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Wie?

Wie?

Wie halt ich bloß schöne Erinnerungen fest,
wenn das Leben tiefe Narben hinterlässt?

Wie lass ich nur all meine Tränen zu,
wenn ich funktionieren muss immerzu?

Wie geb ich dem Schmerz einen Rückzugsort,
wenn keine Ruhe entsteht im Alltagstrott?

Wie erhalte ich die Liebe in meinem Herzen,
wenn der Tag gezeichnet ist von Schmerzen?

Wie geb ich der Hoffnung wieder neuen Raum,
wenn das Leben mich fällt wie einen alten Baum?

Und wenn Du jetzt denkst, das Leben vernichtet mich,
dann kennst Du mich ganz sicher nicht,
denn für Trauer und Tränen nehm ich mir die Zeit,
dann steigt Phönix aus der Asche – vielleicht schon heut.

© Cornelia G. Becker



Der Blick zurück

Manche Erinnerungen zerplatzen wie kleine Blubberblasen.
Doch andere bleiben ein Leben lang bestehen.

Danke für die Spuren, die Menschen in meinem Herzen hinterlassen haben.


An einem Tag wie heute


Es war an einem Freitag und ich war so nervös wie noch niemals zuvor in meinem Leben.
Ich habe mich zigmal umgezogen. Dabei war eigentlich schon am Abend vorher klar, was ich anziehen würde.
Ich habe versucht mich abzulenken und die Ruhe zu bewahren. Aber es ist mir nicht wirklich gelungen.
Irgendwann an diesem Vormittag wurde mir die Wohnung zu klein und ich habe die Flucht ergriffen und bin zu meiner Mutter gefahren. So hatte ich wenigstens jemanden, mit dem ich die Zeit verquatschen konnte.
Diese Zeit verging zwar, doch die Unruhe steigerte sich ins Unerträgliche.
Was für ein Tag. Wie hat mein Herz das überhaupt ohne Zusammenbruch ausgehalten?

Am Nachmittag und gegen Abend raste mein Puls. Ich schaffte es längst nichtmehr still zu sitzen und lief auf und ab wie ein gefangenes Tier in seinem Käfig. Dabei war ich doch gar nicht eingesperrt.

Was würde noch alles geschehen bevor der Tag zu Ende ging?
Würden all diese Visionen wahr werden oder würden sie zerplatzen wie Seifenblasen?
Hatte ich mich womöglich völlig umsonst so aufgeregt?
Würde vielleicht ein spannendes Abenteuer daraus werden?
All diese Fragen beschäftigten mich an diesem Tag bis er fast zu Ende war.

Kennst Du das?
Dann werden Sekunden zu Minuten und Minuten zu Stunden. Die Zeit scheint still zu stehen. Die Spannung steigt bis sie mich zu zerreißen droht. Das Herz klopft bis zum Hals und beruhigen funktioniert überhaupt nicht.

Und als es dann endlich soweit ist, sind es die Berührungen und die Tränen, die all diese Spannung liebevoll auflösen.
Plötzlich frage ich mich, warum ich mich so verrückt gemacht habe. Eigentlich war doch alles schon auf eine gewisse Weise vorbestimmt. Im Hintergrund lief doch schon längst der Schicksalsfilm ab und näherte sich seinem unvermeidlichen Höhepunkt. Die kleinen Rädchen griffen wie von alleine ineinander. Um die Ereignisse aufzuhalten, war es doch ohnehin längst zu spät.

Wenn ich das nur mal so gelassen hätte sehen können.

Als dieser Tag sich dann seinem Ende neigte, waren die Erwartungen und Hoffnung um ein Vielfaches übertroffen.

Der spannendste und aufregendste Tag in meinem Leben ging zu Ende und ich möchte keine einzige Sekunde davon missen.

Danke Schicksal
- für den Mut, den wir hatten.
- für die Hoffnung, die uns trug.
- für die Visionen und Träume, die wir gemeinsam malten.
- für die Zeit, die wir miteinander verbringen durften.
- für die Liebe, die zwei Seelen verbunden hat.
- für ein wundervolles Geschenk.

Auch wenn mich manchmal die Trauer überfällt, dass es vorbei ist, so weicht sie doch irgendwann einer unbeschreiblichen Dankbarkeit.

Und die Erinnerung lebt weiter...

© Cornelia G. Becker


Dankbarkeit



Wenn die Liebe erlischt,
und die Hoffnung zerbricht...

Wenn das Leben Dir wertlos scheint,
und Du hast viele Tränen geweint...

Wenn die Trauer vergeht,
und ein neuer Weg entsteht...

Dann bleibt die Dankbarkeit zurück
und die liebevolle Erinnerung an gelebtes Glück.

© Cornelia G. Becker

Das Leben ist zu kurz



Das Leben ist Veränderung.
Nichts bleibt wie es ist.
Alles verändern sich.
Alles wächst und vergeht.
Und auch Erinnerungen sind nur kleine Geschenke,
die in einer anderen Welt ihre Bedeutung verlieren.
Nutze den Augenblick,
nutze die Begegnungen,
nutze die Liebe
und lebe heute... 
denn das Leben ist zu kurz.
Nur ein kleiner Augenblick in der Ewigkeit.
Also nutze diese kurze Zeit.

© Cornelia G. Becker

Was lieben bedeuten kann




Lieben bedeutet vielleicht:
Loslassen und Glück wünschen

Lieben bedeutet vielleicht:
Liebevolle Erinnerungen in der Vergangenheit lassen und die Gegenwart erleben und für die Zukunft planen und nicht, sich an diesen Erinnerungen festzuklammern.

Lieben bedeutet vielleicht auch:
Zu erkennen, dass solche Bänder nicht zerschnitten sind, nur weil die Menschen, die man liebt, andere Wege gehen.

Lieben bedeutet vielleicht:
Dankbarkeit empfinden, für all diese wunderschöne Zeit mit dem geliebten Weggefährten.

© Cornelia G. Becker

Der Monat Mai in meinem Leben



Der Mai ist ein sehr ungewöhnlicher Monat in meinem Leben.
Er konfrontierte mich immer wieder mit der Liebe zu Menschen, die mein Leben auf ungewöhnliche Weise betreten und auf tragische Weise wieder verlassen haben.
Seltsam, wenn einem solche Dinge nach all diesen Jahren bewusst werden. Plötzlich ergibt sich ein Bild im Hier und Jetzt.
Auf der einen Seite ein sehr schönes, sehr liebevolles und romantisches Bild.
Auf der anderen Seite Trauer, Schmerzen und tiefe Verletzungen.
Kein Monat in meinem Leben hat je eine solche emotionale Seite entwickelt wie der Mai.
In den letzten Tagen habe ich sehr viel darüber nachgedacht, was in all den Jahren im Mai geschehen ist.
Auch wenn es Augenblicke gibt, in denen ich melancholisch und traurig zurück blicke, so gibt es doch auch viele wunderschöne, liebevolle und dankbare Gedanken und Gefühle zu diesem Monat in meinem Leben.
Deshalb möchte ich diesen Menschen Danke sagen.

Danke, dass Ihr mir Eure Liebe gebracht und Erinnerungen geschaffen habt, die es wert waren, gelebt zu werden.
Danke, dass ich durch die Zeit mit Euch mich selbst besser kennen lernen konnte und daran wachsen durfte.
Danke, dass Ihr in meinem Leben ward und irgendwie noch seid, denn ohne Euch wäre ich nicht der Mensch, der ich heute bin.


© Cornelia G. Becker 27.5.2014

Menschen

Es gibt Menschen, die hinterlassen Spuren in meinem Herzen...
nur mit ganz wenigen Worten.
Es gibt Menschen, die hinterlassen Träume in meinem Leben...
nur mit ganz wenigen Gesten.
Es gibt Menschen, die hinterlassen Hoffnungen in meiner Seele...
nur weil ich sie kennen lernen durfte.
Es gibt Menschen, die sind einfach nur wie das Licht im Dunkel der Nacht. 
Danke!

© Cornelia G. Becker