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Hinter Deiner Maske



Hinter Deiner Maske, versteckst Du Dein wahres Ich.
Hinter Deiner Maske, erkennt man Dich vielleicht nicht.
Mit all Deiner Freundlichkeit kommst Du gut an,
wie ehrlich bist Du wirklich – was bist Du für ein Mann?

Hinter Deiner Maske verbirgst Du all Deine Traurigkeit.
Hinter Deiner Maske versteckst Du Dich für alle Zeit.
Wer Du wirklich bist, willst Du niemandem zeigen,
quälende Fragen willst Du lieber einfach vermeiden.

Hinter Deiner Maske siehst Du Dich selber nicht.
Hinter Deiner Maske erkennst Du nicht Dein Gesicht.
So siehst Du dann die Tränen der Vergangenheit nicht,
und stellst Dich lieber selbst in ein schönes helles Licht.

Hinter Deiner Maske verbirgt sich Wut und Leid.
Hinter Deiner Maske ist nicht immer Heiterkeit.
Doch der Welt zeigst Du ein freundliches Gesicht
und glaubst, durch die Maske merkt man es nicht.

Doch, lieber Freund, lass Dir eines in Liebe sagen,
trotz Deiner Maske höre ich zwischen Worten Fragen.
Und manchmal kann ich diese Wut deutlich spüren.
Trotz Maske kannst Du mich nicht so leicht verführen.

Den einzigen, den Du dabei tatsächlich betrügst,
den, den Du dabei immer wieder neu belügst,
der bist Du selber und das ist wirklich gemein,
selbst wenn die Maske leuchtet im hellen Schein.

© Cornelia G. Becker

Knigge: Anstand und Sitte














Guten Tag und Danke und Bitte
waren damals Anstand und Sitte.
Heute kriegst Du keine Antwort mehr
und Benimm fehlt manchem sehr.

Türen vor der Nase zugeschlagen,
keiner hilft Dir mehr beim Tragen.
Auf „Guten Tag“ gibt's keine Reaktion.
Traurig ist das manchmal schon.

Rucksäcke sind heute abgeschafft
und sitzen müde auf einem Platz,
den eine alte Frau doch haben soll,
ein junger findet's auch noch toll.

Fällt älteren einmal etwas runter,
werden junge ganz schnell munter,
suchen das Weite bevor sie sich bücken
und haben Probleme mit dem Rücken.

In den Mantel hilft Dir keiner mehr,
dabei ist das gar nicht mal so schwer.
Wie wär's mit einem bisschen Höflichkeit?
Dankbar hält der andere ein Lächeln bereit.

Doch heute wird sofort geglaubt,
wenn jemand sich bückt, wird man beraubt.
Auf ein freundliches und nettes Hallo,
folgt mit fragendem Blick: „Hää?“ Oder so!

Im Regen lässt er sie den Einkauf schleppen,
er macht sich doch nicht selbst zum Deppen.
Sie nimmt es hin und denk so für sich:
das ist meiner... so ein kleiner Wicht.

Gentlemen, die gibt es heut nicht mehr
triffst Du einen fällt es Dir dann schwer
zu verstehen, dass er Dir gerne helfen will
und Du kriegst das nicht mehr wirklich hin.

Wie abgestumpft ist diese unsere Welt,
in der nur noch Ellenbogendenken zählt?
Dabei hätt' sie mit 'nem Hauch von Höflichkeit
mehr Lächeln und viel mehr Freundlichkeit.

© Cornelia G. Becker