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Augenblick


Augenblick

Wenn Deine Neugier sich auf den Augenblick richtet
und auf Impulse des Alltags mal kurz verzichtet,

dann erkennst Du wie schön der Augenblick ist,
wenn Du Erwartungen und Sorgen mal kurz vergisst,

dann zeigt sich Dir vielleicht ein liebevoller Blick...
Es ist der Augenblick, der zählt - er kommt niemals zurück.

© Cornelia G. Becker

Wie?

Wie?

Wie halt ich bloß schöne Erinnerungen fest,
wenn das Leben tiefe Narben hinterlässt?

Wie lass ich nur all meine Tränen zu,
wenn ich funktionieren muss immerzu?

Wie geb ich dem Schmerz einen Rückzugsort,
wenn keine Ruhe entsteht im Alltagstrott?

Wie erhalte ich die Liebe in meinem Herzen,
wenn der Tag gezeichnet ist von Schmerzen?

Wie geb ich der Hoffnung wieder neuen Raum,
wenn das Leben mich fällt wie einen alten Baum?

Und wenn Du jetzt denkst, das Leben vernichtet mich,
dann kennst Du mich ganz sicher nicht,
denn für Trauer und Tränen nehm ich mir die Zeit,
dann steigt Phönix aus der Asche – vielleicht schon heut.

© Cornelia G. Becker



Am Wegesrand



Am Wegesrand

Ein Blümchen stand am Wegesrand,
das keiner wirklich sah.
Es lächelte im Sonnenlicht,
und keiner nahm es wahr.

Wie selbstverständlich grüßte es,
und jeder ging vorbei.
Es wusste nichts von all dem Stress,
das war ihm einerlei.

Das Blümchen stand am Wegesrand
und leuchtete für sich,
und nur wenigen zauberte es,
ein Lächeln ins Gesicht.

© Cornelia G. Becker

Im Angesicht des Todes



Im Angesicht des Todes

Im Angesicht des Todes verändert sich Deine Sicht,
doch Dein tägliches Einerlei stört das nicht.
Vielleicht nur für Augenblicke oder auch Stunden
fühlst Du Dich mit dem Sterbenden verbunden.

Doch der Alltag zieht Dich immer wieder mit.
Für die einen ist das traurig, für die anderen Glück.
Für die wenigsten ändert sich dann das ganze Leben
und wem oder was sie zukünftige Lebenszeit geben.
Bei den meisten kommt schnell der gewohnte Gang,
in Gedanken beim Verstorbenen - von dann und wann.

Ändere Dein Bewusstsein für den Wert der Erdenzeit,
die Chancen für Veränderung stehen immer bereit.
Im Angesicht des Todes wird so manchem bewusst:
Er hat seine Chancen viel zu selten wirklich genutzt.

© Cornelia G. Becker


Du bist wertvoll für mich



Welche Menschen sind es wert in meinem Leben zu sein?
Welche sind es nicht?

Spiegeln die, von denen ich glaube, sie wären es nicht wert,
einfach nur Teile von mir, die ich selbst nicht haben möchte
und auf andere projiziere,
damit ich es mir bewusst machen könnte, wenn ich es wollte?

Das würde dann zur Konsequenz haben,
dass es alle Menschen in meinem Leben wert sind,
in meinem Leben zu sein -
völlig unabhängig davon, was sie tun oder in meinen Augen nicht tun.

Denn alle helfen mir ein Stück weiter zu mir selbst zu kommen...

Die einen, weil sie mir deutlich machen wollen, was ich nicht möchte
und
die anderen, weil sie mir deutlich machen wollen, was ich bereits kann.

So unterscheidet sich manchmal die Theorie von der Praxis.

und deshalb ein liebes Dankeschön an alle,
die bisher in meinem Leben waren und mir geholfen haben
und alle
die in meinem Leben sind und mir heute helfen.

© Cornelia G. Becker

Nimm Dir mal Zeit

Wir vergessen viel zu oft, was wirklich wichtig ist
und verlieren uns immer wieder in irgendeiner Pflicht.
Wenn das Schicksal uns in eine andere Richtung zwingt,
hören wir kurz, welche Melodie in unseren Herzen klingt.
Doch viel zu schnell holt uns der Alltag dann wieder ein,
was nicht sein kann, das darf halt einfach nicht sein.

Wo sind Deine Werte? Was zählt wirklich für Dich?
Unterwirfst Du Dich auch Deiner täglichen Pflicht?
Oder nimmst Du wahr, was um Dich herum geschieht,
und spürst Du noch, wer Dich versteht und liebt?
Das Leben hält so viel Schönes für Dich bereit.
Halte die Augen offen und nimm Dir mal Zeit.

© Cornelia G. Becker

Glück

Was ist denn nun Glück? Wo kommt es bloß her?
In einer Tour kommt mir die Wirklichkeit quer.
Ich suchte es im Außen und fand es nicht,
ständig blies Sturmwind in mein Gesicht.

Ich versuchte es, als Fels in der Brandung,
redete mit ein, das Leben sei Wandlung.
Kreativ suchte ich Lösungen für mich,
doch so richtig funktionierte das nicht.

Ich flog wie ein Schmetterling und tanzte im Licht.
Das Leiden der Welt interessierte mich nicht.
Doch es fühlte sich an wie "Kopf in den Sand"
mit der Hoffnung, jemand nimmt mich an die Hand.

Ich lebte mein Leben verträumt in meiner eigenen Welt,
angepasst an alles, was irgendeiner für wichtig hält.
Verantwortung übernehmen stand nicht zur Diskussion.
Wer braucht selbstbewusste Menschen denn schon.

Eines Tages kam der Wandel – alles änderte sich.
Was andere meinten, war nicht mehr wichtig für mich.
Ich erkannte, das es Glück niemals im Außen gibt.
Glück ist da, wenn ich mit Herz und Seele lieb.

© Cornelia G. Becker

Geratter im Kopf

Du sagst einen Satz, der andere denkt irgendwas.
Du spürst instinktiv: "Das war wohl kein Spaß?"
Er zieht sich zurück und spricht nicht mehr.
Dein lustiger Satz kam ihm heute quer.

Schnell beginnt dieses Geratter in Deinem Kopf.
Du hast etwas falsch gemacht, Du armer Tropf.
Der Fehler liegt ganz eindeutig alleine bei Dir.
Der andere kann ja so gar nichts dafür.

Hättest Du Deine Worte nur vorsichtiger gewählt,
dann hättest Du Dein Gegenüber nicht so gequält.

Dieses Geratter wird mit jeder Minute mehr.
Plötzlich schämst Du Dich Deiner Worte sehr.
Wie ist das bloß passiert, das fragst Du Dich.
Seine Reaktion gefällt Dir irgendwie nicht.

Du wirst immer kleiner und gemeiner zu Dir.
Du hinterfragst nicht mehr: "Was kann ich dafür?"
Rasend schnell dreht sich die Spirale nach unten.
Du hörst Stimmen, es öffnen sich alte Wunden.

Du fühlst Dich mit jedem Augenblick schlechter.
Du bewunderst den anderen, der ist viel gerechter.

Er hat Dich nicht verletzt, hat anders reagiert.
Jetzt bist Du ganz allein und total blamiert.
Hast Du schon einmal darüber nachgedacht,
was dieser Satz gerade mit dem anderen macht?

Vielleicht hat seine Reaktion nichts mit Dir zu tun.
Du könntest also auch gelassen in Dir selber ruhn.
Möglicherweise hat der andere heute ein Problem
und findet seine Welt gerade überhaupt nicht so schön.

Er projiziert seine Gefühle irgendwie auf Dich,
und Du merkst nur den feinen Unterschied nicht.

© Cornelia G. Becker

Den Tod vor Augen



Es gibt Situationen im Leben, da wird man mit dem Tod in einer Form konfrontiert, die man überhaupt nicht beeinflussen kann.
Wenn das einen anderen betrifft und ich hilflos daneben stehen muss und so gar nichts tun kann, ist das eine Sache.
Wenn ich aber durch die Unachtsamkeit eines Anderen mit meinem eigenen möglichen Tod konfrontiert werden, ist das etwas ganz anderes.

In Nanosekunden läuft das Schreckensszenario vor meinen Augen ab und ich versuche verzweifelt der Lage Herr zu werden. Wie im Film sehe ich auch mein ganzes Leben an mir vorbeiziehen und
wie durch ein Wunder überlebe ich und all die anderen Beteiligten diesen Augenblick. Zu unser aller Glück völlig unbeschadet.

Doch der Schock sitzt tief. Ich reagiere nur noch wie in Trance.
Zuhause angekommen wird mir bewusst, was ich da gerade erlebt habe.
Ich hätte mir gewünscht, es wäre jemand da gewesen, dem ich es einfach hätte erzählen können oder der mich einfach in den Arm genommen hätte.
Wie gerne hätte ich in diesem Augenblick "Ich hab Dich lieb" oder "Ich danke Dir" gesagt.

Plötzlich wird mir bewusst, wie dramatisch all das war und mein Schockzustand macht den Tränen Platz.

Meine Gedanken prasselten auf mich herab wie Regentropfen im Sturm.
Dabei glaubte ich immer, ich hätte irgendwie alles im Griff. Und wenn ich es genau nehme, stimmt das sogar. Denn wenn ich nicht geistesgegebnwärtig reagiert hätte, wären vermutlich einige andere Menschen mit mir zusammen an der Unachtsamkeit eines einzigen gestorben.

Aber es geht mir hier gar nicht um die Schusseligkeit eines einzelnen...

Mir wurde erschreckend deutlich bewusst, dass ich das Ende meines Lebens nicht wirklich beeinflussen kann. Genauso wenig wie die Art dieses Endes.
Es war auch nicht die Frage, was ich noch alles erleben hätte können, wollen oder dürfen.

All das war in diesem Augenblick so nebensächlich.

Ganz andere Gedanken fraßen sich durch mein Gehirn:

"Habe ich den Menschen, die ich liebe, das auch oft genug gesagt?"
"Habe ich mich für all die Gespräche, Unterstützungen und Freundschaften auch oft genug bedankt?"
"Wie habe ich das eigentlich geschafft, die Kontrolle zu behalten?"

Ein Gefühl von tiefer Dankbarkeit macht sich warm und liebevoll bemerkbar...

"Danke, lieber Schutzengel, dass Du mir die Möglichkeit gibst, mir noch einmal über das Geschenk des Lebens Gedanken zu machen!!!"

Und Tränen laufen über mein Gesicht...

© Cornelia G. Becker


Danke an alle, die da waren und mich in meinem Leben begleitet haben.
Ich hab Euch sehr lieb.

Regisseur, Hauptdarsteller, Statist oder Zuschauer?


Die Bühne Deines Lebens

Die Menschen um Dich herum spielen ein Theaterstück mit Dir,
und Du ganz persönlich schreibst täglich das Drehbuch dafür.
Willst Du heute ein Drama für Dich erleben und traurig sein,
kommen genau solche Menschen jetzt in Dein Leben herein.

Ihr spielt dann vielleicht eine Zeit gemeinsam euer Lebensspiel
und erreicht bei diesem Theater jeder für sich sein Abschnittsziel.
Sei dankbar für jeden Einzelnen, der diese Zeit mit Dir teilen will.
Er ist vielleicht Dein Retter und der wahre Held in Deinem Spiel.

Die Menschen um Dich herum spielen Theater mit Dir und für Dich,
und alle leuchten hinter ihren Masken wie ein strahlendes Licht.
Welche Rolle und welches Bühnenbild Du für Dich auch erwählst,
vielleicht erkennst Du, was Du selbst bist, auch wenn Du Dich quälst.

Dein wahres Ich hält früher oder später all diese Masken nicht mehr aus.
Geh doch jetzt gleich auf die Suche und finde es für Dich selbst heraus.
Erkennst Du den Unterschied zwischen Wahrheit und Deiner eigenen List,

dann lebst Du Dich wirklich und begreifst endlich, wer Du tatsächlich bist.

© Cornelia G. Becker

Liebe


Dieses eine Gefühl bleibt für die Ewigkeit,
trotz aller Wunden der Vergangenheit.
Ein Gefühl leuchtet tief in Deinem Ich,
das Leben und der Alltag zerstören es nicht.

Denn alles, was Dir im Leben widerfährt,
jede einzelne Erfahrung, die Dich etwas lehrt,
ist ein Geschenk, mehr und mehr erkennst Du Dich,
alles geschieht aus Liebe, siehst Du das denn nicht?

© Cornelia G. Becker

Über den Lügenbaron

Oder wenn Münchhausen damals schon Internet gehabt hätte....


Er meldet sich gleich an im Internet.
Man nennte es auch World Wide Web.
Auf vielen Seiten gibt es ein Profil,
und so beginnt ein schönes Spiel.

Da wird gelogen, dass sich Balken biegen,
und viel zu viele seine Worte lieben.
Sie kleben ihm an seinen Lippen,
staunend und selig - voll Entzücken.

Was er so alles zu erzählen weiß,
und alle glauben diesen Schei....
Fragen nicht, wer er wirklich ist.
Er schreibt ja, was jeder so vermisst.

Er schreibt von einer fernen Welt,
und einem Traum, der nicht zerfällt;
schreibt von Helden und von Wichten,
nicht allein nur in seinen Gedichten.

Er schreibt von dem, was er erlebt,
wie unter seinen Füßen die Erde gebebt.
Er schreibt sich so in manches Herz,
und dabei ist es bloß ein Scherz.

Mit viereckigen Augen stundenlang
kommen seine Worte im Internet an.
Für das Leben hat er oft gar keine Zeit,
ist dazu auch nicht wirklich bereit.

Das Leben ist hier doch wunderschön,
wofür denn noch vor die Türe gehn.
Mit einem Glas Schnaps, vielleicht auch Wein
fühlt er sich im Internet ganz daheim.

Wenn er mal keine Worte find,
geht er ins Internet geschwind.
Dort haben sich viel schon offenbart
und ganz und gar in seiner Art.

So muss er auch nicht lange schaun,
nach Menschen, die jedem vertrauen.
Er klaut ein Bild und so manche Geschichte.
Ihm glaubt ja jeder, diesem kleinen Wichte.

Und viele sind mal gern Münchhausen.
Gedanklich sind sie Helden da draußen.
In den Welten des World Wide Web
und wissen nicht mehr, wer der Depp.

Wenn Du meinst Du hättest ihn erkannt,
da ist er schon längst davon gerannt,
bastelt bereits an einem neuen Profil,
lügen ist das einzige wahre Ziel.

Er ist ein Mann, vielleicht ne Frau.
Wer weiß das hier schon so genau?
Münchhausen könnt irgendeiner sein,

allein der Gedanke ist schon gemein.

© Cornelia G. Becker

Glaubensbekenntnis



Danke für all die Menschen, die wie schöne Blümchen an meinem Wegesrand waren.
Danke für all die, die ein Stück des Weges mit mir gegangen sind.
Danke für alle, die ich kennen lernen durfte und die mir ihr Herz geöffnet haben.
Danke für alle, die mir Spiegel waren und bei denen ich lernen durfte, wer ich bin und sein will.
Danke für alle, die liebevolle Spuren in meinem Herzen hinterlassen haben.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
Cornelia G. Becker

Verantwortung Teil 3


Unsere Angst vor unserer möglichen Schuld
lässt uns unsere Verantwortung verleugnen.
Wir trauen uns nicht, uns ihr zu stellen.

Würden wir Verantwortung übernehmen,
wäre auch ein Scheitern möglich.
Dann würde vielleicht ein anderer
uns die Schuld geben.

Also lieber mit dem Strom schwimmen,
als sich abheben.
So fällt man nicht auf,
zieht keinen Neid
keine Eifersucht
und keinen Zorn auf sich.

Das ist zwar vermeintlich einfacher,
dient aber unserem Wachstum
überhaupt nicht.

© Cornelia G. Becker

Welche Rolle ist Deine?



Manchmal spielst Du in Deinem selbst inszenierten Drama die Hauptrolle.
Manchmal bist Du nur Statist.
Du könntest Dich auch dazu entscheiden, Zuschauer zu sein.
Dann fällt Dir vielleicht auf, dass Du alles inszenieren kannst wie Du es selbst willst.
Du wirst Autor und Regisseur Deines eigenen Stücks.

Die Frage ist nur: Willst Du Dich dieser Verantwortung auch stellen?

© Cornelia G. Becker