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Loslassen


Loslassen

Loslassen ist eine Kunst, die viele nicht verstehen,
weil sie meinen, dass Wege dann auseinander gehen.
Doch wenn Loslassen mit Vertrauen verbunden wird,
ganz egal, wohin Dich der Weg dann auch führt,
bleibt die liebevolle Nähe, die man trotzdem spürt.

© Cornelia G. Becker





Klein????



Klein????

Ich fühle mich klein und auch sehr allein.
Ich denke mich schlecht, bin zu mir sehr gemein.
Ich denke, ich hab es gar nicht verdient,
dass jemand mich aufrichtig und innig liebt.

Ich fühle mich traurig und völlig instabil.
Ich denke mich krank und bin sehr labil.
Ich denke, dass was in meinem Leben geschieht,
hab ich eigentlich gar nicht wirklich verdient.

Ich vergesse meinen Wert und meine Lebenssicht.
Ich denke mich selbst aus dem Gleichgewicht.
Ich denke, dass alle viel besser sind als ich
und Deine Liebe verdiene ich eigentlich nicht.

Warum fühle ich mich nur so klein?
Warum vergesse ich mein ganzes Sein?
Warum werde ich mehr und mehr grau?
Ich bin doch herrlich bunt - ich weiß es genau.

Und doch saugt der Alltagsschleier alles auf.
Die Spirale nimmt nach unten ihren Lauf.
Dabei hab ich hart gekämpft für meinen Lebenssinn.
Wo ist nur die ganze Motivation plötzlich hin?

Ich saug die Negativität auf wie einen Schwamm.
Die Umwelt zieht mich in ihren grausamen Bann.
Vergessen ist mehr und mehr, wer ich einmal war
und bewusst ist mir plötzlich die versteckte Gefahr.

Das Leben ist viel mehr, als sich klein zu halten.
Ich bin doch der Schöpfer, kann es neu gestalten.
Ich bin das Kind, das alles entdecken will
und meine Entwicklung steht niemals still.

Es ist mein Verstand, der alles glaubt, was er hört,
der sich über alles und jeden heftig empört,
der von Neid und von Unsicherheit getragen ist
und der glaubt, dass er alles im Leben ist.

Doch das Leben ist mehr als Neid und Hass,
vielmehr als Alltag und ständige Last.
Das Leben ist Liebe und Abenteuerlust
und nicht tun, was immer schon getan werden muss.

Ich steh jetzt auf und leb wieder mich.
Was andere darüber denken, interessiert mich nicht.
Ich bleibe im Jetzt und im Augenblick,
denn keiner bringt mir vertane Lebenszeit zurück.

© Cornelia G. Becker

Im Angesicht des Todes



Im Angesicht des Todes werden große Wünsche ganz klein.
Im Angesicht des Todes fühlst Du Dich vielleicht ganz allein.
Im Angesicht des Todes läuft der Film Deines Lebens ab,
und Du fragst Dich: "Hab ich wirklich gelebt an jedem Tag"?

Im Angesicht des Todes präsentiert sich die Wahrheit ungeniert.
Im Angesicht des Todes gibt es vieles, was an Bedeutung verliert.
Im Angesicht des Todes ist Dir eines wirklich ganz gewiss,
dass Du im Licht und in der Liebe geborgen bist.

© Cornelia G. Becker

Eine kleine Bitte...


Es wäre toll, wenn ihr diesem tollen Film ein Voting geben könntet, denn er ist echt wunderschön gemacht.
Vielleicht können wir so einen jungen aufsteigenden Künstler unterstützen :)
Vielen lieben Dank


Deine Welt


Deine Welt

Deine Welt entsteht aus dem, was Du glauben willst,
mit was auch immer Du gerade Deine Sehnsucht stillst.

Manchmal ist es die Sehnsucht nach Leid und Schmerz,
dann sehnst Du Dich nach einem mitfühlenden Herz.
Manchmal ist es die Sehnsucht nach Trauer und Tränen,
dann hoffst Du, jemand wird Dich in die Arme nehmen.
Manchmal ist es die Sehnsucht nach Krankheit und Sorgen
und Du denkst: Alles wird besser – vielleicht morgen.

Warum schaust Du nicht nach dem, was Du wirklich willst,
bevor Du Deine Sehnsucht mit soviel Elend erfüllst.
Warum siehst Du Dir nicht all Deine Ängste an,
sie ziehen Dich dann nicht in ihren traurigen Bann.
Warum stellst Du Dich nicht all Deinen Gefühlen,
statt auf so tragische Weise mit Deinem Leben zu spielen?

Denn wirst Du Dir bewusst, was Du da tust,
wie Du gerade nicht in Dir selber ruhst,
wie verloren Du Dich gerade fühlst,
wie dunkel Du Dein Leben grad siehst,
dann öffnet sich vielleicht ein Tür zum Ich,
und Du erkennst: In Dir ist immer Licht.

© Cornelia G. Becker




Irgendwo ist Licht



Und wenn an schweren Tagen
die Welt für Dich zusammenbricht,
Du darfst nicht gleich verzagen,
denn irgendwo ist immer Licht.
 
Wenn Tränen Dir ins Auge schießen
und der Schmerz Dich heftig trifft,
Du darfst Dich nicht verschließen,
denn irgendwo ist immer Licht.
 
Und wenn Du glaubst, es geht nicht mehr,
denn trostlos scheint die Welt für Dich,
dann kommt von irgendwo ein Engel her
und bringt Dir liebevoll ein Licht.
 
© Cornelia G. Becker

 

Lebe!

Mit freundlicher Erlaubnis der Künstlerin: Isabel Feistl

Lebe

Wenn das Leben Wege geht, die Du nicht verstehst
und über Stege geht, die Du lieber nicht gehst ...

Wenn das Schicksal schmerzhafte Zeiten bringt
und die glückliche Dir unter den Fingern verrinnt ...

Wenn die Welt Dir in einem anderen Licht erscheint
und Du hast all Deine Tränen für Dich geweint ...

Wenn danach die Hoffnung endlich überwiegt
und Dein Wunsch nach Neuem die Angst besiegt ...

Dann breite Deine Flügel wieder ganz weit aus,
und fliegt wie ein Schmetterling in die Welt hinaus.

© Cornelia G. Becker

(Auszug aus meinem Buch: Endlich Leben

Nachdenklich



Wir sind auf dieser Welt,

um zu arbeiten,
Geld zu verdienen,
unsere Existenz aufzubauen,
unseren Luxus zu erschaffen,
und all das entsprechend zu verteidigen.

Wir vergessen dabei,

dass andere Menschen diese Chancen nicht haben.
dass wir andere Menschen ausbeuten.
dass andere Menschen leiden.
dass andere Menschen hungern.

Wir reden uns ein,

dass andere eben einfach nicht genug tun.
dass andere vielleicht zu dumm sind.
dass manche eben nicht an die Spitze kommen.

Wir vergessen dabei,

dass wir vielleicht bessere Voraussetzungen hatten.
dass wir es auf dem Rücken vieler andere erschaffen haben.
dass wir unseren Luxus teilen könnten.

Wir verurteilen die anderen,

weil sie nicht unsere Werte vertreten.
weil sie nicht unseren Lebensstil leben.
weil sie eine andere Hautfarbe haben.
weil sie einfach anders sind.

Wir vergessen dabei,

welches Glück es ist, gesund zu sein.
welches Glück es ist, genug zu essen zu haben.
welches Glück es ist, sich etwas aufbauen zu dürfen.
welches Glück es ist, in Frieden leben zu können.
welches Glück es ist, nicht jeden Tag um sein Leben fürchten zu müssen.

Und eines vergessen wir dabei viel zu oft,
dass wir alle Liebe, Verständnis und Hoffnung geben können.

© Cornelia G. Becker

Unser Leben ist endlich


Unser Leben ist endlich

Unser Leben ist endlich,
da hilft mir auch kein klagen.
Und die Frage stellt sich:
Was mach ich mit den Tagen?

Wie bewusst will ich leben?
Wie genieße ich den Augenblick?
Was will ich anderen geben?
Was verstehe ich unter Glück?

Wie liegt eigentlich mein Lebenssinn?
Wie sehe ich meine Wirklichkeit?
Wie erkenne ich, wer ich bin?
Wie lange ist die Ewigkeit?

Wie kann ich Schmerzen überwinden?
Wo ist in der Dunkelheit das Licht?
Wie kann ich tiefe Liebe finden?
Wie viel Glauben habe ich?

Einer wird mich immer begleiten.
Ich werde immer gehalten sein.
Seine Liebe wird mich leiten,
denn ich bin niemals ganz allein.

© Cornelia G. Becker


Das Leben und sein Sinn...



Wir alle werden in unserem Leben mit Situationen konfrontiert, die wir nur allzu oft überhaupt nicht verstehen oder gar akzeptieren wollen.

Unser kleiner Kopf mit seinen - für uns sehr - begrenzten Möglichkeiten ist nicht in der Lage, den Sinn oder möglicherweise sogar unsere Bereitschaft dafür zu erkennen.

Wir glauben, wir wären Opfer des Schicksals - eben nur kleine Menschlein, die entweder einfach glücklich sind oder in der gemeinen Hölle des Alltags schmoren. Und wir schmoren dann auch noch ohne einen ersichtlichen Grund. Leid ist eigentlich völlig überflüssig und sinnlos. Wir sind an all dem sowieso niemals schuld. Von einer möglichen Entscheidung dafür oder gar einer eigenen Verantwortung ganz zu schweigen.

Nun gibt es Situationen im Leben, die sind bei den einen dramatischer und existenziell und bei den anderen eher glimpflich.
Wie jeder Einzelne darauf reagiert ist niemals wirklich sicher. Welche Kräfte ein Mensch in einer solchen Lage entwickeln kann, darüber lassen sich einfach keine Prognosen erstellen.

Was wir - oder zumindest die meisten - erst einmal fragen werden ist:
Warum passiert ausgerechnet mir das?

Es gibt Millionen über Millionen Menschen auf der Welt und ausgerechnet ich kriege es ab. WARUM?

Jetzt gibt es ja einige Theoretiker, die der Auffassung sind, dass es keine Zufälle gibt. Weder im positiven noch im negativen Sinn. Wir - und nur wir - haben unser Leben in der Hand und entscheiden darüber und sind auch allein dafür verantwortlich.

Andere sind der Ansicht, dass es Schicksal ist und wir diesem Schicksal hilflos ausgeliefert wären. Es geschieht eben und wir müssen versuchen, damit zu leben. Es wird sich schon ein Sinn finden - früher oder später.

Wieder andere meinen gar, dass Gott uns für unsere bisherigen schlimmen Taten bestrafen will und ohne diese Läuterung können wir niemals ins Himmelsreich und werden in der Hölle schmoren bis in alle Ewigkeit.

Wenn ich nun so über mein eigenes Leben nachdenke, dann weiß ich gar nicht mehr genau, wie oft ich mir selbst diese Frage nach dem Warum gestellt habe.
Mit Gott habe ich dabei sehr oft gehadert und war wütend. Ich hätte nur zu gerne gewusst, warum er mir das alles antut.

Später fragte ich mich dann, was das Schicksal mir eigentlich sagen und welche Aufgabe ich lernen will, dass es mir immer wieder den gleichen Mist vor die Füße wirft?
Wie lernfähig war ich eigentlich tatsächlich?
Da fallen mir dann so Redensweisheiten unserer - ach so schlauen - Mitmenschen ein, die sehr schnell den Finger in die Wunden legen und fest davon überzeugt sind, dass sie all das viel besser abgehandelt hätten.

Es dauerte viele Jahre bis ich die Möglichkeit überhaupt in Betracht gezogen habe, dass ICH das alles so gewollt habe und dass ich allein die Verantwortung dafür trage.

Was heißt das denn?
Welche Konsequenzen hat das für meine ganz persönliche Lebenseinstellung?
Wie wird sich mein Verhalten anderen gegenüber verändern, wenn ich mehr und mehr erkenne, dass es wirklich so ist?

Dann bin ich plötzlich verantwortlich. Ich allein und sonst niemand.
Verantwortlich egal für was und immer und überall.

Also so etwas ist natürlich - ganz klar - starker Tobak und wer das glaubt, ist ja wohl ein totaler Spinner. Oder etwa nicht?

Ich bin doch nicht dafür verantwortlich, dass es Kriege auf der Welt gibt.
Ich bin auch nicht verantwortlich dafür, dass die einen die anderen ausnehmen und glauben, das müsste so sein.
Ich bin auch nicht für das Leben und die schrecklichen Ereignisse im Leben eines anderen verantwortlich.
Ich bin nicht einmal dafür verantwortlich, wenn eine Beziehung zerbricht z.B. aufgrund irgendwelcher Schmerzen aus der Vergangenheit.
Das geht mich ja alles nichts an und hat mit mir überhaupt nichts zu tun.

Ist es wirklich so einfach oder drücken wir uns nur vor der Möglichkeit, eine Veränderung zum Wohle aller herbeizuführen?

Was wäre, wenn wir uns als das vermeintliche Opfer einfach nur besser fühlen?
Wenn wir uns unsere Verantwortung nur nicht eingestehen wollen?
Das tun ja alle, also falle ich mit meinem Verhalten nicht auf.
Wenn ich aber aufstehe und versuche etwas zu verändern, könnte mich das mein Leben kosten. Im besten Fall erhebe ich mich aus dieser grauen Masse, zeige Zivilcourage und falle auf. Das geht dann ja schon mal gar nicht. Da wird die Luft plötzlich sehr dünn und die, die das so nicht wollen, sind auf einmal da und halten dann auch noch zusammen.
Nein, das kann ich mir nicht antun. Das hat auch gar keinen Sinn und ich kleines Würstchen kann ja nicht die Welt verändern.
Wie überheblich ist das denn?
Was glaube ich denn, wer ich bin?
Nein, so geht das nun wirklich nicht.

Und genau diese Einstellung ist es, die duckend akzeptiert, dass das Leben so ist wie das Leben eben ist. Im Zweifel finden wir ja auch immer einen anderen, der dafür verantwortlich ist.

Ich bewundere jeden, der dieses ganze System der vermeintlichen Notwendigkeiten hinterfragt und in Zweifel zieht.
Ich bewundere jeden, der es gegen alle Widerstände versucht zu verändern.
Ich bewundere jeden, der sich fragt, warum er gerade jetzt und hier dabei ist?
Ich bewundere jeden, der darüber nachdenkt, was es mit ihm selbst zu tun hat. Denn wenn es nichts mit ihm selbst zu tun hätte, dann wäre er da nicht mittendrin oder auch nur in der Nähe.

Daraus ergeben sich für mich ganz wichtige Fragen:
WARUM habe ich mir solche Situationen ausgesucht? WAS bin ich bereit, dabei zu lernen?

Denn meine Bereitschaft und mein Einverständnis scheinen irgendwie ja da zu sein.

Viele gehen hier sicherlich auf die Barrikaden. Es gibt hunderttausende von Gründen, warum ich das auf keinen Fall so gewollt haben kann.

Und wenn doch?
Wenn ich damit etwas lernen wollte?
Wenn ich damit etwas verändern wollte?
Wenn ich daran wachsen wollte?
Wenn ich so irgendwann den Sinn meines Lebens erkennen kann?
Wenn ich mit diesen Erfahrungen werde, was ich wirklich bereit war zu sein, als ich auf die Welt kam?
Wenn ich dann nicht nur mich verstanden habe, sondern vielleicht auch bereit bin, die Verantwortung für alles zu übernehmen?
Wenn einfach nichts ohne einen Sinn geschieht?

Dann...
dann kann ich Gott und die anderen nicht mehr verantwortlich machen, für das, was ich NICHT bereit bin zu verändern... zum Wohle aller und zu meinem eigenen.

Was wäre unsere Welt, wenn wir uns bewusst wären, welche Macht wir wirklich haben.

Oder mit den Worten von Nelson Mandela:
"Jeder Mensch ist dazu bestimmt, zu leuchten! Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind, unsere tiefgreifendste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht. Wir fragen uns, wer ich bin, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen? Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes.

Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen, dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen. Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.

Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen. Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen, geben wir anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere."

© Cornelia G. Becker


Das Kind in mir

Da ist ein Kind in mir, das so gerne mal lacht.
Da ist ein Kind in mir, das verrückte Dinge macht.
Es lebt so völlig frei und ungeniert.
Ihm ist es egal, ob es sich blamiert.

Da ist ein Kind in mir, das sich nicht anpassen will.
Da ist ein Kind in mir, das träumt noch ganz viel.
Es lebt in einer ganz anderen freien Welt.
Ihm ist es egal, das Streben nach Macht und Geld.

Da ist ein Kind in mir, das manchmal auch tobt.
Da ist ein Kind in mir, das sehnt sich nach Lob.
Es ist authentisch, gibt sich dem Abenteuer Leben hin.
Ihm ist es egal, dieses ständige Fragen nach Lebenssinn.

Da ist ein Kind in mir, das träumt vom großen Glück.
Da ist ein Kind in mir, das genießt jeden Augenblick.
Es ist voller Hoffnung und Glauben, voller Liebe und Licht.
Ihm ist es egal, wie ein Erwachsener darüber spricht.

Dieses Kind in mir ist so herrlich unbeschwert und frei.
Gesellschaftliche Konditionierungen sind ihm einerlei.
Es träumt - kindlich naiv - von einer besseren schöneren Welt.
Ich bete, dass dieses Kind nicht in der Wirklichkeit zerfällt.

© Cornelia G. Becker

Mit den Augen eines Kindes



Mit staunenden Augen bist Du ins Leben gekommen,
doch viel zu schnell hat man Dir Deine Träume genommen.

All Deine Abenteuerlust und Deine Kreativität
wichen einer traurigen und schmerzvollen Realität.

All Deine Liebe, Dein Vertrauen und Dein Licht
wichen dem Alltag - Du verlorst Dein Gesicht.

Dein Wille, Deine Stärke, Deine Entschlossenheit
wichen der gesellschaftlich notwendigen Alltäglichkeit.

Dein Mut, Deine Lust am Leben wurden konditioniert.
All das hat Dich fast zerstört und völlig desillusioniert.

Die Hoffnung ist Dir dennoch erhalten geblieben,
Hoffnung darauf, sie würden Dich irgendwann lieben.

Du verlierst Dich und flüchtest vor der Wirklichkeit,
flüchtest in irgendeine Sucht oder in die Einsamkeit.

Ziehst Dich immer weiter in Dich selber zurück
und träumst verzweifelt von Deinem Lebensglück.

Was haben sie wirklich erreicht in all diesen Jahren?
Haben sie Dich beschützt vor all diesen Gefahren?

Die Zeit heilt alle Wunden, hat mal einer erklärt,
und all die tiefen Narben in Stärke verkehrt.

Doch sie brennen sich auch heute noch tief in Deine Haut...
und eine Frage bleibt: "Warum hab ihr mich nicht geliebt und mir einfach vertraut?"

© Cornelia G. Becker


Wenn wir alle Engel wären


Wenn wir alle Engel wären

Wenn wir alle Engel wären
und uns liebten wie wir sind,
würden viele sich nicht so zerstören
und nicht denken, der andere spinnt.

Wenn wir alle Engel wären
und das Menschsein auch verstehn,
würden wir Erfahrung nicht bewerten
und die Unschuld in uns sehn.

Wenn wir alle Engel wären
und die Welt nur unser Spielplatz ist,
würden wir Glück und Freude leben
und wüssten auch, was Liebe ist.

© Cornelia G. Becker

Es sind immer die anderen „schuld“

Weshalb machen wir eigentlich immer wieder Gott für all die Zerstörung verantwortlich,
die wir an jedem Tag begehen?

Weshalb machen wir eigentlich immer wieder Gott für all die Wunden verantwortlich,
die wir tagtäglich anderen zufügen?

Weshalb machen wir eigentlich immer wieder Gott für all das Leid dieser Welt verantwortlich,
dass wir täglich erleben?

Weshalb machen wir eigentlich immer wieder Gott für all die Dinge verantwortlich,
die wir längst ändern könnten, wenn wir es nur wollten?

Weil wir uns unserer Verantwortung nicht stellen wollen und
lieber unschuldige Opfer eines „ungerechten“ Gottes sein wollen?

© Cornelia G. Becker

PS.: Ich glaube nicht an Schuld! Aber sie ist eine sehr bequeme Ausrede.

Nur anders


Etwas, das anders ist, als wir es kennen, macht uns erst einmal Angst. Doch bietet es auch eine Unmenge wunderbarer Chancen.

Aber wie stellen wir uns dieser Angst?
Wir verdammen, was wir nicht kennen. Wir urteilen über etwas, von dem wir eigentlich fast gar nichts wissen. Wir bilden uns eine Meinung aus unserer Sicht, mit unserer verzerrenden Brille und unserer ganz persönlichen Lebenseinstellung – von der wir auch noch glauben, dass es die einzig richtig ist und für alle gelten sollte.
Wir stellen uns dieser Angst, in dem wir fordern, dass doch am besten alles so bleiben soll, wie es schon immer war. Unsere vorgegebene hohe Toleranzgrenze sinkt dann plötzlich auf eine Schwelle, die beim genaueren Hinsehen einfach nur traurig machen kann. Doch das merken wir nicht einmal.

Nehmen wir das Beispiel Flüchtlinge.
Was für ein Thema in dieser Vorweihnachtszeit? Was für eine unglaubliche Chance zur Heilung verbirgt sich dahinter? Das könnte ja mit einem Mal die ganze Welt und vor allem die eigene Sichtweise total verändern, wenn wir es nur so sehen könnten oder wollten.

Ich habe mir dazu mal Gedanken gemacht und plötzlich waren viele Fragen da, die mich irritierten und beschämten.

Wieviel Mut gehört eigentlich wirklich dazu, seine Heimat zu verlassen und in einem fremden Land unter fremden Menschen ganz von vorne zu beginnen?
Wieviel Verzweiflung fühlt ein Mensch, dass er diesen Schritt wirklich wagt?
Was bedeutet es, mit nichts als den Kleidern auf der Haut aufzubrechen und sein eigenes Leben zu riskieren für eine ungewisse Zukunft?
Wie fühlt sich jemand, wenn er mit diesem Überfluss und dieser Wegwerfgesellschaft konfrontiert wird und in seiner Heimat unter Hunger und Durst leiden musste?
Wie schwer ist es für diesen Menschen, auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein und als Bettler dazustehen?
Wie fühlt sich ein Mensch mit dieser Vergangenheit, wenn er über einen unserer Weihnachtsmärkte geht und sieht, wie Essen in einem Mülleimer landet?
Was denkt er wohl, wenn er erlebt, wie wir hier mit Weihnachten umgehen (Bemerkung am Rande: Nicht alle Flüchtlinge sind Muslime)?
Wie würde ich mich an seiner Stelle fühlen?

Das mögen für manche Menschen wirklich unsinnige Fragen sein und sie haben vielleicht auch schnell eine Antwort parat.
Mich haben diese Fragen sehr betroffen gemacht, denn ich konnte sie nicht beantworten. Meine einzigen Reaktionen waren Tränen in den Augen und eine seltsam hilflose Betroffenheit.

Ich konnte mich sehr gut daran erinnern, dass ich einmal sagte, dass mir vier Wände, ein Dach über dem Kopf und jemanden, der mich wirklich liebt schon reichen würden. Doch mit vier Wänden und einem Dach über dem Kopf meinte ich auch fließendes Wasser und natürlich eine Toilette und so manche anderen Annehmlichkeiten. Das sah mein Gesprächspartner allerdings ganz anders. Woher sollte ich auch wissen, dass ihm das, was ich als selbstverständlich ansah einmal für eine lange Zeit gefehlt hat? Ich war über meine Art zu denken tatsächlich schockiert und merkte plötzlich, dass nichts wirklich selbstverständlich ist.

Wie verzweifelt muss jemand sein, dem alles genommen wird? Und ich meine wirklich alles, sodass ihm nur noch die Kleider auf seiner Haut bleiben? Was geht in einem solchen Menschen wirklich vor? Auch darüber habe ich nachgedacht und gemerkt, dass ich mir das zwar sehr gut ausmalen kann, aber wie ich mich fühlen würde, wenn ich es wirklich erleben würde, dass wusste ich immer noch nicht.

Dann kam ein Tag in meinem Leben, da war meine eigene Verzweiflung so groß, dass ich wirklich alles hinter mir ließ und an einem anderen Ort ganz von vorne begann – ohne eine Bett oder irgendwelche Möbel ohne Arbeit und mit wenig Geld. Das war eine sehr interessante Lebenserfahrung und hat mir vieles bewusster gemacht. Es gehört Mut dazu, einen solchen Schritt überhaupt zu wagen. In unserer Gesellschaft bedeutet es außerdem, dass ich mit Meinungen und Ansichten konfrontiert wurde, die ich vorher nicht so ernst genommen hatte. Es gab nur sehr wenige, die mir geholfen haben und die meisten haben mich für verrückt erklärt.

Ich bin kein Flüchtling und ich weiß nicht, wie ich mich fühlen würde, wenn ich einer wäre. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, in meiner Heimat mit dieser unglaublichen Angst konfrontiert zu sein. Ich weiß auch nicht wirklich, wie ich mich fühlen würde, wenn ich darauf angewiesen wäre, dass mir andere helfen oder ich um Hilfe bitten müsste.

An eines kann ich mich allerdings noch sehr gut erinnern: Ich hatte nicht den Mut dazu, meine Heimat zu verlassen und in ein anderes Land zu gehen, als ich danach gefragt wurde. Und das war keines der Dritten-Welt-Länder und ich wäre auch nicht allein gewesen. Aber ich habe es dennoch nicht gewagt. Ich hatte unglaublich viele Gründe, es nicht zu tun. Alle waren vernünftig und plausibel. Was ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht eingestehen konnte war: Es machte mir einfach Angst, in eine ungewisse Zukunft aufzubrechen.

Wir reden hier oft über Toleranz und Anpassung. Was bedeutet das wirklich? Wir möchten, dass unsere Welt so bleibt, wie sie ist, weil wir Angst vor Veränderungen haben. Deshalb möchten wir, dass sich andere an unsere Regeln anpassen und so funktionieren, wie wir es kennen. Doch Toleranz beginnt bei uns selbst. Toleranz beginnt damit, etwas, dass ich nicht kennen, nicht gleich zu be- und verurteilen, sondern es erst einmal kennenzulernen und zu versuchen, es zu verstehen. Toleranz beginnt nicht mit Forderungen, sondern mit einer Hand, die ich einem Menschen reiche, der anders lebt und denkt als ich.

Außergewöhnliche Situationen beinhalten unglaublich viele Chancen. Darin sieht vielleicht jeder etwas anderes.
Ich sehe darin die Chance, etwas zu heilen und auszugleichen, meine Sichtweise zu korrigieren und mich zu hinterfragen. Die Chance darüber nachzudenken, wie ich mich fühlen würde und ob ich diesen Mut überhaupt hätte.

Was hindert uns daran, eine dieser Familien zu unserem Weihnachtsfest einzuladen und ein gemeinsames Fest zu gestalten? Was hindert uns daran, die Bereitschaft zu zeigen, Sprachbarrieren zu überwinden, den anderen kennenzulernen und zu teilen? Was hindert uns daran, dies an jedem anderen Tag auch zu tun und nicht nur zu Weihnachten? Was können wir dabei wirklich verlieren? Um wieviel reicher würde uns das vielleicht machen?

Was habe ich vor einiger Zeit in einem Film gehört: „Von innen sind wir alle gleich.“


In diesem Sinne wünsche ich allen eine besinnliche und glückliche Weihnachtszeit.

veröffentlicht in Huffington Post Deutschland

© Cornelia G. Becker


Eine Wahl


Eine Wahl

Wie viel Leid ist ein Mensch bereit zu tragen?
Wann wird er aufstehen und neue Wege wagen?

Wie lang ist er hinter seinen Mauern eingesperrt,
bis er sich endlich gegen das vermeintliche Schicksal wehrt?

Braucht er das Leid, um sich selbst zu finden?
Kann er seine Mauern liebevoll überwinden?

Worin liegt der Sinn bei Leid und Schmerz?
Sind sie Türen zur Liebe in seinem Herz?

Wann wird er Liebe und Verständnis für sich haben?
Wann stellt er sich seinem Wesen und seinen Gaben?

Was will er lernen? Was soll er fragen?
Wie viel Leid muss er denn noch ertragen?

Das Leben ist nur in meinem Denken Qual,
denn ich habe immer auch eine andere Wahl!

© Cornelia G. Becker


Deine Welt


Deine Welt

Ist Deine Welt das, was Du sehen willst
oder mehr das, was Du denkst und fühlst?

Wie nimmst Du eigentlich Deine Wirklichkeit wahr?
Siehst Du darin die Chance zur Entwicklung oder Gefahr?

Was empfindest Du, wenn alles um Dich herum zerfällt?
Was ist es, dass Dich dann immer noch aufrecht hält?

Was geht in Dir vor, wenn Du Nachrichten siehst?
Sind es Mitgefühl und Liebe, die Du dann spürst?

Wie kannst Du heilen, was Dich so sehr verletzt?
Wie kannst Du vergeben, dem, der über Dich hetzt?

Was fühlst Du, wenn Du jemandem ein Lächeln schenkst?
Glaubst Du, dass Du sein Leben einen Augenblick erhellst?

Wie erhältst Du Glauben und Hoffnung für Dich?
Welche Wege führen von der Dunkelheit ins Licht?

Erkennst Du Dich selbst in Deiner kleinen Welt?
Erkennst Du den Schöpfer und den wahren Held?

Für Deine Welt hast Du Dich ganz alleine entschieden.
Entscheide Dich, was Du erschaffen hast auch zu lieben.

© Cornelia G. Becker


Liebe


Dieses eine Gefühl bleibt für die Ewigkeit,
trotz aller Wunden der Vergangenheit.
Ein Gefühl leuchtet tief in Deinem Ich,
das Leben und der Alltag zerstören es nicht.

Denn alles, was Dir im Leben widerfährt,
jede einzelne Erfahrung, die Dich etwas lehrt,
ist ein Geschenk, mehr und mehr erkennst Du Dich,
alles geschieht aus Liebe, siehst Du das denn nicht?

© Cornelia G. Becker