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Das Leben und sein Sinn...



Wir alle werden in unserem Leben mit Situationen konfrontiert, die wir nur allzu oft überhaupt nicht verstehen oder gar akzeptieren wollen.

Unser kleiner Kopf mit seinen - für uns sehr - begrenzten Möglichkeiten ist nicht in der Lage, den Sinn oder möglicherweise sogar unsere Bereitschaft dafür zu erkennen.

Wir glauben, wir wären Opfer des Schicksals - eben nur kleine Menschlein, die entweder einfach glücklich sind oder in der gemeinen Hölle des Alltags schmoren. Und wir schmoren dann auch noch ohne einen ersichtlichen Grund. Leid ist eigentlich völlig überflüssig und sinnlos. Wir sind an all dem sowieso niemals schuld. Von einer möglichen Entscheidung dafür oder gar einer eigenen Verantwortung ganz zu schweigen.

Nun gibt es Situationen im Leben, die sind bei den einen dramatischer und existenziell und bei den anderen eher glimpflich.
Wie jeder Einzelne darauf reagiert ist niemals wirklich sicher. Welche Kräfte ein Mensch in einer solchen Lage entwickeln kann, darüber lassen sich einfach keine Prognosen erstellen.

Was wir - oder zumindest die meisten - erst einmal fragen werden ist:
Warum passiert ausgerechnet mir das?

Es gibt Millionen über Millionen Menschen auf der Welt und ausgerechnet ich kriege es ab. WARUM?

Jetzt gibt es ja einige Theoretiker, die der Auffassung sind, dass es keine Zufälle gibt. Weder im positiven noch im negativen Sinn. Wir - und nur wir - haben unser Leben in der Hand und entscheiden darüber und sind auch allein dafür verantwortlich.

Andere sind der Ansicht, dass es Schicksal ist und wir diesem Schicksal hilflos ausgeliefert wären. Es geschieht eben und wir müssen versuchen, damit zu leben. Es wird sich schon ein Sinn finden - früher oder später.

Wieder andere meinen gar, dass Gott uns für unsere bisherigen schlimmen Taten bestrafen will und ohne diese Läuterung können wir niemals ins Himmelsreich und werden in der Hölle schmoren bis in alle Ewigkeit.

Wenn ich nun so über mein eigenes Leben nachdenke, dann weiß ich gar nicht mehr genau, wie oft ich mir selbst diese Frage nach dem Warum gestellt habe.
Mit Gott habe ich dabei sehr oft gehadert und war wütend. Ich hätte nur zu gerne gewusst, warum er mir das alles antut.

Später fragte ich mich dann, was das Schicksal mir eigentlich sagen und welche Aufgabe ich lernen will, dass es mir immer wieder den gleichen Mist vor die Füße wirft?
Wie lernfähig war ich eigentlich tatsächlich?
Da fallen mir dann so Redensweisheiten unserer - ach so schlauen - Mitmenschen ein, die sehr schnell den Finger in die Wunden legen und fest davon überzeugt sind, dass sie all das viel besser abgehandelt hätten.

Es dauerte viele Jahre bis ich die Möglichkeit überhaupt in Betracht gezogen habe, dass ICH das alles so gewollt habe und dass ich allein die Verantwortung dafür trage.

Was heißt das denn?
Welche Konsequenzen hat das für meine ganz persönliche Lebenseinstellung?
Wie wird sich mein Verhalten anderen gegenüber verändern, wenn ich mehr und mehr erkenne, dass es wirklich so ist?

Dann bin ich plötzlich verantwortlich. Ich allein und sonst niemand.
Verantwortlich egal für was und immer und überall.

Also so etwas ist natürlich - ganz klar - starker Tobak und wer das glaubt, ist ja wohl ein totaler Spinner. Oder etwa nicht?

Ich bin doch nicht dafür verantwortlich, dass es Kriege auf der Welt gibt.
Ich bin auch nicht verantwortlich dafür, dass die einen die anderen ausnehmen und glauben, das müsste so sein.
Ich bin auch nicht für das Leben und die schrecklichen Ereignisse im Leben eines anderen verantwortlich.
Ich bin nicht einmal dafür verantwortlich, wenn eine Beziehung zerbricht z.B. aufgrund irgendwelcher Schmerzen aus der Vergangenheit.
Das geht mich ja alles nichts an und hat mit mir überhaupt nichts zu tun.

Ist es wirklich so einfach oder drücken wir uns nur vor der Möglichkeit, eine Veränderung zum Wohle aller herbeizuführen?

Was wäre, wenn wir uns als das vermeintliche Opfer einfach nur besser fühlen?
Wenn wir uns unsere Verantwortung nur nicht eingestehen wollen?
Das tun ja alle, also falle ich mit meinem Verhalten nicht auf.
Wenn ich aber aufstehe und versuche etwas zu verändern, könnte mich das mein Leben kosten. Im besten Fall erhebe ich mich aus dieser grauen Masse, zeige Zivilcourage und falle auf. Das geht dann ja schon mal gar nicht. Da wird die Luft plötzlich sehr dünn und die, die das so nicht wollen, sind auf einmal da und halten dann auch noch zusammen.
Nein, das kann ich mir nicht antun. Das hat auch gar keinen Sinn und ich kleines Würstchen kann ja nicht die Welt verändern.
Wie überheblich ist das denn?
Was glaube ich denn, wer ich bin?
Nein, so geht das nun wirklich nicht.

Und genau diese Einstellung ist es, die duckend akzeptiert, dass das Leben so ist wie das Leben eben ist. Im Zweifel finden wir ja auch immer einen anderen, der dafür verantwortlich ist.

Ich bewundere jeden, der dieses ganze System der vermeintlichen Notwendigkeiten hinterfragt und in Zweifel zieht.
Ich bewundere jeden, der es gegen alle Widerstände versucht zu verändern.
Ich bewundere jeden, der sich fragt, warum er gerade jetzt und hier dabei ist?
Ich bewundere jeden, der darüber nachdenkt, was es mit ihm selbst zu tun hat. Denn wenn es nichts mit ihm selbst zu tun hätte, dann wäre er da nicht mittendrin oder auch nur in der Nähe.

Daraus ergeben sich für mich ganz wichtige Fragen:
WARUM habe ich mir solche Situationen ausgesucht? WAS bin ich bereit, dabei zu lernen?

Denn meine Bereitschaft und mein Einverständnis scheinen irgendwie ja da zu sein.

Viele gehen hier sicherlich auf die Barrikaden. Es gibt hunderttausende von Gründen, warum ich das auf keinen Fall so gewollt haben kann.

Und wenn doch?
Wenn ich damit etwas lernen wollte?
Wenn ich damit etwas verändern wollte?
Wenn ich daran wachsen wollte?
Wenn ich so irgendwann den Sinn meines Lebens erkennen kann?
Wenn ich mit diesen Erfahrungen werde, was ich wirklich bereit war zu sein, als ich auf die Welt kam?
Wenn ich dann nicht nur mich verstanden habe, sondern vielleicht auch bereit bin, die Verantwortung für alles zu übernehmen?
Wenn einfach nichts ohne einen Sinn geschieht?

Dann...
dann kann ich Gott und die anderen nicht mehr verantwortlich machen, für das, was ich NICHT bereit bin zu verändern... zum Wohle aller und zu meinem eigenen.

Was wäre unsere Welt, wenn wir uns bewusst wären, welche Macht wir wirklich haben.

Oder mit den Worten von Nelson Mandela:
"Jeder Mensch ist dazu bestimmt, zu leuchten! Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind, unsere tiefgreifendste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht. Wir fragen uns, wer ich bin, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen? Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes.

Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen, dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen. Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.

Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen. Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen, geben wir anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere."

© Cornelia G. Becker


Traurige Opferrolle

Ich bin nur das Opfer, ich kann nichts dafür.
Der Täter steht ständig nur vor meiner Tür.
Ich lass ihn herein, er ist mein Gast,
weil das so schön in mein Leben passt.
Egal, was er tut oder wie er verletzt,
egal, wie sehr er mich durch mein Leben hetzt,
Schuld hat nur einer, das ist ja wohl klar.
Nur vom Täter droht mir alle Gefahr.

Doch so einfach ist das Leben leider nicht.
Es ruft mich immer wieder in die Pflicht.
Ich bin schon längst ein Täter an mir selbst,
weil mein Leben keine Eigenverantwortung kennt.
Es spielt keine Rolle, was der andere tut.
Zum Leben fehlt mir ganz einfach der Mut.
Es ist leichter, anderen die Schuld zu geben,
als endlich mit Rückgrat mein Leben zu leben.

So gewinnt er immer wieder die Macht über mich
und grinst mir teuflisch in mein trauriges Gesicht.
Dennoch ist er immer wieder wie Brücke für mich,
doch ich stell mich dieser Herausforderung nicht.
Stattdessen hallen seine Worte lange nach in mir,
und er allein ist Schuld, ich kann gar nichts dafür.
So hab ich mich selbst im Opfersein verloren.
Dabei wurde ich nicht einmal richtig geboren.

© Cornelia G. Becker

Es bleibt immer, überall und in jeder Situation unsere ganz persönliche Entscheidung, ob wir uns als Opfer fühlen wollen und die Verantwortung abgeben wollen.
Wir könnten es auch anders sehen, die Verantwortung übernehmen und uns mutig den Herausforderungen stellen.
Und es gibt täglich Situationen - manchmal sehr banale - in denen wir uns wie Opfer fühlen und es vielleicht gar nicht sind.
Das Leben will uns nicht blockieren. Es will uns zu uns selbst bringen... immer und immer wieder.

Du allein kannst die Mauer sprengen

Du allein kannst die Mauer sprengen


·         Such Dir einen geschützten Rahmen. Such Dir Menschen, die einfach nur zuhören  – ohne Wertungen und ohne Kommentare.
·         Bleib bei der Wahrheit. Schildere die Ereignisse, an die Du Dich erinnern kannst. Lass raus, was Du sagen kannst – Alles!
·         Lass die Tränen zu. Egal, wie lange es dauert. Denn es IST traurig.
·         Schließe die Augen. Versuche auch über Deine Hilflosigkeit, Deine Wut und Deine Verzweiflung zu sprechen. Nimm Deine Angst wahr. Nimm Deinen Schmerz wahr.
·         Lass die Emotionen zu und schau sie Dir an. Sie wollen wahrgenommen werden. Sie zu verdrängen hilft Dir nicht wirklich weiter.
·         Wenn Du schreien willst, weinen willst oder Deine Wut zeigen willst, dann such Dir etwas, dass Du dafür nutzen kannst. Vielleicht findest Du etwas, womit Du Dich nicht selbst verletzt.
·         Nimm Dir Papier und schreibe auf, was Dir gerade einfällt. Und zwar alles! Schreib es einfach auf. Notiere alle Deine Gedanken und Emotionen – auch die schlimmsten. Das ist sehr schwer. Aber es befreit auch und Du nimmst so auch Deine eigenen dunklen Seiten wahr.
·         Versuche Dich selbst zu erkennen.
Du fühlst Dich schuldig? Nur wenige verstehen Dich wirklich? Du fühlst Dich als Opfer der Umstände?
Lass es nicht zu! Erkenne Deine Macht. Wer bist DU? Was willst DU?
Du willst Leben – Dein Leben leben. Und Du hast ein Recht darauf.
·         Du bist ein liebenswerter Mensch. Du bist unglaublich mutig. Du hast so viel Kraft.
All das ist in Dir – erkenne es – aktiviere es.
Du schaffst es!!!

Schritte in der Zukunft:
Auch wenn es unsagbar schwer sein wird:
·         Versuche Dich mit Deiner Opferrolle zu befassen. Was ist geschehen? Schau es Dir wie in einem Film noch einmal an.
Was fühlst Du heute? Was denkst Du heute?
Schreib es auf und habe Mitgefühl mit DIR.
·         Vielleicht schaffst Du es, Dich noch einmal mit den Umständen zu befassen.
Inwieweit beeinflussen sie Dein Leben?
Willst Du weiter in dieser Abhängigkeit leben?
Willst Du weiter Opfer von etwas sein, dass in der Vergangenheit liegt und sich nicht mehr ändern lässt?
Willst Du das wirklich?

Es ist Dein Leben. Du hast eine Verantwortung Dir selbst gegenüber. Die Umstände dafür verantwortlich zu machen bedeutet, sich nicht der Verantwortung stellen zu wollen. Du brauchst die Umstände vermutlich schon lange nicht mehr, um Dich immer noch hinter Deinen Mauern zu verstecken.


© Cornelia G. Becker

Vergebung ist ein langer Weg

So schwer wie es ist, über dieses Thema zu schreiben und die richtigen Worte zu finden, so schwer ist es auch zu vergeben: Anderen und sich selbst.

Es scheint jedoch einfacher zu sein, einem anderen irgendwann zu vergeben.
Ihn zum alleinigen Schuldigen zu erklären, geht jedenfalls wesentlich schneller. Es ist ja auch leichter, beim anderen Wunden zu erkennen, als seine eigenen wahrzunehmen. Salz streut sich bei anderen viel besser.
Genauer hinzusehen, Handlungen und Verurteilungen (auf beiden Seiten) genauer zu hinterfragen kostet Kraft und erfordert Ehrlichkeit mit sich selbst.
Dem anderen später wirklich vergeben zu können ist ein langer Weg. Vermutlich mit vielen Tränen, Wut und vielleicht sogar mit Rachegelüsten.
Die Vergangenheit lässt sich nun mal nicht mehr korrigieren. Aber ich kann lernen, sie loszulassen. Ob ich es jemals vergessen werde, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Der Weg zurück zu mir beginnt mit einer Korrektur meiner ganz persönlichen Sichtweise.
Wahrscheinlich stellt sich früher oder später auch die Frage, ob ich hätte anders handeln können.
Viele glauben nun, es wäre wenig sinnvoll ernsthaft darüber nachzudenken.
Doch wenn ich nicht bereit bin, mein eigenes Verhalten noch einmal anzuschauen, wie will ich dann aus meinen vergangenen Erlebnissen etwas lernen? Wie will ich sie verwandeln, wenn ich nicht hinsehen will und sie am liebsten komplett aus meinem Gedächtnis streichen möchte?

So mancher wird jetzt sagen: "Du konntest nicht anders handeln, sonst hättest Du es ja getan!"
Aber so einfach ist das vermutlich nicht.
Ab einem gewissen Alter sollte ich sehr wohl in der Lage sein, (mehr oder weniger) meine ganz persönlichen Interessen auch entsprechend durchzusetzen.

Dennoch fällt genau das den meisten Menschen schwer.
Warum ist es immer wieder eine Herausforderung?

Weil wir alle Angst haben, die Konsequenzen unserer Handlungen zu tragen.
Wir haben Angst davor, allein und ungeliebt zurückzubleiben.
Wir passen uns lieb und brav an - auch wenn wir das gar nicht wollen.

Erst wenn der eigene Leidensdruck übermächtig und erdrückend ist, bin ich zu einer Aktion fähig.
Wenn ich aber wirklich ehrlich zu mir selbst bin, muss ich mir eingestehen, dass ich schon viel früher hätte handeln müssen.
Später versuche ich vielleicht, dem anderen zu vergeben, was er mir angetan hat.
Was habe ich mir eigentlich in all der Zeit selbst angetan?

Der Weg zur eigenen Vergebung kann noch Jahre dauern und viele Hindernisse haben.
Der erste Schritt ist vielleicht gemacht, wenn ich erkennen kann, dass auch ich an den Ereignissen nicht ganz so unbeteiligt war wie ich das gerne gewesen wäre. Schließlich hätte ich ja auch sofort meine unangenehmen Gefühle wahrnehmen und nein sagen können. Aber ich tat es nicht. Ich habe lieber mich selbst und meine Gefühle und Ängste verleugnet.

Eine solche Erkenntnis könnte mir neue Türen zu mir selbst öffnen. Jetzt kann ich lernen, mir selbst zu vergeben.

Wer allerdings denkt und hofft, der Weg der Vergebung wäre danach zu Ende und alles wäre geheilt, der könnte sich irren. Denn um eine wirkliche Heilung zu erreichen, muss jeder für sich selbst seinen eigenen Frieden schließen. Und dieser Frieden setzt noch einen weiteren Schritt voraus: Den anderen um Vergebung bitten.

Warum sollte ich aber einen anderen um Vergebung bitten, für das, was er mir angetan hat?
So ein Blödsinn!

Doch es ist kein Blödsinn. Wenn ich nämlich damals für mich selbst gesorgt hätte, dann wäre seine Handlung vielleicht gar nicht zustandegekommen.

Was aber, wenn der andere mit nicht vergeben will? Wenn er meine Bitte mit Hass und Wut beantwortet? Wie kann ich damit umgehen?

Für mich war es wichtig, zu erkennen, dass ich einen anderen nicht zu Veränderungen veranlassen kann. Somit auch nicht dazu, dass er mir vergibt.
Er hat seinen eigenen Weg.
Wie lang dieser sein wird und ob er mit jemals vergeben wird, all das kann ich nicht beeinflussen. Ich kann ihn vielleicht noch mit meinen guten Gedanken begleiten und ihm Kraft wünschen. Aber ich kann niemals seinen Weg für ihn gehen.

Vielleicht ist mein eigener Weg zur Vergebung auch gar nicht von seiner Antwort abhängig.
Mein Bewusstsein und meine Wahrnehmung haben sich schon verändert.
Ich habe mich verändert.
Ich habe Verantwortung für mich übernommen und bin auch bereit, die Konsequenzen zu tragen.
Ich habe mich entschlossen, besser auf mich zu achten und nein zu sagen, wenn ich nein sagen will.

Es ist ein langer Weg, mit vielen Tränen, mit Schmerz und manchmal auch mit Hilflosigkeit und Verzweiflung.
Es ist ein Weg zu mir selbst.
Dieser Weg beginnt mit einem kleinen, unsicheren, ersten Schritt.
Doch er lohnt sich immer!

© Cornelia G. Becker

Mehr dazu findet Ihr in meinem Buch "Endlich leben", erhältlich bei Amazon als Kindle und als Taschenbuch.

Borderline



Wenn Hass und Liebe sich vereinen...
Wenn Trauer und Glück Tränen weinen...
Wenn Ohnmacht und Hoffnung mit Dir reden...
glaubst Du, erst dann wirklich zu leben?

Wenn Verzweiflung und Glauben in Dir ringen...
Wenn Schmerz und Sehnsucht Lieder singen...
Wenn Rache und Vergebung mit Dir reden...
glaubst Du, nur dann wirklich zu leben?

Wenn Du Widersprüche brauchst, um Dich zu spüren...
Wenn Du Gegensätze brauchst, um Dich zu fühlen...
dann bist Du gefangen in diesem Opfer-Ich
und erkennst Dein eigenes Wesen nicht.

© Cornelia G. Becker

Mehr zu meinen Gedanken und Gefühlen findet Ihr in meinem neuen Buch:

Verantwortung für mein Leben

Auszug aus meinem neuen Buch:

Ich weiß nicht, wie oft ich bereits versucht habe, diese Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen und zu Papier zu bringen.
Vor einigen Jahren hatte ich schon einmal ein Buch mit 380 Seiten fertig, dass dann wie „zufällig“ spurlos verschwand.
Es folgten Jahren, in denen ich dieses Thema gar nicht in Worte fassen wollte und mich lieber versteckte. Ich fühlte mich schmutzig und schuldig.
In den letzten Tagen, vor der Veröffentlichung, merkte ich genau, dass meine Mauern zu fallen drohten. Dass ich selbst eine Tür in diesem Turm hineinschlagen wollte. Dass ich raus wollte, aus diesem Verlies. Ich wollte mich der Verantwortung für mich selbst stellen und endlich wirklich leben. Leben ohne diesen Schutzwall, der mir immer so gut als Entschuldigung für mich selbst diente. Der jahrelang als Erklärung für alles Mögliche herhalten musste. Auch als Erklärung dafür, auf keinen Fall etwas zu ändern.
Je näher ich dem Ende kam, desto deutlicher zeigte mir mein Körper, dass ich Angst hatte. Eine panische Angst vor den Folgen. Angst vor den Fragen. Angst vor dem, was andere nun über mich denken würden. Angst, in diese Schublade hineingequetscht zu werden, aus der ich mich so mühsam herausgekämpft hatte. Angst, offen und so verletzlich zu sein.
Die Angst lähmte mich für einige Tage. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mein Rücken legte mich einfach flach. Ich versteifte mich und wollte nicht wirklich loslassen.
Warum eigentlich nicht? Was hatte ich wirklich zu verlieren?
Gestern – ein Tag vor der Veröffentlichung – verglich ich es zum ersten Mal mit meiner Höhenangst. Und ihr hatte ich mich doch bereits erfolgreich gestellt.
In der darauffolgenden Nacht machte ich in Gedanken eine Liste, was ich in meinem Leben schon alles durchgestanden, überstanden und erfolgreich bewältigt hatte. Je länger ich darüber nachdachte, desto länger wurde die Liste.
Also, vor was musste ich denn nun wirklich Angst haben und wie begründet ist diese Angst? Würde sie mich daran hindern, Verant¬wortung für mein Leben zu übernehmen? Würde ich mir den Mut nehmen lassen? Was wollte sie mir eigentlich wirklich sagen?
Ich fand tatsächlich eine Antwort:
Diese Angst kommt aus meiner Vergangenheit und aus meiner tiefsten Kindheit. Sie hat überhaupt nichts mit der Gegenwart zu tun und eine wirkliche Warnung vor der Zukunft stellt sie ebenfalls nicht dar.
Eigentlich war sie nur mein Freund und wollte mir etwas wichtiges zeigen: Sie wollte mir bewusst machen, dass ich es schaffen kann, wenn ich es will. Dass ich ein Recht darauf habe, mein Leben zu leben – ohne Wenn und Aber.
Sie wollte mir zeigen, dass die Vergangenheit nicht in der Gegen-wart sein muss, wenn ich es nicht zulasse.
Sie wollte mir auch zeigen, dass es meine Angst ist, Liebe und An¬erkennung zu verlieren, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin.
Doch was, wenn ich es nicht tue? Was verliere ich dann wirklich?
Mich ... ich verliere mich.

Ich wünsche allen Lesern viel Kraft, zu sich selbst zu stehen und sich selbst wichtig zu nehmen.
Denn wer sollte Dich achten, wenn Du es nicht selbst tust?

© Cornelia G. Becker


… aber all die Opfer haben lebenslänglich

Gestern Abend in der ARD (1.10.) ein Film über die Odenwaldschule und danach eine Diskussionsrunde.

All das habe ich mir angesehen. Ich bin der Diskussionsrunde gefolgt und danach machte sich eine Betroffenheit breit, die ich nicht in Worte fassen konnte. Kenn ich doch dieses Thema selbst schon viel zu lange und auch die Reaktionen der Umwelt darauf.

Erstaunlich finde ich es immer wieder, wie Täter (so auch im Film) eine seltsame Wahrnehmung der Realität leben. Wie kommt so ein Täter auf den Gedanken, dass es einem Kind nicht wehtun würde, was er da mit ihm macht? Streicheleinheiten sind eine Sache. Gegen den Willen des Kindes allerdings eine ganz andere. Und wenn es dann soweit geht, dass der eigentliche Akt – sowohl mit Mädchen, als auch mit Jungen – auch noch durchgeführt wird und vor dem Täter ein weinendes Kind liegt, wie geht es ihm dann damit?

Welche seltsame Befriedigung empfindet er dabei? Wie ist es möglich, dass solche Menschen noch mit Achtung vor sich selbst abends in den Spiegel blicken können? Wie ist es möglich, dass sie die alltäglichen Interessen dieser Kinder in der Öffentlichkeit reflektieren und verteidigen? Und das noch so glaubwürdig, dass alle, die zuhören von der Ehrbarkeit überzeugt sind?

Wie sollte sich in einem solchen Umfeld auch nur ein Kind wirklich trauen, etwas zu sagen? Etwas von diesem unglaublichen Leid preisgeben? Wer würde ihm das noch glauben? Wer würde dieses seelische Drama wirklich realisieren, wenn auf der anderen Seite ein verdienter Ehrenmann steht und auch noch entsetzlich schockiert auf solche Anschuldigungen reagiert?

Und warum schweigen all die anderen? Warum schweigen andere Opfer? Können sie sich nicht als Verbündete zusammenschließen?

Warum übersehen Angehörige die Anzeichen? Sind sie wirklich so „undeutlich“ oder fällt es nur so unsagbar schwer, das wirklich zu glauben? Man will ja keinen Unschuldigen verdächtigen. Außerdem ist Rufmord ja strafbar. Und was Kinder sich so alles zusammenreimen, wenn sie nicht kriegen, was sie wollen, weiß man nun wirklich ziemlich genau.

Wenn es mal so einfach wäre.

Natürlich gehöre ich nicht zu den Opfern, die glauben: „Besser einen Unschuldigen zu viel verurteilt, als einen Täter frei rumlaufen lassen.“ Ich gehöre auch nicht zu denen, die meinen, nur Männer wären Täter. Ebenfalls bin ich nicht davon überzeugt, dass es keine Fälle von Verleumdung gibt.

Aber wenn über 100 Kinder solche Aussagen machen, verstehe ich nicht, wie eine solche Einrichtung überhaupt noch arbeiten darf. Ich verstehe nicht, warum nicht radikal durchgegriffen wird. Dabei sind Behörden in ähnlichen Situationen doch manchmal sehr schnell bereit, Konsequenzen zu ziehen.
Welche Interessen halten sie dann an diesen Stellen ab?

Wieso werden Täter nicht härter bestraft? Wieso werden diese Personen nicht zur Verantwortung gezogen? Wieso muss es erst wieder und wieder geschehen, damit jemand etwas unternimmt? Wie kann das alles 50 Jahre lang vertuscht werden?

Die wirkliche Schande ist allerdings diese Gesellschaft, die weder hinsehen noch hinhören will. Solche dunklen Flecken auf diesen wunderbar weißen Westen kann keiner zulassen.

Hat sich eigentlich mal einer dieser Verantwortlichen gefragt, wie er sich als Kind in einer solchen hoffnungslosen Situation fühlen würde? Wie hilflos, verloren und allein gelassen?

Ein jeder, der einen solchen Schmerz gefühlt hat, wird weder Behörden, noch Gerichte und noch weniger diese Gesellschaft verstehen. Und er würde – wenn er etwas zu sagen hätte – vermutlich viel härter durchgreifen.

Denn er würde eines erkennen:

Täter bekommen vielleicht nur Bewährung oder einige Jahre Gefängnis.

Opfer haben lebenslänglich.

© Cornelia G. Becker


Kinderseelen
Wenn Kinderseelen heimlich weinen…
Weil einer ihnen die Seele zerstört
Und keiner ihre Tränen hört
Weil es passiert ganz ungestört

Wenn Kinderseelen heimlich schreien…
Weil einer sie als Handelsware schätzt
Sie von einem zum anderen hetzt
Und ihre Seelen zutiefst verletzt

Wenn Kinderseelen heimlich sterben…
Und die Gesellschaft die Augen verschließt
Und mancher der Täter noch Achtung genießt
Und die Pornoindustrie sprießt und sprießt

Was soll dann aus unserer Welt noch werden
Wenn die Vertrauenspersonen oft Täter sind
Und die Hilfeschreie verhallen im Wind
Und keiner glaubt diesem gepeinigten Kind

© Cornelia G. Becker



Neuvorstellung


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Baal-Pharas - Bösartig
Es gibt Dinge in unserer Welt, die sind einfach bösartig
und wir werden jeden Tag damit konfrontiert.
Bei vielen würden wir lieber wegsehen,
denn es betrifft immer andere und nicht uns selbst.




Die Story

Die Agenten Tom Stone und Lea McFee stehen vor einem Rätsel. In ihrem Bezirk in New York (NY) werden Kinder ohne ersichtlichen Grund getötet. Der Mörder geht mit äußerster Behutsamkeit vor. An den kleinen Opfern finden sich keinerlei Spuren von Gewalt. Auch an den Tatorten nicht ein einziger Hinweise auf den Täter. So ergibt alles erst einmal keinen Sinn. Die Vorgehensweise des Mörders ist erschreckend einfach, fast schon beängstigend. Nach und nach kommt Agent Lea McFee dem Mörder auf die Spur und erkennt, dass er es am Ende auf sie abgesehen hat. Sein ganzer Hass gipfelt in dem Versuch, McFee und letztendlich sich selbst zu zerstören.


Kinderseelen


Kinderseelen

Wenn Kinderseelen heimlich weinen…
Weil einer ihnen die Seele zerstört
Und keiner ihre Tränen hört
Weil es passiert ganz ungestört

Wenn Kinderseelen heimlich schreien…
Weil einer sie als Handelsware schätzt
Sie von einem zum anderen hetzt
Und ihre Seelen zutiefst verletzt

Wenn Kinderseelen heimlich sterben…
Und die Gesellschaft die Augen verschließt
Und mancher der Täter noch Achtung genießt
Und die Pornoindustrie sprießt und sprießt

Was soll dann aus unserer Welt noch werden
Wenn die Vertrauenspersonen oft Täter sind
Und die Hilfeschreie verhallen im Wind
Und keiner glaubt diesem gepeinigten Kind

© Cornelia G. Becker