Posts mit dem Label Verstand werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Verstand werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Klein????



Klein????

Ich fühle mich klein und auch sehr allein.
Ich denke mich schlecht, bin zu mir sehr gemein.
Ich denke, ich hab es gar nicht verdient,
dass jemand mich aufrichtig und innig liebt.

Ich fühle mich traurig und völlig instabil.
Ich denke mich krank und bin sehr labil.
Ich denke, dass was in meinem Leben geschieht,
hab ich eigentlich gar nicht wirklich verdient.

Ich vergesse meinen Wert und meine Lebenssicht.
Ich denke mich selbst aus dem Gleichgewicht.
Ich denke, dass alle viel besser sind als ich
und Deine Liebe verdiene ich eigentlich nicht.

Warum fühle ich mich nur so klein?
Warum vergesse ich mein ganzes Sein?
Warum werde ich mehr und mehr grau?
Ich bin doch herrlich bunt - ich weiß es genau.

Und doch saugt der Alltagsschleier alles auf.
Die Spirale nimmt nach unten ihren Lauf.
Dabei hab ich hart gekämpft für meinen Lebenssinn.
Wo ist nur die ganze Motivation plötzlich hin?

Ich saug die Negativität auf wie einen Schwamm.
Die Umwelt zieht mich in ihren grausamen Bann.
Vergessen ist mehr und mehr, wer ich einmal war
und bewusst ist mir plötzlich die versteckte Gefahr.

Das Leben ist viel mehr, als sich klein zu halten.
Ich bin doch der Schöpfer, kann es neu gestalten.
Ich bin das Kind, das alles entdecken will
und meine Entwicklung steht niemals still.

Es ist mein Verstand, der alles glaubt, was er hört,
der sich über alles und jeden heftig empört,
der von Neid und von Unsicherheit getragen ist
und der glaubt, dass er alles im Leben ist.

Doch das Leben ist mehr als Neid und Hass,
vielmehr als Alltag und ständige Last.
Das Leben ist Liebe und Abenteuerlust
und nicht tun, was immer schon getan werden muss.

Ich steh jetzt auf und leb wieder mich.
Was andere darüber denken, interessiert mich nicht.
Ich bleibe im Jetzt und im Augenblick,
denn keiner bringt mir vertane Lebenszeit zurück.

© Cornelia G. Becker

Deine Welt


Deine Welt

Deine Welt entsteht aus dem, was Du glauben willst,
mit was auch immer Du gerade Deine Sehnsucht stillst.

Manchmal ist es die Sehnsucht nach Leid und Schmerz,
dann sehnst Du Dich nach einem mitfühlenden Herz.
Manchmal ist es die Sehnsucht nach Trauer und Tränen,
dann hoffst Du, jemand wird Dich in die Arme nehmen.
Manchmal ist es die Sehnsucht nach Krankheit und Sorgen
und Du denkst: Alles wird besser – vielleicht morgen.

Warum schaust Du nicht nach dem, was Du wirklich willst,
bevor Du Deine Sehnsucht mit soviel Elend erfüllst.
Warum siehst Du Dir nicht all Deine Ängste an,
sie ziehen Dich dann nicht in ihren traurigen Bann.
Warum stellst Du Dich nicht all Deinen Gefühlen,
statt auf so tragische Weise mit Deinem Leben zu spielen?

Denn wirst Du Dir bewusst, was Du da tust,
wie Du gerade nicht in Dir selber ruhst,
wie verloren Du Dich gerade fühlst,
wie dunkel Du Dein Leben grad siehst,
dann öffnet sich vielleicht ein Tür zum Ich,
und Du erkennst: In Dir ist immer Licht.

© Cornelia G. Becker




Träume



Wir alle haben unsere Träume.
Wir alle hoffen und glauben, dass unsere Träume irgendwann einmal Wirklichkeit werden.

Dabei ist es nicht einmal der Mut, der uns fehlt.
Es ist unsere Angst vor Verletzungen, die uns immer wieder daran hindert, unsere Träume in die Welt zu tragen.
Doch was haben wir wirklich zu verlieren?

Ist es nicht vielleicht ein wunderschönes Geschenk für eine Weile Glück zu erleben?
Selbst auf die Gefahr hin, dass dieses Glück zerbrechen könnte?
Ist es diesen Einsatz nicht wert?

Manchmal wünsche ich mir,
ich könnte die Welt noch einmal so unbeschwert sehen wie ein Kind
ohne das mein Verstand den Finger hebt und mahnend spricht:
"Vorsicht mein Kind, so etwas tut man doch nicht."


Was wäre wenn.... wir alle Licht und Liebe sind?



Heute Morgen bin ich mit ganz seltsamen Fragen in meinem Kopf aufgewacht.
Es ist Sonntag. Eigentlich könnte ich lange schlafen. Aber seit 4:00 Uhr beschäftigen mich diese Gedanken und jetzt sitze ich hier, um sie aufzuschreiben.

Wir sind alle eins. Doch nicht einmal mit meinem Spiegelbild bin ich eins.
Wir sind alle Licht. Doch wir brauchen die Dunkelheit, um das zu erkennen.
Wir sind alle Liebe. Doch wir zerstören uns selbst.

Wenn wir alle eins sind, wieso brauchen wir dann all die Anderen? Wieso fällt es uns so schwer allein zu sein?
Wenn wir alle eins sind, wieso vernichten wir uns dann gegenseitig? Wieso zerstören wir die Welt, in der wir leben?
Wenn wir alle eins sind, wieso können wir dann nicht einfach wie ein riesiger Stern leuchten? Wieso verstecken wir unser eigenes Licht? Sollen andere uns nicht erkennen? Aber sie sind doch genau das Gleiche wie wir?
Wenn wir alle eins sind, wieso leben wir dann nicht unsere Liebe? Wieso zeigen wir der Welt nicht diese Seite?

Was passiert, wenn wir zulassen, dass wir Licht und Liebe sind?
Licht und Liebe und sonst nichts...
Lösen wir uns dann in nichts auf?

Oder mit anderen Worten:
Physikalisch und verstandesmäßig lässt sich alles Mögliche erklären. Also zum Beispiel: Licht gibt es nicht ohne Dunkelheit.

Aber ist das auch auf der spirituellen Ebene so?

In den letzten Wochen habe ich sehr viel darüber gelesen.
Einige Vertreter glauben, ich muss meinen Schatten integrieren und anerkennen. Erst dann bin ich „ganz“.
Andere sagen, ich soll akzeptieren, dass der Mensch in Gegensätzen denkt und diese soll ich respektieren und in Einklang bringen.
Wieder andere glauben, dass in allem Schlechten auch etwas Gutes liegt. Wir brauchen es nur zu erkennen.
Schön und gut. Das kann ich alles aus meiner Lebenserfahrung heraus nachvollziehen.

Doch was ist, wenn das alles nicht wirklich so ist?
Was ist, wenn wir von Anfang an Licht und Liebe waren und nur vergessen haben, wer wir neben all dem anderen Licht und der Liebe sind?
Was ist, wenn wir uns irgendwann einmal dachten, wir wären anders?
Was wäre, wenn das unser einziges Problem ist?
Wir wollen nicht mehr eins sein.
Wir wollen uns als Individuum definieren.
Wir wollen – jeder für sich – etwas ganz Besonderes sein.
Und je mehr wir das versuchen, desto mehr entfernen wir uns von diesem All-ein.

Funktioniert das wirklich?
Wenn ich mir unsere Welt ansehe, gibt es da eine ganz klare Antwort: „Nein!“

Vielleicht haben wir nur Angst davor, Licht und Liebe zu sein.
Vielleicht liegt die ganze Erkenntnis allein darin, dass es diese Gegensätze nur in unserem Kopf gibt.
Vielleicht ist es nur unser Verstand, der ständig erklären, bewerten und be-(ver-)urteilen will. Vielleicht ist er der einzige, der das wirklich braucht.
Doch wie viel von uns ist unser Verstand? Was sind wir noch?

Wir sind noch soviel mehr.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass die einzigen entarteten Zellen die in unserem Kopf sind.
Sie wollen die Macht über alles.
Wir haben verlernt, dieser Macht Einhalt zu gebieten.
Wir lassen uns unser Leben von unserem Kopf diktieren und vergessen dabei, wer oder was wir alles noch sind.
Wir definieren Gegensätze, um festzustellen, dass wir die Einheit verloren haben. So können wir dann wieder versuchen, diese Einheit herzustellen.
Unsere Lebenszeit läuft wie eine Sanduhr ab und wir haben das Wesentliche nicht gelebt.
Wir haben unsere Zeit damit verbracht, herauszufinden, wo wir herkommen, wer wir sind und warum wir sind, wie wir sind.
Wir haben Erklärungen in unserer Vergangenheit gesucht und dabei vergessen, die Gegenwart zu leben.
Wir sind wie Irrlichter – wie kleine Glühwürmchen in der Nacht unseres Lebens.

Wann erkennen wir, dass wir alle Licht und Liebe sind?
Wann entscheiden wir uns dafür, All-EIN zu leben?

© Cornelia G. Becker