Posts mit dem Label Überleben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Überleben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Lebe!

Mit freundlicher Erlaubnis der Künstlerin: Isabel Feistl

Lebe

Wenn das Leben Wege geht, die Du nicht verstehst
und über Stege geht, die Du lieber nicht gehst ...

Wenn das Schicksal schmerzhafte Zeiten bringt
und die glückliche Dir unter den Fingern verrinnt ...

Wenn die Welt Dir in einem anderen Licht erscheint
und Du hast all Deine Tränen für Dich geweint ...

Wenn danach die Hoffnung endlich überwiegt
und Dein Wunsch nach Neuem die Angst besiegt ...

Dann breite Deine Flügel wieder ganz weit aus,
und fliegt wie ein Schmetterling in die Welt hinaus.

© Cornelia G. Becker

(Auszug aus meinem Buch: Endlich Leben

Der Mensch und das "Böse"

Wie viele von uns glauben, dass sie besser wären als anderen?
Wie viele von uns betonen immer wieder, dass sie so schlimme Dinge niemals tun würden?
Wie viele von uns sind mit Schuldzuweisungen schnell bei der Sache? Wie viele von uns geben genau aus diesem Grund die Verantwortung an andere ab?
Wie viele von uns hinterfragen sich wirklich selbst?

Im Laufe der letzten Jahre habe ich über diese Fragen immer wieder intensiv nachgedacht.
Heute denke ich, dass wir viel zu oft viel zu viele Entschuldigungen finden für etwas, das wir gerade tun oder gerade lieber nicht tun.

Da werden andere beurteilt, verurteilt und bestraft, weil sie Dinge tun, die wir so niemals tun würden.
Was wir dabei liebend gern außer Acht lassen, ist die Möglichkeit, dass es Umstände geben könnte, in denen wir genau das Verhalten an den Tag legen, was wir gerade noch so vehement verurteilt haben.

Doch wer würde das schon freiwillig zugeben?
Das mühsam erworbene gesellschaftliche Ansehen könnte ja in Sekunden wie ein Kartenhaus zusammenbrechen.

Also leugnen wir lieber unsere Schattenseiten und verdrängen das "Böse" in uns in die hinterste Ecke.

Wir schweigen zu Dingen, die uns nicht gefallen.
Oder wir neigen dazu, die zu verdammen, die ihre Wut zum Ausdruck bringen und ausleben.
Dabei weiß ich nicht, was schlimmer ist???

Wer sind wir denn, dass wir uns erlauben, über andere zu richten?
Leben andere nur die Schattenseiten aus, derer wir uns schämen?
Was würden wir wirklich tun, wenn unser Leben bedroht wird? Welche Fähigkeiten zum Kampf hätten wir dann? Und wie hoch wäre unsere eigene Schmerzgrenze?

Was müsste ein Einzelner oder eine Gesellschaft mir immer wieder antun, damit ich meine Vorsätze und meine Werte völlig vergesse und ums nackte Überleben kämpfe?

Ich glaube, dass wir alle viel zu selten darüber nachdenken und dass der Blick viel zu oft auf "Die Anderen" gerichtet ist.

© Cornelia G. Becker

Sehnsucht und die Folgen



Sehnsucht nach

Sie sehnte sich nach einer liebevollen Welt,
in der auch die Menschlichkeit nicht fehlt.

Sie sehnte sich nach mehr Gemeinsamkeit,
ohne all diese hektische Geschäftigkeit.

Sie sehnte sich nach Mitgefühl und inniger Nähe
und einem, der all diese schweren Wege mitgehe.

Sie sehnte sich nach Hilfe und gegenseitigem Verstehen
und Menschen, die in Not helfend zueinanderstehen.

Sie sehnte sich nach Geborgenheit und nach Glück,
nicht nur Reichtum und Macht für einen Augenblick.

Sie sehnte sich nach einer liebevollen, glücklichen Welt,
doch die Realität zeigte ihr, wie leicht die Hoffnung zerfällt.

Sie sehnte sich nach Liebe und das Leben ging vorbei,
sie lebte für die Sehnsucht und verlor sich selbst dabei.

© Cornelia G. Becker


Verantwortung für mein Leben

Auszug aus meinem neuen Buch:

Ich weiß nicht, wie oft ich bereits versucht habe, diese Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen und zu Papier zu bringen.
Vor einigen Jahren hatte ich schon einmal ein Buch mit 380 Seiten fertig, dass dann wie „zufällig“ spurlos verschwand.
Es folgten Jahren, in denen ich dieses Thema gar nicht in Worte fassen wollte und mich lieber versteckte. Ich fühlte mich schmutzig und schuldig.
In den letzten Tagen, vor der Veröffentlichung, merkte ich genau, dass meine Mauern zu fallen drohten. Dass ich selbst eine Tür in diesem Turm hineinschlagen wollte. Dass ich raus wollte, aus diesem Verlies. Ich wollte mich der Verantwortung für mich selbst stellen und endlich wirklich leben. Leben ohne diesen Schutzwall, der mir immer so gut als Entschuldigung für mich selbst diente. Der jahrelang als Erklärung für alles Mögliche herhalten musste. Auch als Erklärung dafür, auf keinen Fall etwas zu ändern.
Je näher ich dem Ende kam, desto deutlicher zeigte mir mein Körper, dass ich Angst hatte. Eine panische Angst vor den Folgen. Angst vor den Fragen. Angst vor dem, was andere nun über mich denken würden. Angst, in diese Schublade hineingequetscht zu werden, aus der ich mich so mühsam herausgekämpft hatte. Angst, offen und so verletzlich zu sein.
Die Angst lähmte mich für einige Tage. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mein Rücken legte mich einfach flach. Ich versteifte mich und wollte nicht wirklich loslassen.
Warum eigentlich nicht? Was hatte ich wirklich zu verlieren?
Gestern – ein Tag vor der Veröffentlichung – verglich ich es zum ersten Mal mit meiner Höhenangst. Und ihr hatte ich mich doch bereits erfolgreich gestellt.
In der darauffolgenden Nacht machte ich in Gedanken eine Liste, was ich in meinem Leben schon alles durchgestanden, überstanden und erfolgreich bewältigt hatte. Je länger ich darüber nachdachte, desto länger wurde die Liste.
Also, vor was musste ich denn nun wirklich Angst haben und wie begründet ist diese Angst? Würde sie mich daran hindern, Verant¬wortung für mein Leben zu übernehmen? Würde ich mir den Mut nehmen lassen? Was wollte sie mir eigentlich wirklich sagen?
Ich fand tatsächlich eine Antwort:
Diese Angst kommt aus meiner Vergangenheit und aus meiner tiefsten Kindheit. Sie hat überhaupt nichts mit der Gegenwart zu tun und eine wirkliche Warnung vor der Zukunft stellt sie ebenfalls nicht dar.
Eigentlich war sie nur mein Freund und wollte mir etwas wichtiges zeigen: Sie wollte mir bewusst machen, dass ich es schaffen kann, wenn ich es will. Dass ich ein Recht darauf habe, mein Leben zu leben – ohne Wenn und Aber.
Sie wollte mir zeigen, dass die Vergangenheit nicht in der Gegen-wart sein muss, wenn ich es nicht zulasse.
Sie wollte mir auch zeigen, dass es meine Angst ist, Liebe und An¬erkennung zu verlieren, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin.
Doch was, wenn ich es nicht tue? Was verliere ich dann wirklich?
Mich ... ich verliere mich.

Ich wünsche allen Lesern viel Kraft, zu sich selbst zu stehen und sich selbst wichtig zu nehmen.
Denn wer sollte Dich achten, wenn Du es nicht selbst tust?

© Cornelia G. Becker


… aber all die Opfer haben lebenslänglich

Gestern Abend in der ARD (1.10.) ein Film über die Odenwaldschule und danach eine Diskussionsrunde.

All das habe ich mir angesehen. Ich bin der Diskussionsrunde gefolgt und danach machte sich eine Betroffenheit breit, die ich nicht in Worte fassen konnte. Kenn ich doch dieses Thema selbst schon viel zu lange und auch die Reaktionen der Umwelt darauf.

Erstaunlich finde ich es immer wieder, wie Täter (so auch im Film) eine seltsame Wahrnehmung der Realität leben. Wie kommt so ein Täter auf den Gedanken, dass es einem Kind nicht wehtun würde, was er da mit ihm macht? Streicheleinheiten sind eine Sache. Gegen den Willen des Kindes allerdings eine ganz andere. Und wenn es dann soweit geht, dass der eigentliche Akt – sowohl mit Mädchen, als auch mit Jungen – auch noch durchgeführt wird und vor dem Täter ein weinendes Kind liegt, wie geht es ihm dann damit?

Welche seltsame Befriedigung empfindet er dabei? Wie ist es möglich, dass solche Menschen noch mit Achtung vor sich selbst abends in den Spiegel blicken können? Wie ist es möglich, dass sie die alltäglichen Interessen dieser Kinder in der Öffentlichkeit reflektieren und verteidigen? Und das noch so glaubwürdig, dass alle, die zuhören von der Ehrbarkeit überzeugt sind?

Wie sollte sich in einem solchen Umfeld auch nur ein Kind wirklich trauen, etwas zu sagen? Etwas von diesem unglaublichen Leid preisgeben? Wer würde ihm das noch glauben? Wer würde dieses seelische Drama wirklich realisieren, wenn auf der anderen Seite ein verdienter Ehrenmann steht und auch noch entsetzlich schockiert auf solche Anschuldigungen reagiert?

Und warum schweigen all die anderen? Warum schweigen andere Opfer? Können sie sich nicht als Verbündete zusammenschließen?

Warum übersehen Angehörige die Anzeichen? Sind sie wirklich so „undeutlich“ oder fällt es nur so unsagbar schwer, das wirklich zu glauben? Man will ja keinen Unschuldigen verdächtigen. Außerdem ist Rufmord ja strafbar. Und was Kinder sich so alles zusammenreimen, wenn sie nicht kriegen, was sie wollen, weiß man nun wirklich ziemlich genau.

Wenn es mal so einfach wäre.

Natürlich gehöre ich nicht zu den Opfern, die glauben: „Besser einen Unschuldigen zu viel verurteilt, als einen Täter frei rumlaufen lassen.“ Ich gehöre auch nicht zu denen, die meinen, nur Männer wären Täter. Ebenfalls bin ich nicht davon überzeugt, dass es keine Fälle von Verleumdung gibt.

Aber wenn über 100 Kinder solche Aussagen machen, verstehe ich nicht, wie eine solche Einrichtung überhaupt noch arbeiten darf. Ich verstehe nicht, warum nicht radikal durchgegriffen wird. Dabei sind Behörden in ähnlichen Situationen doch manchmal sehr schnell bereit, Konsequenzen zu ziehen.
Welche Interessen halten sie dann an diesen Stellen ab?

Wieso werden Täter nicht härter bestraft? Wieso werden diese Personen nicht zur Verantwortung gezogen? Wieso muss es erst wieder und wieder geschehen, damit jemand etwas unternimmt? Wie kann das alles 50 Jahre lang vertuscht werden?

Die wirkliche Schande ist allerdings diese Gesellschaft, die weder hinsehen noch hinhören will. Solche dunklen Flecken auf diesen wunderbar weißen Westen kann keiner zulassen.

Hat sich eigentlich mal einer dieser Verantwortlichen gefragt, wie er sich als Kind in einer solchen hoffnungslosen Situation fühlen würde? Wie hilflos, verloren und allein gelassen?

Ein jeder, der einen solchen Schmerz gefühlt hat, wird weder Behörden, noch Gerichte und noch weniger diese Gesellschaft verstehen. Und er würde – wenn er etwas zu sagen hätte – vermutlich viel härter durchgreifen.

Denn er würde eines erkennen:

Täter bekommen vielleicht nur Bewährung oder einige Jahre Gefängnis.

Opfer haben lebenslänglich.

© Cornelia G. Becker


Kinderseelen
Wenn Kinderseelen heimlich weinen…
Weil einer ihnen die Seele zerstört
Und keiner ihre Tränen hört
Weil es passiert ganz ungestört

Wenn Kinderseelen heimlich schreien…
Weil einer sie als Handelsware schätzt
Sie von einem zum anderen hetzt
Und ihre Seelen zutiefst verletzt

Wenn Kinderseelen heimlich sterben…
Und die Gesellschaft die Augen verschließt
Und mancher der Täter noch Achtung genießt
Und die Pornoindustrie sprießt und sprießt

Was soll dann aus unserer Welt noch werden
Wenn die Vertrauenspersonen oft Täter sind
Und die Hilfeschreie verhallen im Wind
Und keiner glaubt diesem gepeinigten Kind

© Cornelia G. Becker



Endlich leben!

Brandneu und jetzt bei Amazon erhältlich

http://goo.gl/pDNDuW


Bewusst leben heißt zwangsläufig Verantwortung für Dich selbst übernehmen. Ob Du es nun willst oder nicht.
Denn die Aufforderung dazu wird nicht verschwinden, wenn Du glaubst, Dich davor drücken zu können. Dein Körper wird Dir immer wieder einmal deutlich zeigen, dass Du Dich und Deine Bedürfnisse, Träume und Wünsche nicht ernst nehmen wolltest. Er wird Dir mit aller Deutlichkeit zeigen, dass Du Dich nicht als wertvoll und wichtig verstehst. Er wird Dir auch zeigen, dass Du Dich vor dem Leben drücken willst.
Stellt sich nun die Frage: Wie deutlich brauchst Du es, bis Du endlich aufstehst, entscheidest und etwas änderst?
Wie lange willst Du Dich noch mit allem Möglichen entschuldigen, bis Du begreifst, dass Du es selbst bist, der da heraus könnte und es einfach nicht will.
Denn Du musst ja da nicht bleiben, wenn Du es nicht willst.

Vielleicht besteht unser größtes Problem darin, dass wir nicht begreifen wollen, dass wir eigentlich gar nichts müssen.
Wir könnten uns jeden Tag neu gegen dieses Müssen entscheiden. Allerdings würde das voraussetzen, dass wir bereit sind, die Verantwortung für die Konsequenzen zu übernehmen.
Wollen wir das wirklich oder ist es viel bequemer in einer Art selbstgewähltem Muss-Käfig zu verharren und sich mit irgendetwas für die eigene Unfähigkeit und Angst zu entschuldigen?
Das ist, was wir ja all die Jahre gewohnt waren. Das ist, was wir uns all die Jahre so angeeignet haben, ohne zu hinterfragen, ob es uns noch guttut.
Eigentlich sind wir so nicht besser, als ein Alkoholiker, der sein Trinken-wollen immer wieder mit irgendwelchen traurigen Lebensumständen entschuldigt.
Wir finden auch nur 100.000 Gründe dafür, warum wir nicht handeln wollen.
Denn genaugenommen müssen wir so nicht leben. Wir könnten uns jeden Tag aufs Neue für einen anderen Weg entscheiden.
Was würden wir dabei gewinnen oder verlieren?

Gewinnen                                            Verlieren
Freude am Leben                                  Angst vor der Zukunft
Selbst-Bewusst-Sein                             Angst vor dem Leben
Entscheidungsfähigkeit                        vorgeschobene Entschuldigungen
Handlungsfähigkeit                              Opferrolle
Glück                                                    Schutzwälle
Eigenverantwortlichkeit                       Feindbilder
Selbstachtung                                       Mauern

Und was willst Du jetzt?
Willst Du Dich weiter vor der Verantwortung für Dein Leben drücken?
Willst Du Dich weiter als Opfer Deines Schicksals fühlen?
Willst Du weiter anderen die Schuld geben für Entscheidungen, die Du nicht treffen willst?
Willst Du weiter in der Masse mitlaufen oder willst Du endlich aufstehen und leben?
Willst Du es weiter so tun, wie Du es immer gemacht hast, weil Du es so gewohnt bist und Veränderungen lieber aus dem Weg gehst?
Oder
Willst Du das Abenteuer Leben mit vollen Zügen genießen und an Hürden auf Deinem Weg wachsen?
Willst Du die Herausforderung erkennen und mit deren Bewältigung zu Dir selbst finden?
Willst Du werden, was Du schon immer sein wolltest?

Dann steh endlich auf und mach Dir bewusst, was Du gerade mit Deinem Leben tust!
Steh auf, und definiere Dich neu!
Steh auf, und handele so, dass es Dir gut geht. Entschuldige Dich nicht mehr bei anderen oder mit anderen. Du allein trägst die Verantwortung für Dich und Dein Leben.
Es verändert sich erst etwas, wenn Du etwas veränderst.
Deine Weigerung, das zu erkennen, hilft Dir nicht und macht Dich krank. Das könntest Du verhindern, wenn Du Dein Bewusstsein für Deine Bedürfnisse und Deine Verantwortung schulst.
Dafür musst Du allerdings Deine Handlungen hinterfragen wollen.
Dafür musst Du wahrnehmen wollen und nicht die anderen vorschieben.
Dafür musst Du Deine Schutzmechanismen erkennen wollen und Dich ihnen stellen.
Dafür musst Du bei Dir bleiben wollen!

Es ist ein schwerer Weg zur Ehrlichkeit mit sich selbst.
Lass ihn uns gemeinsam gehen.
Denn wir sind alle Liebe und Licht.
Niemand – außer wir selbst – hindert uns daran zu leuchten und unsere Liebe in die Welt zu tragen.

© Cornelia G. Becker