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Der Mensch und das "Böse"

Wie viele von uns glauben, dass sie besser wären als anderen?
Wie viele von uns betonen immer wieder, dass sie so schlimme Dinge niemals tun würden?
Wie viele von uns sind mit Schuldzuweisungen schnell bei der Sache? Wie viele von uns geben genau aus diesem Grund die Verantwortung an andere ab?
Wie viele von uns hinterfragen sich wirklich selbst?

Im Laufe der letzten Jahre habe ich über diese Fragen immer wieder intensiv nachgedacht.
Heute denke ich, dass wir viel zu oft viel zu viele Entschuldigungen finden für etwas, das wir gerade tun oder gerade lieber nicht tun.

Da werden andere beurteilt, verurteilt und bestraft, weil sie Dinge tun, die wir so niemals tun würden.
Was wir dabei liebend gern außer Acht lassen, ist die Möglichkeit, dass es Umstände geben könnte, in denen wir genau das Verhalten an den Tag legen, was wir gerade noch so vehement verurteilt haben.

Doch wer würde das schon freiwillig zugeben?
Das mühsam erworbene gesellschaftliche Ansehen könnte ja in Sekunden wie ein Kartenhaus zusammenbrechen.

Also leugnen wir lieber unsere Schattenseiten und verdrängen das "Böse" in uns in die hinterste Ecke.

Wir schweigen zu Dingen, die uns nicht gefallen.
Oder wir neigen dazu, die zu verdammen, die ihre Wut zum Ausdruck bringen und ausleben.
Dabei weiß ich nicht, was schlimmer ist???

Wer sind wir denn, dass wir uns erlauben, über andere zu richten?
Leben andere nur die Schattenseiten aus, derer wir uns schämen?
Was würden wir wirklich tun, wenn unser Leben bedroht wird? Welche Fähigkeiten zum Kampf hätten wir dann? Und wie hoch wäre unsere eigene Schmerzgrenze?

Was müsste ein Einzelner oder eine Gesellschaft mir immer wieder antun, damit ich meine Vorsätze und meine Werte völlig vergesse und ums nackte Überleben kämpfe?

Ich glaube, dass wir alle viel zu selten darüber nachdenken und dass der Blick viel zu oft auf "Die Anderen" gerichtet ist.

© Cornelia G. Becker

Auf dem Weg zum Selbst

Als Kind wolltest Du die Welt erleben,
wolltest Deine ganz eigenen Wege gehen.
Da Du - wie alle - keine Erfahrung hast
und nicht wusstest, was Du da so machst,
hat man Dir erklärt, wie das richtig geht.
Du hast gelernt, wie man in Gemeinschaft lebt.

Sie haben Dich dressiert und konditioniert.
Sie haben Dich abgeschliffen und uniformiert.
Sie haben Dich für die Gesellschaft funktionsfähig gemacht.
"Wie wehrst Du Dich dagegen?", hast Du vielleicht noch gedacht.

Doch über die Jahre hast Du Dich mehr und mehr tot gestellt,
hast Deine Wut verleugnet und die Anpassung gewählt.
So fällst Du nicht auf, bist in der grauen Masse,
immer schön harmonisch, dass Dich ja keiner hasse.

Mit der Zeit hast Du Dich dann selbst verloren.
Du fragst Dich nun: "Wurde ich jemals geboren?"

Du wachst aus Deinem Dornröschenschlaf auf
und hältst auf Deine Wunden den Finger drauf.
Du stellst Dich der Wut und auch diesem Schmerz,
und fast zerreisst es Dir Dein liebendes Herz.
Du erkennst, was Du in all den Jahren gelebt
und worum es dieser Gesellschaft wirklich geht.

Nun willst Du nicht mehr graue Masse sein.
Du passt in all diese Formen nicht mehr hinein.
Mühsam erkämpfst Du Dir eine neue Position
und gehst heraus aus Deiner traurigen Isolation.

Du stellst Dich in den Wind, zeigst Dein wahres Gesicht,
sagst was Du denkst und fühlst voller Zuversicht.
Was die anderen denken ist Dir nicht mehr wichtig.
Du stehst zu Dir selbst, das allein ist noch richtig.

Dazugehört hast Du all die Jahre schon nicht.
Wen interessiert es schon, wenn Du die Wahrheit sprichst?

Und doch könnte es sein, dass bald alles anders ist,
weil Du Dich veränderst, endlich Du selber bist!

© Cornelia G. Becker


Du allein kannst die Mauer sprengen

Du allein kannst die Mauer sprengen


·         Such Dir einen geschützten Rahmen. Such Dir Menschen, die einfach nur zuhören  – ohne Wertungen und ohne Kommentare.
·         Bleib bei der Wahrheit. Schildere die Ereignisse, an die Du Dich erinnern kannst. Lass raus, was Du sagen kannst – Alles!
·         Lass die Tränen zu. Egal, wie lange es dauert. Denn es IST traurig.
·         Schließe die Augen. Versuche auch über Deine Hilflosigkeit, Deine Wut und Deine Verzweiflung zu sprechen. Nimm Deine Angst wahr. Nimm Deinen Schmerz wahr.
·         Lass die Emotionen zu und schau sie Dir an. Sie wollen wahrgenommen werden. Sie zu verdrängen hilft Dir nicht wirklich weiter.
·         Wenn Du schreien willst, weinen willst oder Deine Wut zeigen willst, dann such Dir etwas, dass Du dafür nutzen kannst. Vielleicht findest Du etwas, womit Du Dich nicht selbst verletzt.
·         Nimm Dir Papier und schreibe auf, was Dir gerade einfällt. Und zwar alles! Schreib es einfach auf. Notiere alle Deine Gedanken und Emotionen – auch die schlimmsten. Das ist sehr schwer. Aber es befreit auch und Du nimmst so auch Deine eigenen dunklen Seiten wahr.
·         Versuche Dich selbst zu erkennen.
Du fühlst Dich schuldig? Nur wenige verstehen Dich wirklich? Du fühlst Dich als Opfer der Umstände?
Lass es nicht zu! Erkenne Deine Macht. Wer bist DU? Was willst DU?
Du willst Leben – Dein Leben leben. Und Du hast ein Recht darauf.
·         Du bist ein liebenswerter Mensch. Du bist unglaublich mutig. Du hast so viel Kraft.
All das ist in Dir – erkenne es – aktiviere es.
Du schaffst es!!!

Schritte in der Zukunft:
Auch wenn es unsagbar schwer sein wird:
·         Versuche Dich mit Deiner Opferrolle zu befassen. Was ist geschehen? Schau es Dir wie in einem Film noch einmal an.
Was fühlst Du heute? Was denkst Du heute?
Schreib es auf und habe Mitgefühl mit DIR.
·         Vielleicht schaffst Du es, Dich noch einmal mit den Umständen zu befassen.
Inwieweit beeinflussen sie Dein Leben?
Willst Du weiter in dieser Abhängigkeit leben?
Willst Du weiter Opfer von etwas sein, dass in der Vergangenheit liegt und sich nicht mehr ändern lässt?
Willst Du das wirklich?

Es ist Dein Leben. Du hast eine Verantwortung Dir selbst gegenüber. Die Umstände dafür verantwortlich zu machen bedeutet, sich nicht der Verantwortung stellen zu wollen. Du brauchst die Umstände vermutlich schon lange nicht mehr, um Dich immer noch hinter Deinen Mauern zu verstecken.


© Cornelia G. Becker

Vergebung ist ein langer Weg

So schwer wie es ist, über dieses Thema zu schreiben und die richtigen Worte zu finden, so schwer ist es auch zu vergeben: Anderen und sich selbst.

Es scheint jedoch einfacher zu sein, einem anderen irgendwann zu vergeben.
Ihn zum alleinigen Schuldigen zu erklären, geht jedenfalls wesentlich schneller. Es ist ja auch leichter, beim anderen Wunden zu erkennen, als seine eigenen wahrzunehmen. Salz streut sich bei anderen viel besser.
Genauer hinzusehen, Handlungen und Verurteilungen (auf beiden Seiten) genauer zu hinterfragen kostet Kraft und erfordert Ehrlichkeit mit sich selbst.
Dem anderen später wirklich vergeben zu können ist ein langer Weg. Vermutlich mit vielen Tränen, Wut und vielleicht sogar mit Rachegelüsten.
Die Vergangenheit lässt sich nun mal nicht mehr korrigieren. Aber ich kann lernen, sie loszulassen. Ob ich es jemals vergessen werde, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Der Weg zurück zu mir beginnt mit einer Korrektur meiner ganz persönlichen Sichtweise.
Wahrscheinlich stellt sich früher oder später auch die Frage, ob ich hätte anders handeln können.
Viele glauben nun, es wäre wenig sinnvoll ernsthaft darüber nachzudenken.
Doch wenn ich nicht bereit bin, mein eigenes Verhalten noch einmal anzuschauen, wie will ich dann aus meinen vergangenen Erlebnissen etwas lernen? Wie will ich sie verwandeln, wenn ich nicht hinsehen will und sie am liebsten komplett aus meinem Gedächtnis streichen möchte?

So mancher wird jetzt sagen: "Du konntest nicht anders handeln, sonst hättest Du es ja getan!"
Aber so einfach ist das vermutlich nicht.
Ab einem gewissen Alter sollte ich sehr wohl in der Lage sein, (mehr oder weniger) meine ganz persönlichen Interessen auch entsprechend durchzusetzen.

Dennoch fällt genau das den meisten Menschen schwer.
Warum ist es immer wieder eine Herausforderung?

Weil wir alle Angst haben, die Konsequenzen unserer Handlungen zu tragen.
Wir haben Angst davor, allein und ungeliebt zurückzubleiben.
Wir passen uns lieb und brav an - auch wenn wir das gar nicht wollen.

Erst wenn der eigene Leidensdruck übermächtig und erdrückend ist, bin ich zu einer Aktion fähig.
Wenn ich aber wirklich ehrlich zu mir selbst bin, muss ich mir eingestehen, dass ich schon viel früher hätte handeln müssen.
Später versuche ich vielleicht, dem anderen zu vergeben, was er mir angetan hat.
Was habe ich mir eigentlich in all der Zeit selbst angetan?

Der Weg zur eigenen Vergebung kann noch Jahre dauern und viele Hindernisse haben.
Der erste Schritt ist vielleicht gemacht, wenn ich erkennen kann, dass auch ich an den Ereignissen nicht ganz so unbeteiligt war wie ich das gerne gewesen wäre. Schließlich hätte ich ja auch sofort meine unangenehmen Gefühle wahrnehmen und nein sagen können. Aber ich tat es nicht. Ich habe lieber mich selbst und meine Gefühle und Ängste verleugnet.

Eine solche Erkenntnis könnte mir neue Türen zu mir selbst öffnen. Jetzt kann ich lernen, mir selbst zu vergeben.

Wer allerdings denkt und hofft, der Weg der Vergebung wäre danach zu Ende und alles wäre geheilt, der könnte sich irren. Denn um eine wirkliche Heilung zu erreichen, muss jeder für sich selbst seinen eigenen Frieden schließen. Und dieser Frieden setzt noch einen weiteren Schritt voraus: Den anderen um Vergebung bitten.

Warum sollte ich aber einen anderen um Vergebung bitten, für das, was er mir angetan hat?
So ein Blödsinn!

Doch es ist kein Blödsinn. Wenn ich nämlich damals für mich selbst gesorgt hätte, dann wäre seine Handlung vielleicht gar nicht zustandegekommen.

Was aber, wenn der andere mit nicht vergeben will? Wenn er meine Bitte mit Hass und Wut beantwortet? Wie kann ich damit umgehen?

Für mich war es wichtig, zu erkennen, dass ich einen anderen nicht zu Veränderungen veranlassen kann. Somit auch nicht dazu, dass er mir vergibt.
Er hat seinen eigenen Weg.
Wie lang dieser sein wird und ob er mit jemals vergeben wird, all das kann ich nicht beeinflussen. Ich kann ihn vielleicht noch mit meinen guten Gedanken begleiten und ihm Kraft wünschen. Aber ich kann niemals seinen Weg für ihn gehen.

Vielleicht ist mein eigener Weg zur Vergebung auch gar nicht von seiner Antwort abhängig.
Mein Bewusstsein und meine Wahrnehmung haben sich schon verändert.
Ich habe mich verändert.
Ich habe Verantwortung für mich übernommen und bin auch bereit, die Konsequenzen zu tragen.
Ich habe mich entschlossen, besser auf mich zu achten und nein zu sagen, wenn ich nein sagen will.

Es ist ein langer Weg, mit vielen Tränen, mit Schmerz und manchmal auch mit Hilflosigkeit und Verzweiflung.
Es ist ein Weg zu mir selbst.
Dieser Weg beginnt mit einem kleinen, unsicheren, ersten Schritt.
Doch er lohnt sich immer!

© Cornelia G. Becker

Mehr dazu findet Ihr in meinem Buch "Endlich leben", erhältlich bei Amazon als Kindle und als Taschenbuch.

Schwarze Schafe....



Erst wird es von einigen Familienmitgliedern ins Abseits gestellt, weil sein Leben nicht so läuft wie es die weißen Schäfchen erwarten.
Dann findet es sich mit dieser Rolle ab und macht gute Miene zu einem beschissenen Spiel.
Leider muss es nun feststellen, dass das auch wieder falsch ist, weil das schwarze Schaf sich jetzt ja nicht anpassen will und auf alles irgendwie beleidigt reagiert.
Später kriegt es noch vorgeworfen, dass es ja selbst schuld ist, wenn es nicht dazugehört, weil es ja nicht mehr auf die anderen zugehen wollte.
So wird dann diesem schwarzen Schäfchen die ganze Schuld vor die Füße geworfen und die anderen stempeln es einfach ab.

Das hat zumindest einen großen Vorteil für die entsprechenden Familienmitglieder:
Sie brauchen nicht mehr bei sich selbst hinzusehen und auch die eigenen Latten im Zaun müssen sie nicht mal unter die Lupe nehmen.
Früher oder später fällt der vorgetäuschte Familienverband dann auseinander. Aber auch dafür sind schwarze Schafe richtig gut und selbstverständlich ganz alleine verantwortlich.

Wer das Spiel nicht mitspielen will, ist einfach raus.
Frei nach dem Motto: Ippe Dippe Dapp und Du bist ab.

Stellt sich die Frage: Bist Du auch so ein schwarzes Schaf? Na dann freu Dich, denn Du bist etwas besonders. Du hebst Dich zumindest aus der Masse ab und man kann Dich nicht übersehen.

© Cornelia G. Becker 

Liebe ist die Kraft


Erkennst Du das Leid dieser Welt?
Siehst Du, wie sie traurig zerfällt?
Mit Wut und Hass änderst Du nichts.
Auch nicht mit Lachen, wenn Du traurig bist.

Wo Schmerz und Tränen nicht wahrgenommen werden,
wo Hunger und Leid täglich da sind auf Erden,
wo Menschen immer wieder nur an sich selber denken,
da wird es so wichtig, Liebe einfach nur zu verschenken.

Trauer lässt sich nicht mit Lächeln unterdrücken.
Auch mit Wut baut niemand sichere Brücken.
Wenn die Ehrlichkeit nicht in Dir selber lebt,
bricht jeder noch so liebevoll erbaute Steg.

Erkenne in Dir selber die Schattenseiten.
Nimm sie wahr und fang an sie zu heilen.
Denn nur die Liebe ist die wahre Kraft,
die Heilung für Dich und andere erschafft.

© Cornelia G. Becker

Hinter Deiner Maske



Hinter Deiner Maske, versteckst Du Dein wahres Ich.
Hinter Deiner Maske, erkennt man Dich vielleicht nicht.
Mit all Deiner Freundlichkeit kommst Du gut an,
wie ehrlich bist Du wirklich – was bist Du für ein Mann?

Hinter Deiner Maske verbirgst Du all Deine Traurigkeit.
Hinter Deiner Maske versteckst Du Dich für alle Zeit.
Wer Du wirklich bist, willst Du niemandem zeigen,
quälende Fragen willst Du lieber einfach vermeiden.

Hinter Deiner Maske siehst Du Dich selber nicht.
Hinter Deiner Maske erkennst Du nicht Dein Gesicht.
So siehst Du dann die Tränen der Vergangenheit nicht,
und stellst Dich lieber selbst in ein schönes helles Licht.

Hinter Deiner Maske verbirgt sich Wut und Leid.
Hinter Deiner Maske ist nicht immer Heiterkeit.
Doch der Welt zeigst Du ein freundliches Gesicht
und glaubst, durch die Maske merkt man es nicht.

Doch, lieber Freund, lass Dir eines in Liebe sagen,
trotz Deiner Maske höre ich zwischen Worten Fragen.
Und manchmal kann ich diese Wut deutlich spüren.
Trotz Maske kannst Du mich nicht so leicht verführen.

Den einzigen, den Du dabei tatsächlich betrügst,
den, den Du dabei immer wieder neu belügst,
der bist Du selber und das ist wirklich gemein,
selbst wenn die Maske leuchtet im hellen Schein.

© Cornelia G. Becker

Ich will leben!


Du glaubst, Du hast alles im Griff
auf Deinem sinkenden Lebensschiff.
Du weißt genau, wo der Hammer hängt,
doch was hast Du alles schon verdrängt?

Du bist Dir sicher, dass Du wieder lachen kannst
und hast doch vor manchen Momenten Angst.
Du erkennst die Wunden und lebst damit
und wacklig ist noch so mancher Schritt.

Du hast versucht aufzuarbeiten, es zuzulassen.
Du willst diese Täter nicht wirklich hassen.
Vergebung allein ist Dein ganz großes Ziel,
suchst Erklärungen für dieses gemeine Spiel.

Trauer über Dein verlorenes Leben liegt hinter Dir.
Du glaubst, Du lebst bewusst im Jetzt und Hier.
Doch eine kleine Geste, ein einfaches Wort
spült Dich im Strom der Vergangenheit fort.

Es kostet Dich Kraft, die Wut zuzulassen.
Du willst diese Männer nicht wirklich hassen.
Doch gemeine Gedanken kreisen in Deinem Hirn.
Wann sprichst Du es aus, bietest ihnen die Stirn?

Du willst nicht sagen, was Du wirklich über sie denkst,
weil Du ihnen dann viel zu viel Aufmerksamkeit schenkst.
Doch Deine Gedanken sprechen Bände für Dich.
Was fühlst Du wirklich über einen solchen Wicht?

Heilung beginnt, wenn wir Schatten akzeptieren,
wenn wir unsere Wut und Rachegelüste spüren,
wenn wir dann Vergebung wirklich leben lernen,
vergeben wir auch unseren eigenen dunklen Kernen.

© Cornelia G. Becker

Mehr zu meinen Gedanken und Gefühlen findet Ihr in meinem neuen Buch:


Verantwortung für mein Leben

Auszug aus meinem neuen Buch:

Ich weiß nicht, wie oft ich bereits versucht habe, diese Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen und zu Papier zu bringen.
Vor einigen Jahren hatte ich schon einmal ein Buch mit 380 Seiten fertig, dass dann wie „zufällig“ spurlos verschwand.
Es folgten Jahren, in denen ich dieses Thema gar nicht in Worte fassen wollte und mich lieber versteckte. Ich fühlte mich schmutzig und schuldig.
In den letzten Tagen, vor der Veröffentlichung, merkte ich genau, dass meine Mauern zu fallen drohten. Dass ich selbst eine Tür in diesem Turm hineinschlagen wollte. Dass ich raus wollte, aus diesem Verlies. Ich wollte mich der Verantwortung für mich selbst stellen und endlich wirklich leben. Leben ohne diesen Schutzwall, der mir immer so gut als Entschuldigung für mich selbst diente. Der jahrelang als Erklärung für alles Mögliche herhalten musste. Auch als Erklärung dafür, auf keinen Fall etwas zu ändern.
Je näher ich dem Ende kam, desto deutlicher zeigte mir mein Körper, dass ich Angst hatte. Eine panische Angst vor den Folgen. Angst vor den Fragen. Angst vor dem, was andere nun über mich denken würden. Angst, in diese Schublade hineingequetscht zu werden, aus der ich mich so mühsam herausgekämpft hatte. Angst, offen und so verletzlich zu sein.
Die Angst lähmte mich für einige Tage. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mein Rücken legte mich einfach flach. Ich versteifte mich und wollte nicht wirklich loslassen.
Warum eigentlich nicht? Was hatte ich wirklich zu verlieren?
Gestern – ein Tag vor der Veröffentlichung – verglich ich es zum ersten Mal mit meiner Höhenangst. Und ihr hatte ich mich doch bereits erfolgreich gestellt.
In der darauffolgenden Nacht machte ich in Gedanken eine Liste, was ich in meinem Leben schon alles durchgestanden, überstanden und erfolgreich bewältigt hatte. Je länger ich darüber nachdachte, desto länger wurde die Liste.
Also, vor was musste ich denn nun wirklich Angst haben und wie begründet ist diese Angst? Würde sie mich daran hindern, Verant¬wortung für mein Leben zu übernehmen? Würde ich mir den Mut nehmen lassen? Was wollte sie mir eigentlich wirklich sagen?
Ich fand tatsächlich eine Antwort:
Diese Angst kommt aus meiner Vergangenheit und aus meiner tiefsten Kindheit. Sie hat überhaupt nichts mit der Gegenwart zu tun und eine wirkliche Warnung vor der Zukunft stellt sie ebenfalls nicht dar.
Eigentlich war sie nur mein Freund und wollte mir etwas wichtiges zeigen: Sie wollte mir bewusst machen, dass ich es schaffen kann, wenn ich es will. Dass ich ein Recht darauf habe, mein Leben zu leben – ohne Wenn und Aber.
Sie wollte mir zeigen, dass die Vergangenheit nicht in der Gegen-wart sein muss, wenn ich es nicht zulasse.
Sie wollte mir auch zeigen, dass es meine Angst ist, Liebe und An¬erkennung zu verlieren, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin.
Doch was, wenn ich es nicht tue? Was verliere ich dann wirklich?
Mich ... ich verliere mich.

Ich wünsche allen Lesern viel Kraft, zu sich selbst zu stehen und sich selbst wichtig zu nehmen.
Denn wer sollte Dich achten, wenn Du es nicht selbst tust?

© Cornelia G. Becker


Neuvorstellung


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Baal-Pharas - Bösartig
Es gibt Dinge in unserer Welt, die sind einfach bösartig
und wir werden jeden Tag damit konfrontiert.
Bei vielen würden wir lieber wegsehen,
denn es betrifft immer andere und nicht uns selbst.




Die Story

Die Agenten Tom Stone und Lea McFee stehen vor einem Rätsel. In ihrem Bezirk in New York (NY) werden Kinder ohne ersichtlichen Grund getötet. Der Mörder geht mit äußerster Behutsamkeit vor. An den kleinen Opfern finden sich keinerlei Spuren von Gewalt. Auch an den Tatorten nicht ein einziger Hinweise auf den Täter. So ergibt alles erst einmal keinen Sinn. Die Vorgehensweise des Mörders ist erschreckend einfach, fast schon beängstigend. Nach und nach kommt Agent Lea McFee dem Mörder auf die Spur und erkennt, dass er es am Ende auf sie abgesehen hat. Sein ganzer Hass gipfelt in dem Versuch, McFee und letztendlich sich selbst zu zerstören.


Wenn die Seele sich verkriecht















In meiner dunklen Seelenkammer

In meiner dunklen Seelenkammer gehe ich auf und ab
und suche nach Türen und Fenstern, die sie nicht hat.

In meiner dunklen Seelenkammer gibt es oft kein Licht,
Einsamkeit und Schmerz schlagen mir Kälte ins Gesicht.

In meiner dunklen Seelenkammer bin ich wieder nicht Ich,
in Trauer und in Tränen verliere ich mein inneres Licht.

In meiner dunklen Seelenkammer fühle ich Wut und Zorn,
blicke in die Vergangenheit, versperrt ist die Sicht nach vorn.

In meiner dunklen Seelenkammer starr ich Löcher in die Wand,
und es gibt hier keine Brücken und auch keine helfende Hand.

In meiner dunklen Seelenkammer gibt's Mauern unglaublich dick,
kein Hoffnungsschimmer bringt mir ein kleines bisschen Glück.

In meiner dunklen Seelenkammer versinke ich in Depression,
es gibt keinen liebevollen Augenblick, nur düstere Vision.

In meiner dunklen Seelenkammer finde ich die Liebe nicht,
verzweifelt, ohne Lebenssinn, schreib ich traurig ein Gedicht.

In meiner dunklen Seelenkammer verstecke ich mich vor mir
und wünschte doch von ganzem Herzen, es wäre jemand hier.

© Cornelia G. Becker



Das Schicksal ist manchmal ein schwerer Lehrmeister. Es zwingt Dich in die Knie auf unterschiedliche Weise. Verletzt und verstört ziehst Du Dich in Deine 4 Wände zurück und traust Dich nicht mehr heraus.

Ob Krankheit, Tod oder seelische Verletzungen, es ist schwer diese Wege zu gehen und sich selbst immer wieder zu motivieren.
Manch einer zerbricht an diesem Schmerz und möchte am liebsten keine Menschen mehr sehen. Verloren ist das Vertrauen und die Hoffnung stirbt.
Andere verschließen ihre Herzenstür und haben Angst vor weiteren Verletzungen. Freiwillig gehen sie in die Einsamkeit und bleiben lieber allein.
Oder sie kämpfen mit Depressionen und Trauer oder Wut und Ohnmacht.

Wie auch immer Dich das Schicksal herausfordert, der Rückzug hinter Mauern ist immer der falsche Weg.

Sperr Dich nicht selbst ein! Beginne wieder zu leben.
Reiß die Mauern ein und lass Licht herein!
Es ist Dein Leben. Lebe es!

© Cornelia G. Becker