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Im Angesicht des Todes



Im Angesicht des Todes werden große Wünsche ganz klein.
Im Angesicht des Todes fühlst Du Dich vielleicht ganz allein.
Im Angesicht des Todes läuft der Film Deines Lebens ab,
und Du fragst Dich: "Hab ich wirklich gelebt an jedem Tag"?

Im Angesicht des Todes präsentiert sich die Wahrheit ungeniert.
Im Angesicht des Todes gibt es vieles, was an Bedeutung verliert.
Im Angesicht des Todes ist Dir eines wirklich ganz gewiss,
dass Du im Licht und in der Liebe geborgen bist.

© Cornelia G. Becker

Durch den Tunnel ins Licht

Du fühlst Dich unabhängig, brauchst keinen andern.
Du kannst jeden schwierigen Weg alleine wandern.
Du bist stark und kennst Deine Schwachstellen genau.
Du bist Dir so sicher, trägst Selbstbewusstsein zur Schau.

Doch wenn Du in stillen Minuten wirklich fühlst
und dann Deine Einsamkeit und Deine Angst spürst,
erkennst Du vielleicht, was Du alles verdrängen willst
und dass Du so Deine Sehnsucht nicht wirklich stillst.

Du hast Angst vor der Liebe und vor der Intimität.
Integriere Deinen Schatten - irgendwann ist es zu spät.
Denn eigentlich versteckst Du Dich vor Deinem Schmerz
und erkennst nicht Dein trauriges und einsames Herz.

Trau Dich zu leben, spreng die Mauern um Dich.
Stell Dich dem Leben, geh durch den Tunnel ins Licht.
Es wird Dich überraschen wie einfach das ist,
wenn Du erkennst, wer Du in Wirklichkeit bist.

© Cornelia G. Becker

Kontrolle und Manipulation

Mit Kontrolle verbirgst Du nur Deine Angst.
Du manipulierst – glaubst, dass Du es nicht kannst.
Du schweigst still und leidest für Dich,
und darüber reden, dass willst Du nicht.

Du kontrollierst und manipulierst, weil Dir Vertrauen fehlt.
Du sprichst nicht, weil Du ja stark bist und es alleine geht.
Was Du dabei ganz sicherlich übersiehst,
ist Dein Partner, der Dich wirklich liebt.

Mit der Zeit versteckst Du Dich immer mehr.
Jede kleinste Frage kommt Dir irgendwie quer.
So kontrollierst und manipulierst Du auch Dich,
bis der andere geht und die Liebe zerbricht.

Sag doch ein Wort - es befreit auch Dich.
Sprich an, was Dich quält, versteckt Dich nicht.
Vielleicht tut es gut, wenn Du die Kontrolle kurz verlierst,
weil Du dann die Angst und den Schmerz endlich spürst.

© Cornelia G. Becker

All-ein


Wenn Du Dich einsam und verlassen fühlst
und meinst, dass Dich keiner wirklich sieht,
dann denk darüber nach, wer Du wirklich bist
und welches Glück diese Stille für Dich ist.
So spürst Du ganz tief in Dich hinein
und findest heraus: Wir sind niemals allein.

© Cornelia G. Becker

Vergebung ist ein langer Weg

So schwer wie es ist, über dieses Thema zu schreiben und die richtigen Worte zu finden, so schwer ist es auch zu vergeben: Anderen und sich selbst.

Es scheint jedoch einfacher zu sein, einem anderen irgendwann zu vergeben.
Ihn zum alleinigen Schuldigen zu erklären, geht jedenfalls wesentlich schneller. Es ist ja auch leichter, beim anderen Wunden zu erkennen, als seine eigenen wahrzunehmen. Salz streut sich bei anderen viel besser.
Genauer hinzusehen, Handlungen und Verurteilungen (auf beiden Seiten) genauer zu hinterfragen kostet Kraft und erfordert Ehrlichkeit mit sich selbst.
Dem anderen später wirklich vergeben zu können ist ein langer Weg. Vermutlich mit vielen Tränen, Wut und vielleicht sogar mit Rachegelüsten.
Die Vergangenheit lässt sich nun mal nicht mehr korrigieren. Aber ich kann lernen, sie loszulassen. Ob ich es jemals vergessen werde, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Der Weg zurück zu mir beginnt mit einer Korrektur meiner ganz persönlichen Sichtweise.
Wahrscheinlich stellt sich früher oder später auch die Frage, ob ich hätte anders handeln können.
Viele glauben nun, es wäre wenig sinnvoll ernsthaft darüber nachzudenken.
Doch wenn ich nicht bereit bin, mein eigenes Verhalten noch einmal anzuschauen, wie will ich dann aus meinen vergangenen Erlebnissen etwas lernen? Wie will ich sie verwandeln, wenn ich nicht hinsehen will und sie am liebsten komplett aus meinem Gedächtnis streichen möchte?

So mancher wird jetzt sagen: "Du konntest nicht anders handeln, sonst hättest Du es ja getan!"
Aber so einfach ist das vermutlich nicht.
Ab einem gewissen Alter sollte ich sehr wohl in der Lage sein, (mehr oder weniger) meine ganz persönlichen Interessen auch entsprechend durchzusetzen.

Dennoch fällt genau das den meisten Menschen schwer.
Warum ist es immer wieder eine Herausforderung?

Weil wir alle Angst haben, die Konsequenzen unserer Handlungen zu tragen.
Wir haben Angst davor, allein und ungeliebt zurückzubleiben.
Wir passen uns lieb und brav an - auch wenn wir das gar nicht wollen.

Erst wenn der eigene Leidensdruck übermächtig und erdrückend ist, bin ich zu einer Aktion fähig.
Wenn ich aber wirklich ehrlich zu mir selbst bin, muss ich mir eingestehen, dass ich schon viel früher hätte handeln müssen.
Später versuche ich vielleicht, dem anderen zu vergeben, was er mir angetan hat.
Was habe ich mir eigentlich in all der Zeit selbst angetan?

Der Weg zur eigenen Vergebung kann noch Jahre dauern und viele Hindernisse haben.
Der erste Schritt ist vielleicht gemacht, wenn ich erkennen kann, dass auch ich an den Ereignissen nicht ganz so unbeteiligt war wie ich das gerne gewesen wäre. Schließlich hätte ich ja auch sofort meine unangenehmen Gefühle wahrnehmen und nein sagen können. Aber ich tat es nicht. Ich habe lieber mich selbst und meine Gefühle und Ängste verleugnet.

Eine solche Erkenntnis könnte mir neue Türen zu mir selbst öffnen. Jetzt kann ich lernen, mir selbst zu vergeben.

Wer allerdings denkt und hofft, der Weg der Vergebung wäre danach zu Ende und alles wäre geheilt, der könnte sich irren. Denn um eine wirkliche Heilung zu erreichen, muss jeder für sich selbst seinen eigenen Frieden schließen. Und dieser Frieden setzt noch einen weiteren Schritt voraus: Den anderen um Vergebung bitten.

Warum sollte ich aber einen anderen um Vergebung bitten, für das, was er mir angetan hat?
So ein Blödsinn!

Doch es ist kein Blödsinn. Wenn ich nämlich damals für mich selbst gesorgt hätte, dann wäre seine Handlung vielleicht gar nicht zustandegekommen.

Was aber, wenn der andere mit nicht vergeben will? Wenn er meine Bitte mit Hass und Wut beantwortet? Wie kann ich damit umgehen?

Für mich war es wichtig, zu erkennen, dass ich einen anderen nicht zu Veränderungen veranlassen kann. Somit auch nicht dazu, dass er mir vergibt.
Er hat seinen eigenen Weg.
Wie lang dieser sein wird und ob er mit jemals vergeben wird, all das kann ich nicht beeinflussen. Ich kann ihn vielleicht noch mit meinen guten Gedanken begleiten und ihm Kraft wünschen. Aber ich kann niemals seinen Weg für ihn gehen.

Vielleicht ist mein eigener Weg zur Vergebung auch gar nicht von seiner Antwort abhängig.
Mein Bewusstsein und meine Wahrnehmung haben sich schon verändert.
Ich habe mich verändert.
Ich habe Verantwortung für mich übernommen und bin auch bereit, die Konsequenzen zu tragen.
Ich habe mich entschlossen, besser auf mich zu achten und nein zu sagen, wenn ich nein sagen will.

Es ist ein langer Weg, mit vielen Tränen, mit Schmerz und manchmal auch mit Hilflosigkeit und Verzweiflung.
Es ist ein Weg zu mir selbst.
Dieser Weg beginnt mit einem kleinen, unsicheren, ersten Schritt.
Doch er lohnt sich immer!

© Cornelia G. Becker

Mehr dazu findet Ihr in meinem Buch "Endlich leben", erhältlich bei Amazon als Kindle und als Taschenbuch.

Internet-Ersatz-Leben

Hinter einem Profil im World Wide Web
macht sich so mancher freiwillig zum Depp.
Er entwirft jeden Tag ein neues Bühnenstück,
verliert für die Realität mit der Zeit den Blick.

Hinter seiner Maske spielt er sein Spiel.
Spaß ganz allein, das ist das wahre Ziel.
Immer mehr verliert sich der Blick für die Welt,
bis das eigene Leben von alleine zerfällt.

Doch Leben findet nicht vor dem Bildschirm statt,
bist Du auch der Held in Deiner virtuellen Stadt.
Du siehst so nur nicht Deine traurige Einsamkeit,
und versinkst mehr und mehr in der Abhängigkeit.

Wenn irgendwann unverhofft der Storm ausfällt,
dann zerbricht Deine selbstgebaute Internetwelt.
Weißt Du dann noch, wer Du eigentlich bist
und das "Leben leben" etwas ganz anderes ist?

© Cornelia G. Becker



Es ist die Liebe


Es ist die Liebe

Es ist die Liebe, die Dich von Schmerzen befreit.
Die Liebe ist das Licht in Deiner Dunkelheit.

Es ist die Liebe, die Dir hilft auf Deinem Weg.
Die Liebe begleitet Dich über den unsicheren Steg.

Es ist die Liebe, die Dir einen Regenbogen malt.
Die Liebe trägt Dich auch an einem schweren Tag.

Es ist die Liebe, die Dich wieder zu Dir selber bringt.
Die Liebe bringt das frohe Lachen wie bei einem Kind.

Es ist die Liebe, die Dich immer wieder hält,
auch wenn Du glaubst, dass alles in Dir zerfällt.

© Cornelia G. Becker


Was lieben bedeuten kann




Lieben bedeutet vielleicht:
Loslassen und Glück wünschen

Lieben bedeutet vielleicht:
Liebevolle Erinnerungen in der Vergangenheit lassen und die Gegenwart erleben und für die Zukunft planen und nicht, sich an diesen Erinnerungen festzuklammern.

Lieben bedeutet vielleicht auch:
Zu erkennen, dass solche Bänder nicht zerschnitten sind, nur weil die Menschen, die man liebt, andere Wege gehen.

Lieben bedeutet vielleicht:
Dankbarkeit empfinden, für all diese wunderschöne Zeit mit dem geliebten Weggefährten.

© Cornelia G. Becker

Liebst Du Dich?


Weil Deine „Liebe“ mir weh getan hat, habe ich lieber ganz darauf verzichtet und mich selbst lieblos behandelt.
Solange, bis ich glaubte, nicht mehr liebenswert zu sein, wenn ich bin wie ich bin.

Weil Deine „Liebe“ mich einsperrte, habe ich mich als Gefangene im eigenen Käfig gefühlt. Ich habe es mir wohnlich gemacht und die Tür von innen zugehalten.
Solange, bis ich die Einsamkeit nicht mehr ertragen konnte, die einfacher zu leben war, als zu erkennen, dass ich frei wie ein Vogel fliegen könnte.

Weil Deine „Liebe“ mir die letzte Hoffnung geraubt hat, habe ich mich selbst aufgegeben und fast meine Identität verloren.
Solange, bis ich nicht mehr wusste, wer ich selbst bin, nur um Dir nicht sagen zu müssen, wie weh Du mir jeden Tag tust. Nur um keine Entscheidungen treffen zu müssen, die sich allein mit meiner Liebe zu mir beschäftigt hätten.

So habe ich langsam und schleichend immer mehr die Kontrolle über mein Leben abgegeben und mich von Deiner „Liebe“ zu mir bestimmen lassen.

Weil ich glaubte, dass ich von außen bekommen werde, was ich mir so sehr wünschte:
Geliebt zu werden, wie ich bin.

Mit den Jahren entstand mein ganz persönliches Gefängnis.
Doch der Wille, die selbstgebauten Mauern zu durchbrechen, die eigenen Ketten zu sprengen und endlich zu leben, zu lieben und frei zu sein, war stärker.

Es ist ein langer Weg zum Erkennen und zur Vergebung.
Ein Weg, den ich jeden Tag neu definiere, neu von Dornenhecken und Unkraut befreie.
Ein Weg, auf dem ich jeden Tag wieder Hürden überwinden und Entscheidungen treffe.

Ein Weg zu mir selbst.

© Cornelia G. Becker

Versuch



Ich habe versucht, es in böse Worte zu fassen.
Ich dachte, ich könnt Dich irgendwie hassen.
Doch kläglich ist ’s beim Versuch geblieben,
denn eigentlich wollte ich Dich ewig lieben.

Ich habe versucht, wütend auf Dich zu sein.
Doch meine Gefühle sind gar nicht gemein.
Ich dachte erst, ich leb die ganze Traurigkeit,
und schließ mich ein, in trostloser Einsamkeit.

Doch ist auch das beim Versuch geblieben,
mein Herz will nicht hassen, es will lieben.

© Cornelia G. Becker

Die Seele auf dem Weg ins Licht

Wenn der Himmel Bilder malt...

Wenn jemand traurig vor mir steht,
sein Schmerz in Tränen untergeht,
dann sehe ich ein Licht am Horizont,
und fühle, wo seine Seele wohnt.

Wenn jemand keinen Weg mehr weiß,
eine tiefe Depression sein Herz vereist,
dann sehe ich in seinem traurigen Blick,
seine Seele will wieder ins Leben zurück.

Wenn jemand versinkt in der Einsamkeit,
und glaubt, kein Freund steht für ihn bereit,
dann spüre ich, was ihn so sehr gefangen hält,
aber seine Seele will frei sein in dieser Welt.

Wenn jemand sich von seinen Fesseln befreit,
lebt endlich Liebe, Harmonie und Dankbarkeit,
dann sprengt er die Mauern, lässt sie hinter sich,
und seine Seele geht den Weg in strahlendes Licht.


© Cornelia G. Becker