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Wie trotzige Kinder



Wenn Hass die Welt nicht mehr schikaniert...
Wenn unser Herz endlich mit Liebe reagiert...
Wenn die Betroffenheit sich in gute Taten verwandelt...
Wenn der Mensch endlich zum Wohle aller handelt...
Erst dann erkennen wir, wer wir wirklich sind

und reagieren nicht mehr wie ein trotziges Kind.

© Cornelia G. Becker

Nachdenklich



Wir sind auf dieser Welt,

um zu arbeiten,
Geld zu verdienen,
unsere Existenz aufzubauen,
unseren Luxus zu erschaffen,
und all das entsprechend zu verteidigen.

Wir vergessen dabei,

dass andere Menschen diese Chancen nicht haben.
dass wir andere Menschen ausbeuten.
dass andere Menschen leiden.
dass andere Menschen hungern.

Wir reden uns ein,

dass andere eben einfach nicht genug tun.
dass andere vielleicht zu dumm sind.
dass manche eben nicht an die Spitze kommen.

Wir vergessen dabei,

dass wir vielleicht bessere Voraussetzungen hatten.
dass wir es auf dem Rücken vieler andere erschaffen haben.
dass wir unseren Luxus teilen könnten.

Wir verurteilen die anderen,

weil sie nicht unsere Werte vertreten.
weil sie nicht unseren Lebensstil leben.
weil sie eine andere Hautfarbe haben.
weil sie einfach anders sind.

Wir vergessen dabei,

welches Glück es ist, gesund zu sein.
welches Glück es ist, genug zu essen zu haben.
welches Glück es ist, sich etwas aufbauen zu dürfen.
welches Glück es ist, in Frieden leben zu können.
welches Glück es ist, nicht jeden Tag um sein Leben fürchten zu müssen.

Und eines vergessen wir dabei viel zu oft,
dass wir alle Liebe, Verständnis und Hoffnung geben können.

© Cornelia G. Becker

Der Mensch und das "Böse"

Wie viele von uns glauben, dass sie besser wären als anderen?
Wie viele von uns betonen immer wieder, dass sie so schlimme Dinge niemals tun würden?
Wie viele von uns sind mit Schuldzuweisungen schnell bei der Sache? Wie viele von uns geben genau aus diesem Grund die Verantwortung an andere ab?
Wie viele von uns hinterfragen sich wirklich selbst?

Im Laufe der letzten Jahre habe ich über diese Fragen immer wieder intensiv nachgedacht.
Heute denke ich, dass wir viel zu oft viel zu viele Entschuldigungen finden für etwas, das wir gerade tun oder gerade lieber nicht tun.

Da werden andere beurteilt, verurteilt und bestraft, weil sie Dinge tun, die wir so niemals tun würden.
Was wir dabei liebend gern außer Acht lassen, ist die Möglichkeit, dass es Umstände geben könnte, in denen wir genau das Verhalten an den Tag legen, was wir gerade noch so vehement verurteilt haben.

Doch wer würde das schon freiwillig zugeben?
Das mühsam erworbene gesellschaftliche Ansehen könnte ja in Sekunden wie ein Kartenhaus zusammenbrechen.

Also leugnen wir lieber unsere Schattenseiten und verdrängen das "Böse" in uns in die hinterste Ecke.

Wir schweigen zu Dingen, die uns nicht gefallen.
Oder wir neigen dazu, die zu verdammen, die ihre Wut zum Ausdruck bringen und ausleben.
Dabei weiß ich nicht, was schlimmer ist???

Wer sind wir denn, dass wir uns erlauben, über andere zu richten?
Leben andere nur die Schattenseiten aus, derer wir uns schämen?
Was würden wir wirklich tun, wenn unser Leben bedroht wird? Welche Fähigkeiten zum Kampf hätten wir dann? Und wie hoch wäre unsere eigene Schmerzgrenze?

Was müsste ein Einzelner oder eine Gesellschaft mir immer wieder antun, damit ich meine Vorsätze und meine Werte völlig vergesse und ums nackte Überleben kämpfe?

Ich glaube, dass wir alle viel zu selten darüber nachdenken und dass der Blick viel zu oft auf "Die Anderen" gerichtet ist.

© Cornelia G. Becker

Der Mensch und das Leben

Was wäre, wenn jeder sich das Leben tatsächlich genauso ausgesucht hätte und es einfach nur nach wenigen Jahren vergessen hat?
Was wäre, wenn wir uns dazu entschieden hätten, bestimmte Erfahrungen zu machen und das Leben uns die Möglichkeit gibt, genau diesem Plan zu folgen?

Wir kommen als Menschen auf die Welt und die Gesellschaft macht uns schon sehr früh deutlich, dass wir als "Krönung der Schöpfung" sehr viel mehr Möglichkeiten haben, als all die anderen Lebewesen.
Was sie uns ebenfalls klarmachen will, ist, dass wir ungeachtet allem anderen Sein auch noch mehr Rechte haben.
Von unseren Pflichten erzählt sie uns am meisten im eigenen Interesse. Denn eine funktionierende Gesellschaftsform erfordert schließlich Anpassung und Regeln.
(Kleine Anmerkung am Rande: Wem nutzen diese Anpassungen und Regeln eigentlich wirklich?)
Inwieweit die Persönlichkeit eines jeden so schon in gesellschaftsfähige Formen gegossen wird, damit ließen sich sicher viele Bücher füllen.

Doch Leben ist so viel mehr, als das, was uns eine Gesellschaftsform glaubhaft machen möchte.
Im Übrigen stellt sich ohnehin die Frage, ob es das Leben - in irgendeiner Form - wirklich interessiert.
Es passt sich in jedem Fall immer wieder den Gegebenheiten an. Es erschafft sich so oder so neu und verändert sich ständig. Aber es hört nicht auf zu leben.

Wie kann ich also glauben, dass ich das Leben tatsächlich beeinflussen könnte?

Selbst für jeden einzelnen Menschen hält es Aufgaben bereit, die zu lösen er hergekommen ist.
Es will sich entwickeln und erfahren. Dabei ist es nicht von dem Individuum Mensch abhängig. Denn in anderen Lebensformen gibt es ebenfalls Erfahrungen. Vermutlich völlig andere. Auch wenn sie nicht in Worte zu fassen sind, ihren Zweck erfüllen diese vermutlich auch und einen Sinn haben sie ebenfalls.

Nun ist die menschliche Lebensform allerdings so überheblich zu glauben, dass sie wichtiger wäre, als irgendeine anderen Lebensform. Sie ist davon überzeugt, dass ohne sie das ganze System nicht funktionsfähig wäre und womöglich völlig zusammenbrechen würde.
Damit erhebt sie sich über alle anderen Lebensformen und das hatte bereits erschreckende Folgen, die dem Leben nicht dienlich waren.

Interessiert es die Gesellschaft der Ameisen, was die Gesellschaft Mensch tut? Vermutlich nur in sofern, als es ihre Lebensform beeinträchtigt. Wenn es das tut, dann suchen sie sich einen anderen Platz und passen sich an die neuen Gegebenheiten an.
Das ist ein Umstand, der die Ameisen (zur als Beispiel zu sehen) erheblich von Menschen unterscheidet.
Während die Ameisen sich neuen Gegebenheiten anpassen, erwarten die meisten Menschen (mehr oder weniger), dass die Gegebenheiten sich gefälligst ihnen anzupassen haben. Und wenn das so nicht funktioniert, sind sie schließlich intelligent genug, die entsprechenden Mittel und Wege zu erschaffen. Anpassung findet so meist sehr einseitig statt.
(Natürlich hat sich der Mensch im Laufe der Jahrtausende ebenfalls in gewisser Weise angepasst. Zu früheren Zeiten hatte er größere Feinde und kämpfte ums nackte Überleben. Das ist heute wohl so nicht mehr gegeben.)

Doch wie lange wird sich das Leben noch unterdrücken lassen, bis wir begreifen, dass wir ein Teil von ihm sind und nicht das Leben einfach nur ein Teil von uns, mit dem wir machen können, was wir gerade wollen?

Es dient unserer Entwicklung nicht, wenn wir glauben, wir wären etwas Besseres.
Wir sind vergänglich, wie die meisten Lebewesen auf dieser Erde.
Wir können unser Leben und unsere Lebenszeit zum Wohle aller nutzen.
Denn letztendlich geht das Leben auch ohne uns weiter, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht.

Ich habe also die freie Wahl, alles um mich herum in einem respektvollen und liebevollen Licht zu sehen und meine Umwelt genauso zu achten, wie die Menschen, mit denen ich lebe.

Doch davon ist die Menschheit zum größten Teil sehr weit entfernt.

Und wir glauben auch noch ernsthaft, dass uns Ameisen unterlegen wären. Dabei haben sie eine wesentlich höhere Anpassungsfähigkeit. Vom gesellschaftlichen Zusammenhalt ganz zu schweigen.

Was würde aus der Menschheit werden, wenn wir uns das Leben anderer Formen mal genauer anschauen? Was könnten wir alles dabei lernen?

Wie würde sich unsere Welt verändern, wenn wir unsere Umwelt achten würden und nicht mehr für unsere Zwecke und unsere Befriedigung ausbeuten?

Denn wir sind nur ein winzig kleiner Teil eines universellen Lebens, das mit uns zwar gerade noch funktioniert, ober ohne uns nicht aufhört zu existieren.

© Cornelia G. Becker

Du bist wertvoll für mich



Welche Menschen sind es wert in meinem Leben zu sein?
Welche sind es nicht?

Spiegeln die, von denen ich glaube, sie wären es nicht wert,
einfach nur Teile von mir, die ich selbst nicht haben möchte
und auf andere projiziere,
damit ich es mir bewusst machen könnte, wenn ich es wollte?

Das würde dann zur Konsequenz haben,
dass es alle Menschen in meinem Leben wert sind,
in meinem Leben zu sein -
völlig unabhängig davon, was sie tun oder in meinen Augen nicht tun.

Denn alle helfen mir ein Stück weiter zu mir selbst zu kommen...

Die einen, weil sie mir deutlich machen wollen, was ich nicht möchte
und
die anderen, weil sie mir deutlich machen wollen, was ich bereits kann.

So unterscheidet sich manchmal die Theorie von der Praxis.

und deshalb ein liebes Dankeschön an alle,
die bisher in meinem Leben waren und mir geholfen haben
und alle
die in meinem Leben sind und mir heute helfen.

© Cornelia G. Becker

Aus "Liebe"

Was wir Menschen so alles aus "Liebe" machen,
darüber könnte man eigentlich nur noch lachen.

Aus "Liebe" werden so viele Kriege geführt.
Was ist das für eine Liebe, die man da spürt?

Aus "Liebe" werden so viele Menschen getötet.
Da wäre sogar die Liebe vor Scham errötet.

Aus "Liebe" wird tyrannisiert und ständig gerichtet.
Wir sind ja aus "Liebe" dazu verpflichtet.

Aus "Liebe" nehmen wir, was uns nicht gehört.
Wir haben dabei schon so Vieles zerstört.

Aus "Liebe" geschieht Schreckliches im Leben.
Kann es Liebe unter Menschen überhaupt geben?

© Cornelia G. Becker

Menschen















Wie kann die Welt in Frieden leben, wenn es Menschen gibt,
die meinen, sie hätten mehr Rechte als andere?

Wie kann die Welt in Frieden leben, wenn es Menschen gibt,
die meinen, sie bräuchten mehr als andere?

Wie kann die Welt in Frieden leben, wenn es Menschen gibt,
die meinen, sie wären besser als andere?

Wie kann die Welt in Frieden leben, wenn es Menschen gibt,
die meinen, sie könnten anderen ihren Willen aufzwingen und sie unterdrücken?

Wie kann die Welt in Frieden leben, wenn es Menschen gibt,
die nicht einmal in ihrem kleinen Kreis Frieden halten können?

Dieser Fragenkatalog lässt sich bestimmt noch fortsetzen...

Stellt sich dann aber irgendwann eine ganz besondere Frage:

Wie kann die Welt in Frieden leben, solange es Menschen in der Welt gibt?

© Cornelia G. Becker

Geld und Macht



Mit Geld und Macht wurde noch nicht einmal Hunger gestillt.
Es wurde noch keiner satt, bei einem, der die eigenen Taschen sich füllt.

Mit keinem Krieg wurde jemals Gerechtigkeit errungen.
Bei keinem wurde mit Waffen ein liebendes Herz erzwungen.

Solange wir glauben, mit Geld und Macht zu regieren,
werden wir mehr und mehr die Menschlichkeit verlieren.

© Cornelia G. Becker

Den Tod vor Augen



Es gibt Situationen im Leben, da wird man mit dem Tod in einer Form konfrontiert, die man überhaupt nicht beeinflussen kann.
Wenn das einen anderen betrifft und ich hilflos daneben stehen muss und so gar nichts tun kann, ist das eine Sache.
Wenn ich aber durch die Unachtsamkeit eines Anderen mit meinem eigenen möglichen Tod konfrontiert werden, ist das etwas ganz anderes.

In Nanosekunden läuft das Schreckensszenario vor meinen Augen ab und ich versuche verzweifelt der Lage Herr zu werden. Wie im Film sehe ich auch mein ganzes Leben an mir vorbeiziehen und
wie durch ein Wunder überlebe ich und all die anderen Beteiligten diesen Augenblick. Zu unser aller Glück völlig unbeschadet.

Doch der Schock sitzt tief. Ich reagiere nur noch wie in Trance.
Zuhause angekommen wird mir bewusst, was ich da gerade erlebt habe.
Ich hätte mir gewünscht, es wäre jemand da gewesen, dem ich es einfach hätte erzählen können oder der mich einfach in den Arm genommen hätte.
Wie gerne hätte ich in diesem Augenblick "Ich hab Dich lieb" oder "Ich danke Dir" gesagt.

Plötzlich wird mir bewusst, wie dramatisch all das war und mein Schockzustand macht den Tränen Platz.

Meine Gedanken prasselten auf mich herab wie Regentropfen im Sturm.
Dabei glaubte ich immer, ich hätte irgendwie alles im Griff. Und wenn ich es genau nehme, stimmt das sogar. Denn wenn ich nicht geistesgegebnwärtig reagiert hätte, wären vermutlich einige andere Menschen mit mir zusammen an der Unachtsamkeit eines einzigen gestorben.

Aber es geht mir hier gar nicht um die Schusseligkeit eines einzelnen...

Mir wurde erschreckend deutlich bewusst, dass ich das Ende meines Lebens nicht wirklich beeinflussen kann. Genauso wenig wie die Art dieses Endes.
Es war auch nicht die Frage, was ich noch alles erleben hätte können, wollen oder dürfen.

All das war in diesem Augenblick so nebensächlich.

Ganz andere Gedanken fraßen sich durch mein Gehirn:

"Habe ich den Menschen, die ich liebe, das auch oft genug gesagt?"
"Habe ich mich für all die Gespräche, Unterstützungen und Freundschaften auch oft genug bedankt?"
"Wie habe ich das eigentlich geschafft, die Kontrolle zu behalten?"

Ein Gefühl von tiefer Dankbarkeit macht sich warm und liebevoll bemerkbar...

"Danke, lieber Schutzengel, dass Du mir die Möglichkeit gibst, mir noch einmal über das Geschenk des Lebens Gedanken zu machen!!!"

Und Tränen laufen über mein Gesicht...

© Cornelia G. Becker


Danke an alle, die da waren und mich in meinem Leben begleitet haben.
Ich hab Euch sehr lieb.

Es sind immer die anderen „schuld“

Weshalb machen wir eigentlich immer wieder Gott für all die Zerstörung verantwortlich,
die wir an jedem Tag begehen?

Weshalb machen wir eigentlich immer wieder Gott für all die Wunden verantwortlich,
die wir tagtäglich anderen zufügen?

Weshalb machen wir eigentlich immer wieder Gott für all das Leid dieser Welt verantwortlich,
dass wir täglich erleben?

Weshalb machen wir eigentlich immer wieder Gott für all die Dinge verantwortlich,
die wir längst ändern könnten, wenn wir es nur wollten?

Weil wir uns unserer Verantwortung nicht stellen wollen und
lieber unschuldige Opfer eines „ungerechten“ Gottes sein wollen?

© Cornelia G. Becker

PS.: Ich glaube nicht an Schuld! Aber sie ist eine sehr bequeme Ausrede.

Ein Wunder



Ein Wunder

Du bist wie ein Wunder, so einzigartig und schön.
Ich kann das Licht Deiner Seele leuchten sehn.
Einzigartig, wie Du so denkst und was Du fühlst,
wie Du die Welt mit den Augen der Liebe siehst.

Du bist wie ein Wunder, ein Licht für die Welt,
ein Wesen, für das Liebe auch wirklich noch zählt.
Einzigartig, was Du von Dir so alles gibst,
wie Du das Leben und die Menschen liebst.

Du bist wie ein Wunder, dass es nur einmal gibt,
Geschenk für jeden, der Dich versteht und liebt.
Einzigartig, was Du alles für die Welt empfindest
und wie Du immer wieder neue Wege findest.

Du bist wie ein Wunder, so einzigartig und schön.
Lass mich ein Stück mit Dir gemeinsam gehn.
Einzigartig, wie bunt und lebendig alles ist,

wenn Du es mit den Augen der Liebe siehst.

© Cornelia G. Becker


Eine Wahl


Eine Wahl

Wie viel Leid ist ein Mensch bereit zu tragen?
Wann wird er aufstehen und neue Wege wagen?

Wie lang ist er hinter seinen Mauern eingesperrt,
bis er sich endlich gegen das vermeintliche Schicksal wehrt?

Braucht er das Leid, um sich selbst zu finden?
Kann er seine Mauern liebevoll überwinden?

Worin liegt der Sinn bei Leid und Schmerz?
Sind sie Türen zur Liebe in seinem Herz?

Wann wird er Liebe und Verständnis für sich haben?
Wann stellt er sich seinem Wesen und seinen Gaben?

Was will er lernen? Was soll er fragen?
Wie viel Leid muss er denn noch ertragen?

Das Leben ist nur in meinem Denken Qual,
denn ich habe immer auch eine andere Wahl!

© Cornelia G. Becker


Liebe


Dieses eine Gefühl bleibt für die Ewigkeit,
trotz aller Wunden der Vergangenheit.
Ein Gefühl leuchtet tief in Deinem Ich,
das Leben und der Alltag zerstören es nicht.

Denn alles, was Dir im Leben widerfährt,
jede einzelne Erfahrung, die Dich etwas lehrt,
ist ein Geschenk, mehr und mehr erkennst Du Dich,
alles geschieht aus Liebe, siehst Du das denn nicht?

© Cornelia G. Becker

Mensch – Krebsgeschwür unserer Erde

Heute Morgen habe ich in einem Buch eine wunderbare Beschreibung über die wenigen Tausend Jahre Menschheit auf der Erde gelesen und sie hat mich zu diesem Gedicht inspiriert:

Mensch – Krebsgeschwür unserer Erde

Erst wenige tausend Jahre gibt es Dich,
doch Du kennst einfach Deine Grenzen nicht.
Deine Gier zieht sich spinnenähnlich – Metastasen gleich
unerbittlich über dieses, vor Dir funktionierende, Erdenreich.

Du überschreitest Grenzen, nimmst was uns allen gehört,
doch nur wenige ändern etwas, andere sind nur empört.
Wie Krebs wirst Du rücksichtslos diese Erde vernichten.
Wer sollte Dich auch überhaupt noch wirklich richten?

Dein Wahn kennt keine Grenzen, hat ein einziges Ziel,
und genau genommen hast Du von allem viel zu viel.
Es ist kurz vor 12, die Glocken läuten längst schon.
Du hörst sie nicht mal, lachst nur laut voller Hohn.

Was Millionen Jahre harmonische Einheit gewesen ist,
zerstörst Du mit einer unglaublich gemeinen Hinterlist.
Irgendwann, wenn Du alles rücksichtslos vernichtet hast,
wird klar: Für Mutter Erde bist Du Krebs – eine schwere Last.

© Cornelia G. Becker

Glaubensbekenntnis



Danke für all die Menschen, die wie schöne Blümchen an meinem Wegesrand waren.
Danke für all die, die ein Stück des Weges mit mir gegangen sind.
Danke für alle, die ich kennen lernen durfte und die mir ihr Herz geöffnet haben.
Danke für alle, die mir Spiegel waren und bei denen ich lernen durfte, wer ich bin und sein will.
Danke für alle, die liebevolle Spuren in meinem Herzen hinterlassen haben.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
Cornelia G. Becker

Verantwortung Teil 2

Was ist Dir wirklich wichtig?
Was brauchst Du wirklich?
Was wäre, wenn Du nur das hättest, was Du zum Leben wirklich brauchst?
Wie definierst Du "was brauche ich im Leben"?



Du machst das so, weil ...

Du machst das so, weil Du das so kennst


Es ist ja so einfach, den Kopf in den Sand zu stecken und immer die gewohnten Wege zu gehen.
Auf diese Weise hinterlässt Du ja auch keine neuen Spuren.

Wenn Deine Angst Dich daran hindert, aufzustehen, dann ist sie Dein bester Freund.
Denn sie hält Dich gefangen in dem Leben, das Du ja so gut kennst.
Das gibt Dir Sicherheit.
So suchst Du auch nicht wirklich nach Menschen, die Dir da heraushelfen könnten.
Du suchst und wünschst Dir Menschen, die Dich verstehen, Dich so akzeptieren wie Du bist, die sich hoffentlich auch um Dich kümmern und Dich lieben werden.

Selbst handeln, selbst entscheiden und für Dich selbst Verantwortung übernehmen erübrigt sich so von ganz allein.

Doch bist Du wirklich glücklich damit?

Auszug aus meinem Buch "Endlich leben".

© Cornelia G. Becker

Vergebung ist ein langer Weg

So schwer wie es ist, über dieses Thema zu schreiben und die richtigen Worte zu finden, so schwer ist es auch zu vergeben: Anderen und sich selbst.

Es scheint jedoch einfacher zu sein, einem anderen irgendwann zu vergeben.
Ihn zum alleinigen Schuldigen zu erklären, geht jedenfalls wesentlich schneller. Es ist ja auch leichter, beim anderen Wunden zu erkennen, als seine eigenen wahrzunehmen. Salz streut sich bei anderen viel besser.
Genauer hinzusehen, Handlungen und Verurteilungen (auf beiden Seiten) genauer zu hinterfragen kostet Kraft und erfordert Ehrlichkeit mit sich selbst.
Dem anderen später wirklich vergeben zu können ist ein langer Weg. Vermutlich mit vielen Tränen, Wut und vielleicht sogar mit Rachegelüsten.
Die Vergangenheit lässt sich nun mal nicht mehr korrigieren. Aber ich kann lernen, sie loszulassen. Ob ich es jemals vergessen werde, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Der Weg zurück zu mir beginnt mit einer Korrektur meiner ganz persönlichen Sichtweise.
Wahrscheinlich stellt sich früher oder später auch die Frage, ob ich hätte anders handeln können.
Viele glauben nun, es wäre wenig sinnvoll ernsthaft darüber nachzudenken.
Doch wenn ich nicht bereit bin, mein eigenes Verhalten noch einmal anzuschauen, wie will ich dann aus meinen vergangenen Erlebnissen etwas lernen? Wie will ich sie verwandeln, wenn ich nicht hinsehen will und sie am liebsten komplett aus meinem Gedächtnis streichen möchte?

So mancher wird jetzt sagen: "Du konntest nicht anders handeln, sonst hättest Du es ja getan!"
Aber so einfach ist das vermutlich nicht.
Ab einem gewissen Alter sollte ich sehr wohl in der Lage sein, (mehr oder weniger) meine ganz persönlichen Interessen auch entsprechend durchzusetzen.

Dennoch fällt genau das den meisten Menschen schwer.
Warum ist es immer wieder eine Herausforderung?

Weil wir alle Angst haben, die Konsequenzen unserer Handlungen zu tragen.
Wir haben Angst davor, allein und ungeliebt zurückzubleiben.
Wir passen uns lieb und brav an - auch wenn wir das gar nicht wollen.

Erst wenn der eigene Leidensdruck übermächtig und erdrückend ist, bin ich zu einer Aktion fähig.
Wenn ich aber wirklich ehrlich zu mir selbst bin, muss ich mir eingestehen, dass ich schon viel früher hätte handeln müssen.
Später versuche ich vielleicht, dem anderen zu vergeben, was er mir angetan hat.
Was habe ich mir eigentlich in all der Zeit selbst angetan?

Der Weg zur eigenen Vergebung kann noch Jahre dauern und viele Hindernisse haben.
Der erste Schritt ist vielleicht gemacht, wenn ich erkennen kann, dass auch ich an den Ereignissen nicht ganz so unbeteiligt war wie ich das gerne gewesen wäre. Schließlich hätte ich ja auch sofort meine unangenehmen Gefühle wahrnehmen und nein sagen können. Aber ich tat es nicht. Ich habe lieber mich selbst und meine Gefühle und Ängste verleugnet.

Eine solche Erkenntnis könnte mir neue Türen zu mir selbst öffnen. Jetzt kann ich lernen, mir selbst zu vergeben.

Wer allerdings denkt und hofft, der Weg der Vergebung wäre danach zu Ende und alles wäre geheilt, der könnte sich irren. Denn um eine wirkliche Heilung zu erreichen, muss jeder für sich selbst seinen eigenen Frieden schließen. Und dieser Frieden setzt noch einen weiteren Schritt voraus: Den anderen um Vergebung bitten.

Warum sollte ich aber einen anderen um Vergebung bitten, für das, was er mir angetan hat?
So ein Blödsinn!

Doch es ist kein Blödsinn. Wenn ich nämlich damals für mich selbst gesorgt hätte, dann wäre seine Handlung vielleicht gar nicht zustandegekommen.

Was aber, wenn der andere mit nicht vergeben will? Wenn er meine Bitte mit Hass und Wut beantwortet? Wie kann ich damit umgehen?

Für mich war es wichtig, zu erkennen, dass ich einen anderen nicht zu Veränderungen veranlassen kann. Somit auch nicht dazu, dass er mir vergibt.
Er hat seinen eigenen Weg.
Wie lang dieser sein wird und ob er mit jemals vergeben wird, all das kann ich nicht beeinflussen. Ich kann ihn vielleicht noch mit meinen guten Gedanken begleiten und ihm Kraft wünschen. Aber ich kann niemals seinen Weg für ihn gehen.

Vielleicht ist mein eigener Weg zur Vergebung auch gar nicht von seiner Antwort abhängig.
Mein Bewusstsein und meine Wahrnehmung haben sich schon verändert.
Ich habe mich verändert.
Ich habe Verantwortung für mich übernommen und bin auch bereit, die Konsequenzen zu tragen.
Ich habe mich entschlossen, besser auf mich zu achten und nein zu sagen, wenn ich nein sagen will.

Es ist ein langer Weg, mit vielen Tränen, mit Schmerz und manchmal auch mit Hilflosigkeit und Verzweiflung.
Es ist ein Weg zu mir selbst.
Dieser Weg beginnt mit einem kleinen, unsicheren, ersten Schritt.
Doch er lohnt sich immer!

© Cornelia G. Becker

Mehr dazu findet Ihr in meinem Buch "Endlich leben", erhältlich bei Amazon als Kindle und als Taschenbuch.

Bist Du auch ein Rebell?

Ich bin nur gut genug, wenn ich alles in Ordnung halte.
Ich bin nur gut genug, wenn ich anderen nicht widerspreche.
Ich bin nur gut genug, wenn ich meine Interessen zurückstelle.
Ich bin nur gut genug, wenn ich tue, was andere von mir erwarten.
Ich bin nur gut genug, wenn ich alles versuche zu verstehen.


Oh Mann....
Es tut sooooo gut ein kleiner Rebell zu sein.


© Cornelia G. Becker