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Augenblick


Augenblick

Wenn Deine Neugier sich auf den Augenblick richtet
und auf Impulse des Alltags mal kurz verzichtet,

dann erkennst Du wie schön der Augenblick ist,
wenn Du Erwartungen und Sorgen mal kurz vergisst,

dann zeigt sich Dir vielleicht ein liebevoller Blick...
Es ist der Augenblick, der zählt - er kommt niemals zurück.

© Cornelia G. Becker

Schuldgefühle


Schuldgefühle

In Schuldgefühlen hab ich mich halten lassen.
Ich hab mich gefügt - heute kann ich's nicht fassen.
Hat mich nur einer deswegen mehr geliebt?
Hab ich dadurch mehr Anerkennung gekriegt?

Es ist einfacher, ein Schuldautomat zu sein.
Da wirft ein anderer eine kleine Münze rein,
und schon läuft ein Film automatisch ab
und hält mich tagelang betroffen in Trab.

Doch an "Fehler" glaub ich heute nicht mehr.
Mir kommt dabei Eigenverantwortung quer.
Hinterher ist man nämlich immer schlauer
und weiß dann Manches auch genauer.

Sich all den Schuldgefühlen hinzugeben,
hindert daran, in der Gegenwart zu leben.
Sie sind nämlich eine unsinnige Reaktion.
Wer braucht all diese Schuld denn schon?

Es ist meine Zeit, die ich damit verschwende,
wenn ich ständig über andere nachdenke.
Sie habe nur einen Schuldigen gesucht,
ihre Ohnmacht auf meinem Konto verbucht.

Wie eine Marionette, an Strippen gezogen,
hab ich mich so viele Jahre verbogen.
Das erkennen und daraus zu lernen - darin liegt der Sinn,
nicht verbiegen, sondern leben - was ich wirklich bin!

© Cornelia G. Becker

Schwarze Schafe....



Erst wird es von einigen Familienmitgliedern ins Abseits gestellt, weil sein Leben nicht so läuft wie es die weißen Schäfchen erwarten.
Dann findet es sich mit dieser Rolle ab und macht gute Miene zu einem beschissenen Spiel.
Leider muss es nun feststellen, dass das auch wieder falsch ist, weil das schwarze Schaf sich jetzt ja nicht anpassen will und auf alles irgendwie beleidigt reagiert.
Später kriegt es noch vorgeworfen, dass es ja selbst schuld ist, wenn es nicht dazugehört, weil es ja nicht mehr auf die anderen zugehen wollte.
So wird dann diesem schwarzen Schäfchen die ganze Schuld vor die Füße geworfen und die anderen stempeln es einfach ab.

Das hat zumindest einen großen Vorteil für die entsprechenden Familienmitglieder:
Sie brauchen nicht mehr bei sich selbst hinzusehen und auch die eigenen Latten im Zaun müssen sie nicht mal unter die Lupe nehmen.
Früher oder später fällt der vorgetäuschte Familienverband dann auseinander. Aber auch dafür sind schwarze Schafe richtig gut und selbstverständlich ganz alleine verantwortlich.

Wer das Spiel nicht mitspielen will, ist einfach raus.
Frei nach dem Motto: Ippe Dippe Dapp und Du bist ab.

Stellt sich die Frage: Bist Du auch so ein schwarzes Schaf? Na dann freu Dich, denn Du bist etwas besonders. Du hebst Dich zumindest aus der Masse ab und man kann Dich nicht übersehen.

© Cornelia G. Becker