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Mein Weihnachtswunsch für Dich


Ich bedanke mich ganz herzlich
für eure lieben Worte und Gesten,
für euer Verständnis und eure Unterstützung,
für die gemeinsam verbrachten Stunden,
für eure Liebe und eure Nähe
und wünsche euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest.

Cornelia G. Becker

Weihnachtszeit



Weihnachtszeit

In dieser Zeit, da wird mir oft bange.
Stunden verbringen Menschen in der Schlange.
Im Dezember ist Kaufrausch angesagt,
und Besinnlichkeit wird auf später vertagt.

Für die Lieben all die Geschenke kaufen.
Von einem Geschäft zum anderen laufen.
Die Wunschzettel sind vollgeschrieben.
Vom Sinn der Weihnacht ist wenig geblieben.

Weihnachten ist nur an sehr wenigen Tagen.
Mancher wäre froh, würde einer nach ihm fragen,
freut sich über ein Geschenk mit Liebe gemacht
und über einen Menschen, der an ihn gedacht.

Was wäre Weihnachten, wenn wir Menschlichkeit leben
und unser Geschenk auch an anderen Tagen geben?
Ein bisschen Zeit, ein Lächeln, ein liebes Wort,
und so manche Sorgen wären einfach fort.

Dann könnte jeden Tag ein bisschen Weihnachten sein,
und so mancher wäre nicht mehr traurig und allein.
Ich wünsche mir für unsere heutige Welt,
dass wieder etwas mehr Menschlichkeit zählt.

Frohe Weihnachten
© Cornelia G. Becker

Nur anders


Etwas, das anders ist, als wir es kennen, macht uns erst einmal Angst. Doch bietet es auch eine Unmenge wunderbarer Chancen.

Aber wie stellen wir uns dieser Angst?
Wir verdammen, was wir nicht kennen. Wir urteilen über etwas, von dem wir eigentlich fast gar nichts wissen. Wir bilden uns eine Meinung aus unserer Sicht, mit unserer verzerrenden Brille und unserer ganz persönlichen Lebenseinstellung – von der wir auch noch glauben, dass es die einzig richtig ist und für alle gelten sollte.
Wir stellen uns dieser Angst, in dem wir fordern, dass doch am besten alles so bleiben soll, wie es schon immer war. Unsere vorgegebene hohe Toleranzgrenze sinkt dann plötzlich auf eine Schwelle, die beim genaueren Hinsehen einfach nur traurig machen kann. Doch das merken wir nicht einmal.

Nehmen wir das Beispiel Flüchtlinge.
Was für ein Thema in dieser Vorweihnachtszeit? Was für eine unglaubliche Chance zur Heilung verbirgt sich dahinter? Das könnte ja mit einem Mal die ganze Welt und vor allem die eigene Sichtweise total verändern, wenn wir es nur so sehen könnten oder wollten.

Ich habe mir dazu mal Gedanken gemacht und plötzlich waren viele Fragen da, die mich irritierten und beschämten.

Wieviel Mut gehört eigentlich wirklich dazu, seine Heimat zu verlassen und in einem fremden Land unter fremden Menschen ganz von vorne zu beginnen?
Wieviel Verzweiflung fühlt ein Mensch, dass er diesen Schritt wirklich wagt?
Was bedeutet es, mit nichts als den Kleidern auf der Haut aufzubrechen und sein eigenes Leben zu riskieren für eine ungewisse Zukunft?
Wie fühlt sich jemand, wenn er mit diesem Überfluss und dieser Wegwerfgesellschaft konfrontiert wird und in seiner Heimat unter Hunger und Durst leiden musste?
Wie schwer ist es für diesen Menschen, auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein und als Bettler dazustehen?
Wie fühlt sich ein Mensch mit dieser Vergangenheit, wenn er über einen unserer Weihnachtsmärkte geht und sieht, wie Essen in einem Mülleimer landet?
Was denkt er wohl, wenn er erlebt, wie wir hier mit Weihnachten umgehen (Bemerkung am Rande: Nicht alle Flüchtlinge sind Muslime)?
Wie würde ich mich an seiner Stelle fühlen?

Das mögen für manche Menschen wirklich unsinnige Fragen sein und sie haben vielleicht auch schnell eine Antwort parat.
Mich haben diese Fragen sehr betroffen gemacht, denn ich konnte sie nicht beantworten. Meine einzigen Reaktionen waren Tränen in den Augen und eine seltsam hilflose Betroffenheit.

Ich konnte mich sehr gut daran erinnern, dass ich einmal sagte, dass mir vier Wände, ein Dach über dem Kopf und jemanden, der mich wirklich liebt schon reichen würden. Doch mit vier Wänden und einem Dach über dem Kopf meinte ich auch fließendes Wasser und natürlich eine Toilette und so manche anderen Annehmlichkeiten. Das sah mein Gesprächspartner allerdings ganz anders. Woher sollte ich auch wissen, dass ihm das, was ich als selbstverständlich ansah einmal für eine lange Zeit gefehlt hat? Ich war über meine Art zu denken tatsächlich schockiert und merkte plötzlich, dass nichts wirklich selbstverständlich ist.

Wie verzweifelt muss jemand sein, dem alles genommen wird? Und ich meine wirklich alles, sodass ihm nur noch die Kleider auf seiner Haut bleiben? Was geht in einem solchen Menschen wirklich vor? Auch darüber habe ich nachgedacht und gemerkt, dass ich mir das zwar sehr gut ausmalen kann, aber wie ich mich fühlen würde, wenn ich es wirklich erleben würde, dass wusste ich immer noch nicht.

Dann kam ein Tag in meinem Leben, da war meine eigene Verzweiflung so groß, dass ich wirklich alles hinter mir ließ und an einem anderen Ort ganz von vorne begann – ohne eine Bett oder irgendwelche Möbel ohne Arbeit und mit wenig Geld. Das war eine sehr interessante Lebenserfahrung und hat mir vieles bewusster gemacht. Es gehört Mut dazu, einen solchen Schritt überhaupt zu wagen. In unserer Gesellschaft bedeutet es außerdem, dass ich mit Meinungen und Ansichten konfrontiert wurde, die ich vorher nicht so ernst genommen hatte. Es gab nur sehr wenige, die mir geholfen haben und die meisten haben mich für verrückt erklärt.

Ich bin kein Flüchtling und ich weiß nicht, wie ich mich fühlen würde, wenn ich einer wäre. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, in meiner Heimat mit dieser unglaublichen Angst konfrontiert zu sein. Ich weiß auch nicht wirklich, wie ich mich fühlen würde, wenn ich darauf angewiesen wäre, dass mir andere helfen oder ich um Hilfe bitten müsste.

An eines kann ich mich allerdings noch sehr gut erinnern: Ich hatte nicht den Mut dazu, meine Heimat zu verlassen und in ein anderes Land zu gehen, als ich danach gefragt wurde. Und das war keines der Dritten-Welt-Länder und ich wäre auch nicht allein gewesen. Aber ich habe es dennoch nicht gewagt. Ich hatte unglaublich viele Gründe, es nicht zu tun. Alle waren vernünftig und plausibel. Was ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht eingestehen konnte war: Es machte mir einfach Angst, in eine ungewisse Zukunft aufzubrechen.

Wir reden hier oft über Toleranz und Anpassung. Was bedeutet das wirklich? Wir möchten, dass unsere Welt so bleibt, wie sie ist, weil wir Angst vor Veränderungen haben. Deshalb möchten wir, dass sich andere an unsere Regeln anpassen und so funktionieren, wie wir es kennen. Doch Toleranz beginnt bei uns selbst. Toleranz beginnt damit, etwas, dass ich nicht kennen, nicht gleich zu be- und verurteilen, sondern es erst einmal kennenzulernen und zu versuchen, es zu verstehen. Toleranz beginnt nicht mit Forderungen, sondern mit einer Hand, die ich einem Menschen reiche, der anders lebt und denkt als ich.

Außergewöhnliche Situationen beinhalten unglaublich viele Chancen. Darin sieht vielleicht jeder etwas anderes.
Ich sehe darin die Chance, etwas zu heilen und auszugleichen, meine Sichtweise zu korrigieren und mich zu hinterfragen. Die Chance darüber nachzudenken, wie ich mich fühlen würde und ob ich diesen Mut überhaupt hätte.

Was hindert uns daran, eine dieser Familien zu unserem Weihnachtsfest einzuladen und ein gemeinsames Fest zu gestalten? Was hindert uns daran, die Bereitschaft zu zeigen, Sprachbarrieren zu überwinden, den anderen kennenzulernen und zu teilen? Was hindert uns daran, dies an jedem anderen Tag auch zu tun und nicht nur zu Weihnachten? Was können wir dabei wirklich verlieren? Um wieviel reicher würde uns das vielleicht machen?

Was habe ich vor einiger Zeit in einem Film gehört: „Von innen sind wir alle gleich.“


In diesem Sinne wünsche ich allen eine besinnliche und glückliche Weihnachtszeit.

veröffentlicht in Huffington Post Deutschland

© Cornelia G. Becker


Frohe Weihnachten




Ich bedanke mich
für all die lieben Kontakte
für all die tollen Gespräche
für die Anteilnahme und
vor allem für die Freundschaft

Ich bedanke mich aber auch
für all die kleinen Stolpersteine
für schmerzliche Diskussion
für Hürden auf meinem Lebensweg
für Menschen, die nicht meiner Meinung waren,
denn all das hat mich zu mir selbst gebracht.

Ich wünsche Euch allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest
und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Liebe Grüße
Cornelia G. Becker




Nachdenkliches zu Weihnachten


Hier wird gemordet, dort wird gehetzt.
Überall auf der Erde werden Messer gewetzt.
Macht ist wie ein Stern, nach dem man gern greift,
und mancher glaubt, dass er so innerlich reift.

Menschen leiden Hunger, sind einsam und allein.
Andere lassen keine Liebe mehr in ihr Herz hinein.
Doch zu Weihnachten zeigt sich alles im anderen Licht,
die wahren Hintergründe, die sieht man lieber nicht.

Für kurze Augenblicke hält jeder mal still,
und mancher fragt sich, was er wirklich will.
Leider sind viele Vorsätze auch schnell verschwunden,
und bei manchem bleiben tiefe schmerzende Wunden.

Das neue Jahr bringt dann auch wieder neuen Mut,
und jeder glaubt, dass er wirklich das Richtige tut.
Spätestens zum nächsten besinnlichen Weihnachtsfest,
stellt manch einer mit Trauer dann wieder fest,
dass sich in der Welt eines wirklich hartnäckig hält:
Die Hoffnung auf Liebe, bevor durch Hass alles zerfällt.

© Cornelia G. Becker


Nashis unterm Weihnachtsbaum: Das Christkind gibt es wirklich



Gestern war so ein ganz seltsamer Tag. Ein Tag, den ich bestimmt nicht wieder vergessen werde.
Ich war schon sehr früh wach und meine ersten Gedanken waren:
17.12. Geburtstag meines Opas. Wie alt wäre er eigentlich heute? Ach, ist gar nicht wichtig... wenn er noch leben würde, gäbe es heute Pfefferkuchensoße mit Brotstücken, Fleischwurst und Sauerkraut.Ich musste schmunzeln und an ihn denken.
Auch im Büro war es, wie wenn sein Geist irgendwie hinter mir stehen würde.
Als ich dann noch diesen Schmetterling an der Wand gegenüber meines Zimmers gesehen habe... Mitten im Dezember bei 6-7 °Grad, saß da ein Pfauenauge. Einfach so. Er wartete, bis ich ihn gesehen und erkannt hatte und dann flog er einfach weg.
Zuhause angekommen, blinkte das rote Licht an meinem Telefon. Ich erkannte den Namen und beschloss, trotz aller Arbeit, sofort anzurufen. Ein seltsames Gefühl beschlich mich und Angst kam auf. Diese Angst spürte ich vor einigen Tagen schon einmal so intensiv.
Ich rief also zurück und die Stimme am anderen Ende der Leitung bestätigt mir dann, warum ich solche Gefühle hatte.

© Cornelia G. Becker

Wie es weiterging, könnt Ihr hier lesen:


Weihnachten nachdenklich



Wenn man mal den ganzen Kommerz vergisst,
fragt man sich, was von Weihnachten übrig ist?
Schon im August – in der heißen Zeit
stehn im Geschäft die Nikolause bereit,
Stollen, Plätzchen und Geschenke,
damit man früh auch schon daran denke,
dass Weihnachten nicht mehr lange hin!
Doch worin liegt da nur der ganze Sinn?

Früher standen wir vor der Wohnzimmertür.
Es raschelt und knackte immer hinter ihr.
Gespannt und mit leuchten Kinderaugen
– oft konnte wir es gar nicht glauben,
lagen Geschenke unterm Weihnachtsbaum.
Für manchen erfüllte sich ein kleiner Traum.
Selbstgemachtes gab's, Geld war keines da
doch war Weihnachten damals wunderbar.

© Cornelia G. Becker

Frommer Weihnachtswunsch





 

 

 

 

 

 

Frommer Weihnachtswunsch

Liebes Christkind, ich frage Dich:
Hast Du etwas Zeit für mich?
Möcht Dir einen Wunsch vortragen
und Dich um Erfüllung fragen.

Friede möge auf Erden sein.
Die Menschen nicht mehr gemein.
Freunde sein, das wäre gut.
Das gibt uns allen neuen Mut.

Essen für alle auf dieser Welt,
nicht die Suche nach Wohlstand + Geld.
Wenn alle teilen, das wär’ doch schön,
man könnte dann gemeinsam gehn.

Liebe und Freundschaft ist so wichtig.
Kein Fremdenhass – das wäre richtig.
Jung und Alt vertragen sich wieder
singen gemeinsam Weihnachtslieder.

Liebes Christkind, ich frage Dich:
Ist die Erfüllung denn nur für mich?
Es gibt viel mehr Menschen hier auf Erden.
Lass es doch wieder Weihnachten werden.

© Cornelia G. Becker