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Alle Menschen sind gut...?



Du glaubst vielleicht, alle Menschen sind gut.
Doch sei besser vor Deiner Meinung auf der Hut.
Denn bringst Du sie aus ihrer Fassung heraus,
dann sieht es mit dem Gutsein ganz anders aus.

Ihre tatsächlichen Ansichten kommen ans Tageslicht,
was Du dann von ihnen denkst, interessiert sie nicht.
So wird aus einem, den Du für gut gehalten hast
völlig "unerwartet" eine unerträglicher Last.

Drum sei vorsichtig, was Du über andere denkst,
weil Du Dich womöglich in irgendwas verrennst.
Mancher sagt vielleicht nur seine Meinung nicht,
und lächelt Dir lieber freundlich ins Gesicht,
doch was er wirklich denkt, das weißt Du nicht.

© Cornelia G. Becker

Nachdenklich



Wir sind auf dieser Welt,

um zu arbeiten,
Geld zu verdienen,
unsere Existenz aufzubauen,
unseren Luxus zu erschaffen,
und all das entsprechend zu verteidigen.

Wir vergessen dabei,

dass andere Menschen diese Chancen nicht haben.
dass wir andere Menschen ausbeuten.
dass andere Menschen leiden.
dass andere Menschen hungern.

Wir reden uns ein,

dass andere eben einfach nicht genug tun.
dass andere vielleicht zu dumm sind.
dass manche eben nicht an die Spitze kommen.

Wir vergessen dabei,

dass wir vielleicht bessere Voraussetzungen hatten.
dass wir es auf dem Rücken vieler andere erschaffen haben.
dass wir unseren Luxus teilen könnten.

Wir verurteilen die anderen,

weil sie nicht unsere Werte vertreten.
weil sie nicht unseren Lebensstil leben.
weil sie eine andere Hautfarbe haben.
weil sie einfach anders sind.

Wir vergessen dabei,

welches Glück es ist, gesund zu sein.
welches Glück es ist, genug zu essen zu haben.
welches Glück es ist, sich etwas aufbauen zu dürfen.
welches Glück es ist, in Frieden leben zu können.
welches Glück es ist, nicht jeden Tag um sein Leben fürchten zu müssen.

Und eines vergessen wir dabei viel zu oft,
dass wir alle Liebe, Verständnis und Hoffnung geben können.

© Cornelia G. Becker

Der Mensch und das Leben

Was wäre, wenn jeder sich das Leben tatsächlich genauso ausgesucht hätte und es einfach nur nach wenigen Jahren vergessen hat?
Was wäre, wenn wir uns dazu entschieden hätten, bestimmte Erfahrungen zu machen und das Leben uns die Möglichkeit gibt, genau diesem Plan zu folgen?

Wir kommen als Menschen auf die Welt und die Gesellschaft macht uns schon sehr früh deutlich, dass wir als "Krönung der Schöpfung" sehr viel mehr Möglichkeiten haben, als all die anderen Lebewesen.
Was sie uns ebenfalls klarmachen will, ist, dass wir ungeachtet allem anderen Sein auch noch mehr Rechte haben.
Von unseren Pflichten erzählt sie uns am meisten im eigenen Interesse. Denn eine funktionierende Gesellschaftsform erfordert schließlich Anpassung und Regeln.
(Kleine Anmerkung am Rande: Wem nutzen diese Anpassungen und Regeln eigentlich wirklich?)
Inwieweit die Persönlichkeit eines jeden so schon in gesellschaftsfähige Formen gegossen wird, damit ließen sich sicher viele Bücher füllen.

Doch Leben ist so viel mehr, als das, was uns eine Gesellschaftsform glaubhaft machen möchte.
Im Übrigen stellt sich ohnehin die Frage, ob es das Leben - in irgendeiner Form - wirklich interessiert.
Es passt sich in jedem Fall immer wieder den Gegebenheiten an. Es erschafft sich so oder so neu und verändert sich ständig. Aber es hört nicht auf zu leben.

Wie kann ich also glauben, dass ich das Leben tatsächlich beeinflussen könnte?

Selbst für jeden einzelnen Menschen hält es Aufgaben bereit, die zu lösen er hergekommen ist.
Es will sich entwickeln und erfahren. Dabei ist es nicht von dem Individuum Mensch abhängig. Denn in anderen Lebensformen gibt es ebenfalls Erfahrungen. Vermutlich völlig andere. Auch wenn sie nicht in Worte zu fassen sind, ihren Zweck erfüllen diese vermutlich auch und einen Sinn haben sie ebenfalls.

Nun ist die menschliche Lebensform allerdings so überheblich zu glauben, dass sie wichtiger wäre, als irgendeine anderen Lebensform. Sie ist davon überzeugt, dass ohne sie das ganze System nicht funktionsfähig wäre und womöglich völlig zusammenbrechen würde.
Damit erhebt sie sich über alle anderen Lebensformen und das hatte bereits erschreckende Folgen, die dem Leben nicht dienlich waren.

Interessiert es die Gesellschaft der Ameisen, was die Gesellschaft Mensch tut? Vermutlich nur in sofern, als es ihre Lebensform beeinträchtigt. Wenn es das tut, dann suchen sie sich einen anderen Platz und passen sich an die neuen Gegebenheiten an.
Das ist ein Umstand, der die Ameisen (zur als Beispiel zu sehen) erheblich von Menschen unterscheidet.
Während die Ameisen sich neuen Gegebenheiten anpassen, erwarten die meisten Menschen (mehr oder weniger), dass die Gegebenheiten sich gefälligst ihnen anzupassen haben. Und wenn das so nicht funktioniert, sind sie schließlich intelligent genug, die entsprechenden Mittel und Wege zu erschaffen. Anpassung findet so meist sehr einseitig statt.
(Natürlich hat sich der Mensch im Laufe der Jahrtausende ebenfalls in gewisser Weise angepasst. Zu früheren Zeiten hatte er größere Feinde und kämpfte ums nackte Überleben. Das ist heute wohl so nicht mehr gegeben.)

Doch wie lange wird sich das Leben noch unterdrücken lassen, bis wir begreifen, dass wir ein Teil von ihm sind und nicht das Leben einfach nur ein Teil von uns, mit dem wir machen können, was wir gerade wollen?

Es dient unserer Entwicklung nicht, wenn wir glauben, wir wären etwas Besseres.
Wir sind vergänglich, wie die meisten Lebewesen auf dieser Erde.
Wir können unser Leben und unsere Lebenszeit zum Wohle aller nutzen.
Denn letztendlich geht das Leben auch ohne uns weiter, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht.

Ich habe also die freie Wahl, alles um mich herum in einem respektvollen und liebevollen Licht zu sehen und meine Umwelt genauso zu achten, wie die Menschen, mit denen ich lebe.

Doch davon ist die Menschheit zum größten Teil sehr weit entfernt.

Und wir glauben auch noch ernsthaft, dass uns Ameisen unterlegen wären. Dabei haben sie eine wesentlich höhere Anpassungsfähigkeit. Vom gesellschaftlichen Zusammenhalt ganz zu schweigen.

Was würde aus der Menschheit werden, wenn wir uns das Leben anderer Formen mal genauer anschauen? Was könnten wir alles dabei lernen?

Wie würde sich unsere Welt verändern, wenn wir unsere Umwelt achten würden und nicht mehr für unsere Zwecke und unsere Befriedigung ausbeuten?

Denn wir sind nur ein winzig kleiner Teil eines universellen Lebens, das mit uns zwar gerade noch funktioniert, ober ohne uns nicht aufhört zu existieren.

© Cornelia G. Becker

Du bist wertvoll für mich



Welche Menschen sind es wert in meinem Leben zu sein?
Welche sind es nicht?

Spiegeln die, von denen ich glaube, sie wären es nicht wert,
einfach nur Teile von mir, die ich selbst nicht haben möchte
und auf andere projiziere,
damit ich es mir bewusst machen könnte, wenn ich es wollte?

Das würde dann zur Konsequenz haben,
dass es alle Menschen in meinem Leben wert sind,
in meinem Leben zu sein -
völlig unabhängig davon, was sie tun oder in meinen Augen nicht tun.

Denn alle helfen mir ein Stück weiter zu mir selbst zu kommen...

Die einen, weil sie mir deutlich machen wollen, was ich nicht möchte
und
die anderen, weil sie mir deutlich machen wollen, was ich bereits kann.

So unterscheidet sich manchmal die Theorie von der Praxis.

und deshalb ein liebes Dankeschön an alle,
die bisher in meinem Leben waren und mir geholfen haben
und alle
die in meinem Leben sind und mir heute helfen.

© Cornelia G. Becker

Bist Du auch ein Rebell?

Ich bin nur gut genug, wenn ich alles in Ordnung halte.
Ich bin nur gut genug, wenn ich anderen nicht widerspreche.
Ich bin nur gut genug, wenn ich meine Interessen zurückstelle.
Ich bin nur gut genug, wenn ich tue, was andere von mir erwarten.
Ich bin nur gut genug, wenn ich alles versuche zu verstehen.


Oh Mann....
Es tut sooooo gut ein kleiner Rebell zu sein.


© Cornelia G. Becker

Es menschelt



Es menschelt jeden Tag an allen Ecken.
Auf weißen Westen gibt es dunkle Flecken.
So mancher glaubt, man erkennt ihn nicht.
Seh dennoch fragende Blicke im Gesicht.

Wenn ich dann glaube, dass ich anders wär,
kommt mir die Wirklichkeit schnell quer
und zeigt, dass ich auch ein Menschlein bin,
so ein Mensch, der glaubt, er kennt den Sinn.

Wenn ich plötzlich auf der Kinnlade lande,
weil ich meine Grenze wieder nicht kannte,
dann kann ich hinterfragen –  trag‘s mit Humor,
ich bin mir ganz sicher, es kommt wieder vor.

Drum lass die Menschen Menschen sein,
sortiere sie nicht gleich in Schubladen ein.
Es menschelt jeden Tag an allen Ecken,
auch auf Deiner Weste gibt es Flecken.

© Cornelia G. Becker 08.09.2014


Danksagung an...


Danke liebes Selbst:

…     dass Du mir immer wieder hilfst  aus schwierigen Situationen (mehr oder weniger) unbeschadet herauszukommen.
…     dass Du mir immer wieder hilfst  nicht beleidigend zu sein, zu Menschen, die mich beleidigen.
…     dass Du mir immer wieder hilfst nicht mit den Waffen zu schlagen, mit denen ich schon geschlagen wurde.
…     dass Du mir immer wieder die Weisheit gibst zu erkennen, dass Situationen ganz anders sein können, als sie sich gerade darstellen.
…     dass Du mir immer wieder die Möglichkeit gibst, diese Situationen zu hinterfragen.
…     dass Du mir immer wieder die Kraft gibst, Entscheidungen zu treffen, Dinge zu ändern und neue Wege zu gehen.
…     dass Du mich immer wieder neu daran erinnerst, wer ich bin und wer ich sein möchte.

…     dass Du mir immer wieder mit neuen Aufgaben und kleinen Hürden hilfst, Dich – liebes Selbst – zum Ausdruck zu bringen.

Ich liebe Dich, weil Du bist, wie Du bist.

© Cornelia G. Becker