wir glauben, wir wären Opfer des Schicksals - eben nur kleine Menschlein, die entweder einfach glücklich sind oder in der gemeinen Hölle des Alltags schmoren. Und wir schmoren dann auch noch ohne einen ersichtlichen Grund. Leid ist eigentlich völlig überflüssig und sinnlos. Wir sind an all dem sowieso niemals schuld. Von einer möglichen Entscheidung dafür oder gar einer eigenen Verantwortung ganz zu schweigen.

Nun gibt es Situationen im Leben, die sind bei den einen dramatischer und existenziell und bei den anderen eher glimpflich.
Wie jeder Einzelne darauf reagiert ist niemals wirklich sicher. Welche Kräfte ein Mensch in einer solchen Lage entwickeln kann, darüber lassen sich einfach keine Prognosen erstellen.

Was wir - oder zumindest die meisten - erst einmal fragen werden ist:
Warum passiert ausgerechnet mir das?

Es gibt Millionen über Millionen Menschen auf der Welt und ausgerechnet ich kriege es ab. WARUM?

Jetzt gibt es ja einige Theoretiker, die der Auffassung sind, dass es keine Zufälle gibt. Weder im positiven noch im negativen Sinn. Wir - und nur wir - haben unser Leben in der Hand und entscheiden darüber und sind auch allein dafür verantwortlich.

Andere sind der Ansicht, dass es Schicksal ist und wir diesem Schicksal hilflos ausgeliefert wären. Es geschieht eben und wir müssen versuchen, damit zu leben. Es wird sich schon ein Sinn finden - früher oder später.

Wieder andere meinen gar, dass Gott uns für unsere bisherigen schlimmen Taten bestrafen will und ohne diese Läuterung können wir niemals ins Himmelsreich und werden in der Hölle schmoren bis in alle Ewigkeit.

Wenn ich nun so über mein eigenes Leben nachdenke, dann weiß ich gar nicht mehr genau, wie oft ich mir selbst diese Frage nach dem Warum gestellt habe.
Mit Gott habe ich dabei sehr oft gehadert und war wütend. Ich hätte nur zu gerne gewusst, warum er mir das alles antut.

Später fragte ich mich dann, was das Schicksal mir eigentlich sagen und welche Aufgabe ich lernen will, dass es mir immer wieder den gleichen Mist vor die Füße wirft?
Wie lernfähig war ich eigentlich tatsächlich?
Da fallen mir dann so Redensweisheiten unserer - ach so schlauen - Mitmenschen ein, die sehr schnell den Finger in die Wunden legen und fest davon überzeugt sind, dass sie all das viel besser abgehandelt hätten.

Es dauerte viele Jahre bis ich die Möglichkeit überhaupt in Betracht gezogen habe, dass ICH das alles so gewollt habe und dass ich allein die Verantwortung dafür trage.

Was heißt das denn?
Welche Konsequenzen hat das für meine ganz persönliche Lebenseinstellung?
Wie wird sich mein Verhalten anderen gegenüber verändern, wenn ich mehr und mehr erkenne, dass es wirklich so ist?

Dann bin ich plötzlich verantwortlich. Ich allein und sonst niemand.
Verantwortlich egal für was und immer und überall.

Also so etwas ist natürlich - ganz klar - starker Tobak und wer das glaubt, ist ja wohl ein totaler Spinner. Oder etwa nicht?

Ich bin doch nicht dafür verantwortlich, dass es Kriege auf der Welt gibt.
Ich bin auch nicht verantwortlich dafür, dass die einen die anderen ausnehmen und glauben, das müsste so sein.
Ich bin auch nicht für das Leben und die schrecklichen Ereignisse im Leben eines anderen verantwortlich.
Ich bin nicht einmal dafür verantwortlich, wenn eine Beziehung zerbricht z.B. aufgrund irgendwelcher Schmerzen aus der Vergangenheit.
Das geht mich ja alles nichts an und hat mit mir überhaupt nichts zu tun.

Ist es wirklich so einfach oder drücken wir uns nur vor der Möglichkeit, eine Veränderung zum Wohle aller herbeizuführen?

Was wäre, wenn wir uns als das vermeintliche Opfer einfach nur besser fühlen?
Wenn wir uns unsere Verantwortung nur nicht eingestehen wollen?
Das tun ja alle, also falle ich mit meinem Verhalten nicht auf.
Wenn ich aber aufstehe und versuche etwas zu verändern, könnte mich das mein Leben kosten. Im besten Fall erhebe ich mich aus dieser grauen Masse, zeige Zivilcourage und falle auf. Das geht dann ja schon mal gar nicht. Da wird die Luft plötzlich sehr dünn und die, die das so nicht wollen, sind auf einmal da und halten dann auch noch zusammen.
Nein, das kann ich mir nicht antun. Das hat auch gar keinen Sinn und ich kleines Würstchen kann ja nicht die Welt verändern.
Wie überheblich ist das denn?
Was glaube ich denn, wer ich bin?
Nein, so geht das nun wirklich nicht.

Und genau diese Einstellung ist es, die duckend akzeptiert, dass das Leben so ist wie das Leben eben ist. Im Zweifel finden wir ja auch immer einen anderen, der dafür verantwortlich ist.

Ich bewundere jeden, der dieses ganze System der vermeintlichen Notwendigkeiten hinterfragt und in Zweifel zieht.
Ich bewundere jeden, der es gegen alle Widerstände versucht zu verändern.
Ich bewundere jeden, der sich fragt, warum er gerade jetzt und hier dabei ist?
Ich bewundere jeden, der darüber nachdenkt, was es mit ihm selbst zu tun hat. Denn wenn es nichts mit ihm selbst zu tun hätte, dann wäre er da nicht mittendrin oder auch nur in der Nähe.

Daraus ergeben sich für mich ganz wichtige Fragen:
WARUM habe ich mir solche Situationen ausgesucht? WAS bin ich bereit, dabei zu lernen?

Denn meine Bereitschaft und mein Einverständnis scheinen irgendwie ja da zu sein.

Viele gehen hier sicherlich auf die Barrikaden. Es gibt hunderttausende von Gründen, warum ich das auf keinen Fall so gewollt haben kann.

Und wenn doch?
Wenn ich damit etwas lernen wollte?
Wenn ich damit etwas verändern wollte?
Wenn ich daran wachsen wollte?
Wenn ich so irgendwann den Sinn meines Lebens erkennen kann?
Wenn ich mit diesen Erfahrungen werde, was ich wirklich bereit war zu sein, als ich auf die Welt kam?
Wenn ich dann nicht nur mich verstanden habe, sondern vielleicht auch bereit bin, die Verantwortung für alles zu übernehmen?
Wenn einfach nichts ohne einen Sinn geschieht?

Dann...
dann kann ich Gott und die anderen nicht mehr verantwortlich machen, für das, was ich NICHT bereit bin zu verändern... zum Wohle aller und zu meinem eigenen.

Was wäre unsere Welt, wenn wir uns bewusst wären, welche Macht wir wirklich haben.

Oder mit den Worten von Nelson Mandela:
"Jeder Mensch ist dazu bestimmt, zu leuchten! Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind, unsere tiefgreifendste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht. Wir fragen uns, wer ich bin, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen? Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes.

Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen, dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen. Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.

Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen. Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen, geben wir anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere."

© Cornelia G. Becker


Liebe zerstört nicht, Liebe versteht

Wir haben uns gegenseitig verletzt, erpresst und manipuliert.
Es war uns nicht klar, dass dabei jeder irgendwann verliert.
Wie trotzige Kinder haben wir auf unserem Standpunkt beharrt.
Unsere Herzen sind dabei im Schmerz und im Leid erstarrt.

Die Verletzungen und die traurige Vergangenheit
standen mit kreisenden Schwertern für uns bereit.
Sie zerschnitten das Band, dass die Liebe geknüpft.
Das brachte uns schmerzhaft in die Realität zurück.

Wir haben uns auf einmal selbst im anderen erkannt.
Die Liebe hatte unsere Schmerzen nur kurz verbannt.
Doch die Wunden heilen in der Verbannung nicht.
Was dann noch bleibt, ist ein trauriges Herz, das bricht.

So gab es keine Heilung – weder für Dich noch für mich.
Mit emotionaler Manipulation heilt man sich ja nicht.
Wir waren schlechte Eltern für unsere verletzten Kinder.
Irgendwann standen wir da, wie Eissäulen im Winter.

Hätten wir versucht, den anderen wirklich zu verstehen,
wäre es möglich gewesen, andere Wege zu gehen.
Wir hätten unsere Schmerzen gemeinsam besiegt
und erkannt, wie sehr doch jeder den anderen liebt.
© Cornelia G. Becker 



Verantwortung

Der einzige Mensch, den Du nie verlassen wirst, bist Du selbst.
Deshalb ist es wichtig, was Du über Dich denkst und von Dir hältst,
was Du glaubst, wer Du wirklich sein willst und bist,
weil Du Dich sonst um Dein ganzes Leben betrügst.

So wie Du über Dich denkst, so wird Dir geschehen.
Versuche es rechtzeitg zu erkennen auch zu verstehen,
bevor Dir Dein Körper sehr schmerzhaft erklärt,
gegen was sich Deine Seele seit Jahren schon wehrt.

Du kannst die Schmerzen als helfende Freunde sehen,
die Dich auffordern, endlich andere Wege zu gehen.
Gönn Deinem Körper eine Pause, geh einen Schritt zurück,
vielleicht verändern sich Deine Gedanken und auch Dein Blick.

Nimm eine Auszeit und schau auf Dein Leben.
Du bist keine Marionette an irgendwelchen Fäden.
Du hast eine Verantwortung für Dich, komm und stell Dich ihr,
bring Dich ins Gleichgewicht, Körper und Seele danken es Dir.

© Cornelia G. Becker

Mit den Augen eines Kindes



Mit staunenden Augen bist Du ins Leben gekommen,
doch viel zu schnell hat man Dir Deine Träume genommen.

All Deine Abenteuerlust und Deine Kreativität
wichen einer traurigen und schmerzvollen Realität.

All Deine Liebe, Dein Vertrauen und Dein Licht
wichen dem Alltag - Du verlorst Dein Gesicht.

Dein Wille, Deine Stärke, Deine Entschlossenheit
wichen der gesellschaftlich notwendigen Alltäglichkeit.

Dein Mut, Deine Lust am Leben wurden konditioniert.
All das hat Dich fast zerstört und völlig desillusioniert.

Die Hoffnung ist Dir dennoch erhalten geblieben,
Hoffnung darauf, sie würden Dich irgendwann lieben.

Du verlierst Dich und flüchtest vor der Wirklichkeit,
flüchtest in irgendeine Sucht oder in die Einsamkeit.

Ziehst Dich immer weiter in Dich selber zurück
und träumst verzweifelt von Deinem Lebensglück.

Was haben sie wirklich erreicht in all diesen Jahren?
Haben sie Dich beschützt vor all diesen Gefahren?

Die Zeit heilt alle Wunden, hat mal einer erklärt,
und all die tiefen Narben in Stärke verkehrt.

Doch sie brennen sich auch heute noch tief in Deine Haut...
und eine Frage bleibt: "Warum hab ihr mich nicht geliebt und mir einfach vertraut?"

© Cornelia G. Becker


Es sind immer die anderen „schuld“

Weshalb machen wir eigentlich immer wieder Gott für all die Zerstörung verantwortlich,
die wir an jedem Tag begehen?

Weshalb machen wir eigentlich immer wieder Gott für all die Wunden verantwortlich,
die wir tagtäglich anderen zufügen?

Weshalb machen wir eigentlich immer wieder Gott für all das Leid dieser Welt verantwortlich,
dass wir täglich erleben?

Weshalb machen wir eigentlich immer wieder Gott für all die Dinge verantwortlich,
die wir längst ändern könnten, wenn wir es nur wollten?

Weil wir uns unserer Verantwortung nicht stellen wollen und
lieber unschuldige Opfer eines „ungerechten“ Gottes sein wollen?

© Cornelia G. Becker

PS.: Ich glaube nicht an Schuld! Aber sie ist eine sehr bequeme Ausrede.

Eine Wahl


Eine Wahl

Wie viel Leid ist ein Mensch bereit zu tragen?
Wann wird er aufstehen und neue Wege wagen?

Wie lang ist er hinter seinen Mauern eingesperrt,
bis er sich endlich gegen das vermeintliche Schicksal wehrt?

Braucht er das Leid, um sich selbst zu finden?
Kann er seine Mauern liebevoll überwinden?

Worin liegt der Sinn bei Leid und Schmerz?
Sind sie Türen zur Liebe in seinem Herz?

Wann wird er Liebe und Verständnis für sich haben?
Wann stellt er sich seinem Wesen und seinen Gaben?

Was will er lernen? Was soll er fragen?
Wie viel Leid muss er denn noch ertragen?

Das Leben ist nur in meinem Denken Qual,
denn ich habe immer auch eine andere Wahl!

© Cornelia G. Becker


Verwandte Seelen




Verwandte Seelen

Verwandte Seelen spüren das Leid.
Verwandte Seele halten Engel bereit.
Glaub es oder glaub es nicht.
Es gibt eine Seele, die spürt auch Dich
und ist in der Dunkelheit Dein Licht.

© Cornelia G. Becker

Bist Du glücklich?



Wann hast Du Dich das letzte Mal gefragt, was Glück für Dich wirklich bedeutet?

Bedeutet es Glück für Dich, wenn ein anderer Mensch Dich freundlich anlächelt? Nimmst Du dieses Lächeln wirklich wahr?

Bedeutet es Glück für Dich, wenn Du mit einem anderen Menschen ein gutes, offenes und ehrliches Gespräch führen kannst? Bist Du dankbar, für das Dir entgegengebrachte Vertrauen?

Bedeutet es Glück für Dich, wenn Du einen anderen Menschen in seiner Trauer und seinem Schmerz begleiten darfst? Gibst Du ihm vielleicht nur durch Deine Aufmerksamkeit neuen Mut?

Bedeutet es Glück für Dich, im Wald spazieren zu gehen, zu riechen, zu hören und zu fühlen, welche großartigen Geschenke unsere Natur für Dich bereithält? Genießt Du dieses Bewusstsein und Erleben?

Bedeutet es Glück für Dich, in der Stille, auf eine Reise zu Dir selbst zu gehen? Kannst Du Deine dunklen Seiten auch liebevoll annehmen?

Bedeutet es Glück für Dich, nach allem erlebten Leid und Schmerz Liebe und Dankbarkeit zu fühlen? Spürst Du so Deine eigene Kraft und die Liebe, die Dich trägt?

Wie glücklich bist Du?
Jeder kurze Augenblick kann ein Geschenk für Dich sein.

Ich wünsche Dir für Dein Leben viele glückliche Augenblicke

© Cornelia G. Becker

Liebe ist die Kraft


Erkennst Du das Leid dieser Welt?
Siehst Du, wie sie traurig zerfällt?
Mit Wut und Hass änderst Du nichts.
Auch nicht mit Lachen, wenn Du traurig bist.

Wo Schmerz und Tränen nicht wahrgenommen werden,
wo Hunger und Leid täglich da sind auf Erden,
wo Menschen immer wieder nur an sich selber denken,
da wird es so wichtig, Liebe einfach nur zu verschenken.

Trauer lässt sich nicht mit Lächeln unterdrücken.
Auch mit Wut baut niemand sichere Brücken.
Wenn die Ehrlichkeit nicht in Dir selber lebt,
bricht jeder noch so liebevoll erbaute Steg.

Erkenne in Dir selber die Schattenseiten.
Nimm sie wahr und fang an sie zu heilen.
Denn nur die Liebe ist die wahre Kraft,
die Heilung für Dich und andere erschafft.

© Cornelia G. Becker

Nachdenkliches zu Weihnachten


Hier wird gemordet, dort wird gehetzt.
Überall auf der Erde werden Messer gewetzt.
Macht ist wie ein Stern, nach dem man gern greift,
und mancher glaubt, dass er so innerlich reift.

Menschen leiden Hunger, sind einsam und allein.
Andere lassen keine Liebe mehr in ihr Herz hinein.
Doch zu Weihnachten zeigt sich alles im anderen Licht,
die wahren Hintergründe, die sieht man lieber nicht.

Für kurze Augenblicke hält jeder mal still,
und mancher fragt sich, was er wirklich will.
Leider sind viele Vorsätze auch schnell verschwunden,
und bei manchem bleiben tiefe schmerzende Wunden.

Das neue Jahr bringt dann auch wieder neuen Mut,
und jeder glaubt, dass er wirklich das Richtige tut.
Spätestens zum nächsten besinnlichen Weihnachtsfest,
stellt manch einer mit Trauer dann wieder fest,
dass sich in der Welt eines wirklich hartnäckig hält:
Die Hoffnung auf Liebe, bevor durch Hass alles zerfällt.

© Cornelia G. Becker


Hinter Deiner Maske



Hinter Deiner Maske, versteckst Du Dein wahres Ich.
Hinter Deiner Maske, erkennt man Dich vielleicht nicht.
Mit all Deiner Freundlichkeit kommst Du gut an,
wie ehrlich bist Du wirklich – was bist Du für ein Mann?

Hinter Deiner Maske verbirgst Du all Deine Traurigkeit.
Hinter Deiner Maske versteckst Du Dich für alle Zeit.
Wer Du wirklich bist, willst Du niemandem zeigen,
quälende Fragen willst Du lieber einfach vermeiden.

Hinter Deiner Maske siehst Du Dich selber nicht.
Hinter Deiner Maske erkennst Du nicht Dein Gesicht.
So siehst Du dann die Tränen der Vergangenheit nicht,
und stellst Dich lieber selbst in ein schönes helles Licht.

Hinter Deiner Maske verbirgt sich Wut und Leid.
Hinter Deiner Maske ist nicht immer Heiterkeit.
Doch der Welt zeigst Du ein freundliches Gesicht
und glaubst, durch die Maske merkt man es nicht.

Doch, lieber Freund, lass Dir eines in Liebe sagen,
trotz Deiner Maske höre ich zwischen Worten Fragen.
Und manchmal kann ich diese Wut deutlich spüren.
Trotz Maske kannst Du mich nicht so leicht verführen.

Den einzigen, den Du dabei tatsächlich betrügst,
den, den Du dabei immer wieder neu belügst,
der bist Du selber und das ist wirklich gemein,
selbst wenn die Maske leuchtet im hellen Schein.

© Cornelia G. Becker

Glück und Leid

Glück und Leid liegen so dicht bei einander.
Was Dich heute freut, bringt Dich morgen durcheinander.
Eine Zeitlang geht der Weg wirklich schön eben,
und dann geht es plötzlich wieder voll daneben.

Glück und Leid sind wie Tag und Nacht.
Was Dich heute noch richtig glücklich macht,
zerfällt morgen vielleicht in grausige winzige Fetzen,
und Du fühlst Dich, als würde Dich jemand hetzen.

Glück und Leid oder das pure Leben.
Heute willst Du glücklich alles geben.
Doch morgen zieht es Dir den Boden weg,
und Du liegst mit der Kinnlade im Dreck.

Glück und Leid eine ewiges auf und nieder.
Heute singt Deine Seele verträumte Lieder.
Morgen erdrückt Dich die Last des Lebens
und Du glaubst es war einfach alles vergebens.

Glück und Leid, ein Kreislauf für sich.
Heute schlägt Dir das Schicksal ins Gesicht.
Morgen fliegst Du über einen Regenbogen
und Dein Herz beginnt von neuem zu toben.

Das ist der Lauf in so manchem Leben
und manchmal würde ich alles darum geben,
dass es beim Glück alleine eine Weile bleibt,
denn das Leid ist, was an meinen Nerven reibt.

Doch wäre ich nicht die, die ich heute bin,
und das Leid hätte so gar keinen Sinn,
wenn nicht die Liebe mich immer noch trägt,
auch wenn das Leben schwere Wege geht.

© Cornelia G. Becker August 2014