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Kann nicht – will nicht

Kann nicht – will nicht

Wenn Du mal "kann nicht" durch "will nicht" ersetzt,
merkst Du vielleicht, wie Du Dir ständig neue Grenzen setzt.
Du bist der Schöpfer Deiner Wirklichkeit,
Deine Weigerung führt nur in die Machtlosigkeit.

Du kannst, wenn Du willst -- denke Dich groß
und lass endlich Deinen Schmerz und die Ängste los.
Du wirst sehen, das Ziel liegt im ersten Schritt,
halt Deine Entwicklung nicht selbst zurück.

© Cornelia G. Becker

Alle Menschen sind gut...?



Du glaubst vielleicht, alle Menschen sind gut.
Doch sei besser vor Deiner Meinung auf der Hut.
Denn bringst Du sie aus ihrer Fassung heraus,
dann sieht es mit dem Gutsein ganz anders aus.

Ihre tatsächlichen Ansichten kommen ans Tageslicht,
was Du dann von ihnen denkst, interessiert sie nicht.
So wird aus einem, den Du für gut gehalten hast
völlig "unerwartet" eine unerträglicher Last.

Drum sei vorsichtig, was Du über andere denkst,
weil Du Dich womöglich in irgendwas verrennst.
Mancher sagt vielleicht nur seine Meinung nicht,
und lächelt Dir lieber freundlich ins Gesicht,
doch was er wirklich denkt, das weißt Du nicht.

© Cornelia G. Becker

Einfach anders

In meinen Schuhen bist Du niemals gelaufen.
Für lange Gespräche fehlte Dir die Zeit.
Wie kannst Du eigentlich glauben,
Du wüsstest über mein Leben bescheid?

Mein Leid hast Du oft nicht gesehen.
Meine Tränen hab ich allein geweint.
Vieles wolltest Du gar nicht verstehen,
und manches hast Du total verneint.

Meine Worte hast Du oft nicht gehört,
meine Ängste meist nicht erkannt.
So Vieles hat Dich an mir gestört.
Da war sehr wenig, was uns verband.

Dein Finger lag schnell in meinen Wunden.
Du hattest gleich die Lösung parat.
So hast Du getrennt - nicht verbunden
und selten mit Kritik gespart.

Verteidigung war oft meine Devise,
Erklärungen für das, was geschah.
Heut lieg ich gelassen auf der Wiese.
Mein Leben war, wie es halt war.

Ein Sinn lag in jedem Ereignis,
das längst schon Vergangenheit ist.
Ich bin dankbar für die Erkenntnis,
dass Du eben einfach anders bist.

© Cornelia G. Becker

Schuldgefühle


Schuldgefühle

In Schuldgefühlen hab ich mich halten lassen.
Ich hab mich gefügt - heute kann ich's nicht fassen.
Hat mich nur einer deswegen mehr geliebt?
Hab ich dadurch mehr Anerkennung gekriegt?

Es ist einfacher, ein Schuldautomat zu sein.
Da wirft ein anderer eine kleine Münze rein,
und schon läuft ein Film automatisch ab
und hält mich tagelang betroffen in Trab.

Doch an "Fehler" glaub ich heute nicht mehr.
Mir kommt dabei Eigenverantwortung quer.
Hinterher ist man nämlich immer schlauer
und weiß dann Manches auch genauer.

Sich all den Schuldgefühlen hinzugeben,
hindert daran, in der Gegenwart zu leben.
Sie sind nämlich eine unsinnige Reaktion.
Wer braucht all diese Schuld denn schon?

Es ist meine Zeit, die ich damit verschwende,
wenn ich ständig über andere nachdenke.
Sie habe nur einen Schuldigen gesucht,
ihre Ohnmacht auf meinem Konto verbucht.

Wie eine Marionette, an Strippen gezogen,
hab ich mich so viele Jahre verbogen.
Das erkennen und daraus zu lernen - darin liegt der Sinn,
nicht verbiegen, sondern leben - was ich wirklich bin!

© Cornelia G. Becker

Im anderen...



Du kannst nicht erwarten, dass andere Dich achten, wenn Du Dich selbst nicht achtest.

Du kannst nicht erwarten, dass andere Dich heilen, wenn Du Deine eigenen Wunden und Ängste nicht sehen willst.

Du kannst nicht erwarten, dass andere Dich lieben, wenn Du an Deinem Glauben festhältst, nicht liebenswert zu sein.

Du kannst nicht erwarten Deinen inneren Frieden zu finden, wenn Du nicht bereit bist, die Verantwortung für Dein Handeln zu übernehmen.

Nimm Deine Gefühle als Deine ganz persönlichen wahr.
Sie wollen Dir etwas zeigen, Dich etwas lehren.
Sie wollen von Dir wahrgenommen werden – egal, ob sie positiv oder negativ sind.


Deine Gefühle sind eine Reaktion
auf Deine ganz persönliche Interpretation
Deiner selbstgebastelten Illusion.


Erkenne, dass jeder Augenblick so ist, wie er ist.
Du kannst ihn liebevoll annehmen und wieder loslassen.
Du kannst ihn nicht mehr verändern oder beeinflussen.
Es hat auch keinen Sinn, ihn nachträglich zu beurteilen oder zu verurteilen, denn er ist längst Vergangenheit.

Du hast die Wahl, ihn zu akzeptieren, daraus zu lernen und daran zu wachsen.
Und Du hast die Wahl, dankbar dafür zu sein.

© Cornelia G. Becker

Hast Du ein Ziel?



Rede nicht über  das, was Du vielleicht einmal tun möchtest.
Rede über das, was Du wirklich tun willst.
Es bewegt sich nichts mit einem „Möchte“.
Ersetze einmal die Worte „möchte“ und „müsste mal“ durch das Wort „will“ und schau genau hin, wie Du Dich dabei fühlst.

Keiner muss Dir wirklich sagen, was Du tun willst.
Denn Du wirst es einfach tun. Du wirst auch nicht lange fragen.
Möglicherweise wirst Du noch kurz über Konsequenzen nachdenken. Wenn aber Dein Wunsch so übermächtig ist, dann werden Dir auch die möglichen Konsequenzen egal sein. Dann sagst Du Dir vielleicht: „No risk, no fun.“

Das Leben ist viel zu kurz für ein „Vielleicht würde ich mal...“ oder „ich möchte gerne mal...“

Was hast Du schon zu verlieren?
Es wird Dich nicht gleich das Leben kosten. Aber es kostet Dich Lebenszeit, wenn Du es nicht tust. Und später wirst Du vielleicht bereuen, es nicht längst getan zu haben.

Du musst anderen nicht imponieren. Sage ihnen ehrlich, dass Du gerade nicht weiß, was Du willst. Möglicherweise hast Du selbst wirklich keine Ahnung davon. Du hast all die Jahre Deine eigenen Wünsche überhört und ignoriert. Vielleicht haben Dich andere schon viel zu lange blockiert, indem sie Dir zu verstehen gaben, dass man so etwas nicht tut. Und Du hast Dich brav angepasst und Deinen Träumen nachgetrauert.

Es ist aber nicht das Leben der anderen! Es ist Dein eigenes!
Tu endlich, was Du wirklich willst.
Versteck Dich nicht hinter Deinen Ausreden.
Lebe, was Du leben willst und alles wird gut.

Du allein hast die Kraft Dich zu entscheiden.
Nichts kann Dich daran hintern, wenn Du es wirklich willst.

Also nimm Dir die Zeit, und finde heraus, was Du wirklich willst.
Wenn Du es gefunden hast, dann bleibe Dir selbst treu.
Lebe es!
Lass Dich nicht irritieren oder ablenken.
Lebe es!

Wenn es nicht gleich beim ersten Anlauf klappt, dann versuche es noch einmal.
Hindernisse gibt es auf jedem Weg.
Räum sie weg!
Du darfst auch mal hinfallen.
Denke aber daran: „Du hast auch die Kraft wieder aufzustehen.“

Alles, was Du wirklich willst, wird Dir gelingen, wenn Du Dein Ziel nicht aus den Augen verlierst.

© Cornelia G. Becker

Leben leben


Das Leben ist zu kurz, um es nicht zu leben.
Viel zu oft verhalten wir uns wie Marionetten in unserem eigenen Theaterstück.
Wir funktionieren wie es andere von uns erwarten.
Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass alles zusammenbricht, wenn wir etwas verändern würden.
Dabei ist es unsere Angst, die uns daran hindert, eine "lebenswichtige" Entscheidung zu treffen.

Doch das Leben lässt sich nicht einfach blockieren.
Es wird uns immer wieder mit unterschiedlicher Deutlichkeit zeigen, dass wir uns selbst im Käfig gefangen halten.
Es wird uns solange damit konfrontieren, bis wir genug haben und dann zu Veränderungen in der Lage sind, die wir über all die Jahre nicht für möglich gehalten haben.
Erstaunt stellen wir dann vielleicht fest, dass nichts zerbricht. Wir stellen fest, dass die neu gewonnene Freiheit wirklich befreiend ist.
Plötzlich fragen wir uns, warum wir das solange mitgemacht haben.
Was musste alles geschehen?
Wir wussten doch längst, dass es so nicht weitergehen konnte.

Entscheidungen treffen bedeutet immer auch die Angst zu überwinden.
Angst davor, einen falschen Weg gewählt zu haben.
Angst davor, sich zu blamieren.
Angst davor, noch mehr Zeit zu verschwenden.
Angst davor, alles zu verlieren.

Wenn wir uns dieser Angst hingeben, dann wird das Leben an uns vorbei leben.
Dann träumen wir einen Traum vom Leben und ergeben uns unseren Illusionen darüber.
Dann glauben wir vielleicht noch, dass wir es anders gar nicht können, weil wir klein und schwach sind.
Irgendwann sitzen wir da, voller Trauer, um unser nicht gelebtes Leben.

Bei solchen Gedanken fällt mir immer wieder die Geschichte von der Frau ein, die ihr Leben lang ans Meer wollte. Am Ende ihres Lebens stellte sie - auf einem Berg sitzend - fest, dass alle Wege zum Meer geführt hätten. Doch sie war keinen einzigen bis zum Ende gegangen.

Vielleicht führen Dich all Deine Weg zum Ziel.
Zu dem Ziel, dass Du für Dein Leben erreichen willst.
Dafür kannst Du etwas tun.

Geh den ersten Schritt und gibt nicht auf, wenn es mal schwierig wird.

Denn möglicherweise wartet hinter der Dornenhecke das Paradies Deines Lebens.

© Cornelia G. Becker

Suche nach Glück


Suche nach Glück

Auf der Suche nach dem Glück gibt es viele Wege
und manche führen über sehr wackelige Stege.
Manche führen durch Dickicht und kosten Kraft,
andere führen ins Leere, dann fragst Du, ob Du es schaffst.

Doch wenn Du stehen bleibst und gar nicht mehr gehst,
weil Dich manche schlechte Erfahrung und Angst quält,
dann nutzt Du vielleicht manche Chance einfach nicht,
und Dein Glück läuft vorbei, lächelt Dir nicht ins Gesicht.

Das Leben ist himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt.
Glücklich ist vielleicht nur die Seele, die wirklich liebt.
Liebe ist die einzige Kraft, die Ängste überwinden kann,
Lässt Du es zu, kommt das Glück auch zu Dir irgendwann.

© Cornelia G. Becker


Danke für die Augenblicke
in meinem Leben,
die mich glücklich gemacht haben.

Ich und Du



Als ich damals Dein Bild gefunden habe und Dir alles Glück der Welt wünschte,
dachte ich nicht, dass es auch ein gemeinsames Glück geben würde.

Als Du damals auf meine Glückwünsche geantwortet hast,
dachte ich nicht, dass dieses gemeinsame Glück wahr werden würde.

Als sich aus Mails eine Vision entwickelte, die wir fast ein Jahr aufrecht erhalten haben,
dachte ich nicht, dass diese Vision Realität werden würde.

Als Du dann endlich vor mir gestanden bist und ich Deine Pläne von diesem besonderen ersten Augenblick zunichte machte,
dachte ich nicht, dass wir einen Traum leben würden, den andere nicht einmal zu träumen gewagt hätten.

Als der Alltag uns mit aller Wucht seine Steine auf unseren Weg warf und wir es schafften, sie gemeinsam wegzuräumen,
dachte ich nicht, dass es einmal anders sein würde.

Als wir anfingen, nicht mehr offen mit einander umzugehen und nicht mehr ehrlich über unsere Gefühle zu reden,
dachte ich nicht, dass das Ende so schnell und schmerzlich auf uns zurollen würde.

Als unsere angestauten Fragen und Ängste wie ein Vulkan aus uns heraus brachen,
dachte ich nicht, dass wir uns gegenseitig so sehr verletzen würden.

Als wir unsere Liebe dann verloren hatten und jeder seinen eigenen Weg ging,
dachte ich nicht, dass ich Dich so sehr vermissen würde.

Als ich Monate später nachts aufwachte und mir Dein liebes Gesicht so entsetzlich fehlte,
dachte ich nicht, dass es mir so unglaublich leidtun würde, nicht noch mehr für diese Liebe gekämpft zu haben.

Als ich anfing darüber nachzudenken und die Trauer von lieben Erinnerungen vertrieben wurde,
dachte ich nicht, dass ich so viel Dankbarkeit für jede Deiner Gesten, für jedes Deiner Worte und für jeden Augenblick Deiner Liebe empfinden würde.

© Cornelia G. Becker

Fragen über Fragen

Wer bist Du?, fragte ich Dich, als ich Dich zum ersten Mal sah?
Wieso kenne ich Dich schon solange? Wieso bist Du mir so nah?
Wir waren so offen für eine Zukunft, ein gemeinsames Leben.
Wir wollten uns täglich, immer und ewig alles in Liebe geben.

Was hat uns verändert? Was hat uns so auseinander gebracht?
Warum haben wir unsere Herzenstür auf einmal zugemacht?
Welche eigenen Verletzungen spiegelten sich im Anderen wider?
Welcher Schmerz saß da tief im Herzen und in den Gliedern?

Wann haben wir aufgehört, offen und ehrlich miteinander zu sein?
Warum waren unsere Gefühle nicht mehr im Anderen daheim?
Wann haben wir mit dem großen Schweigen eigentlich angefangen?
Welche faulen Kompromisse sind wir in all den Monaten eingegangen?

Warum konnten wir nicht mehr ehrlich über unsere Sorgen reden?
Warum haben wir aufgehört, uns selbst liebevoll hinzugeben?
Warum haben wir uns verletzt und unsere Ängste verschwiegen?
Wo ist diese Nähe und dieses Verständnis vom Anfang geblieben?

Wann hast Du angefangen, Dich selbst hinter Mauern zu verstecken?
Wann hast Du begonnen, Deine tiefsten Wunden heimlich zu lecken?
Wann hat Dich dieses Schuldgefühl und der Zweifel aufgefressen?
Wann hast Du angefangen, das versprochene Wir völlig zu vergessen?

Wer warst Du, als wir uns damals zum ersten Mal begegnet sind?
Wann hast Du es verloren, dieses staunende, abenteuerlustige Kind?
Wann sind Deine Träume und Wünsche ohne mich davongeflogen?
Warum hast Du uns um dieses mögliche Paradies auf Erden betrogen?


© Cornelia G. Becker