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Nachdenklich
Wir sind auf dieser Welt,
um zu arbeiten,
Geld zu verdienen,
unsere Existenz aufzubauen,
unseren Luxus zu erschaffen,
und all das entsprechend zu verteidigen.
Wir vergessen dabei,
dass andere Menschen diese Chancen nicht haben.
dass wir andere Menschen ausbeuten.
dass andere Menschen leiden.
dass andere Menschen hungern.
Wir reden uns ein,
dass andere eben einfach nicht genug tun.
dass andere vielleicht zu dumm sind.
dass manche eben nicht an die Spitze kommen.
Wir vergessen dabei,
dass wir vielleicht bessere Voraussetzungen hatten.
dass wir es auf dem Rücken vieler andere erschaffen haben.
dass wir unseren Luxus teilen könnten.
Wir verurteilen die anderen,
weil sie nicht unsere Werte vertreten.
weil sie nicht unseren Lebensstil leben.
weil sie eine andere Hautfarbe haben.
weil sie einfach anders sind.
Wir vergessen dabei,
welches Glück es ist, gesund zu sein.
welches Glück es ist, genug zu essen zu haben.
welches Glück es ist, sich etwas aufbauen zu dürfen.
welches Glück es ist, in Frieden leben zu können.
welches Glück es ist, nicht jeden Tag um sein Leben fürchten zu müssen.
Und eines vergessen wir dabei viel zu oft,
dass wir alle Liebe, Verständnis und Hoffnung geben können.
© Cornelia G. Becker
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verurteilen
Für was?
Für was?
Wir brauchen mehr und mehr und mehr.
Unsere Umwelt belastet das viel zu sehr.
Was haben wir von all dieser Geltungssucht?
Ist es nicht irgendwann einmal genug?
Größer, besser, schöner muss alles sein,
in manchem so prestigeträchtigen Heim.
Von Bescheidenheit findet sich keine Spur.
Warum als das? Wo bleibt die Natur?
Bäume abholzen – die Erde ausschlachten,
weil manche nach was Besonderem trachten.
Doch der Selbstwert und das Selbstvertrauen
lassen sich mit all dem Luxus nicht aufbauen.
Wer im Wesen ein ganz kleiner Wicht,
dem hilft auch noch so viel Luxus nicht.
Es schadet der Natur und der Menschheit auch.
Wir sterben am Luxus, den keiner wirklich braucht.
© Cornelia G. Becker
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