Posts mit dem Label Mitgefühl werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mitgefühl werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Der Mensch neben Dir



Der Mensch neben Dir

Hast Du Dir den Mensch neben Dir mal genauer angesehen?
Hast Du mal versucht, ihn wirklich zu verstehen?
Hast Du mal beobachtet, was er alles macht?
Über was hat er wohl gerade so nachgedacht?

Hast Du Dir den Mensch mal richtig angeschaut?
Hast Du ihm mal was Persönliches anvertraut?
Hast Du ihn mal gefragt, was er so fühlt
und was er von ganzem Herzen liebt?

Was weißt Du von dem, der täglich um Dich ist?
Weißt Du, von was er träumt oder was er lieber vergisst?
Weißt Du, was er heute für Sorgen hat,
woher er die Kraft nimmt an so einem Tag?

Der Mensch neben Dir braucht vielleicht Aufmerksamkeit.
Er braucht vielleicht ein bisschen von Deiner Zeit.
Schenk sie ihm, weil er besonders und wertvoll ist.
Vielleicht sind das Momente, die Du nie mehr vergisst.

© Cornelia G. Becker 17.05.2018

Du allein kannst die Mauer sprengen

Du allein kannst die Mauer sprengen


·         Such Dir einen geschützten Rahmen. Such Dir Menschen, die einfach nur zuhören  – ohne Wertungen und ohne Kommentare.
·         Bleib bei der Wahrheit. Schildere die Ereignisse, an die Du Dich erinnern kannst. Lass raus, was Du sagen kannst – Alles!
·         Lass die Tränen zu. Egal, wie lange es dauert. Denn es IST traurig.
·         Schließe die Augen. Versuche auch über Deine Hilflosigkeit, Deine Wut und Deine Verzweiflung zu sprechen. Nimm Deine Angst wahr. Nimm Deinen Schmerz wahr.
·         Lass die Emotionen zu und schau sie Dir an. Sie wollen wahrgenommen werden. Sie zu verdrängen hilft Dir nicht wirklich weiter.
·         Wenn Du schreien willst, weinen willst oder Deine Wut zeigen willst, dann such Dir etwas, dass Du dafür nutzen kannst. Vielleicht findest Du etwas, womit Du Dich nicht selbst verletzt.
·         Nimm Dir Papier und schreibe auf, was Dir gerade einfällt. Und zwar alles! Schreib es einfach auf. Notiere alle Deine Gedanken und Emotionen – auch die schlimmsten. Das ist sehr schwer. Aber es befreit auch und Du nimmst so auch Deine eigenen dunklen Seiten wahr.
·         Versuche Dich selbst zu erkennen.
Du fühlst Dich schuldig? Nur wenige verstehen Dich wirklich? Du fühlst Dich als Opfer der Umstände?
Lass es nicht zu! Erkenne Deine Macht. Wer bist DU? Was willst DU?
Du willst Leben – Dein Leben leben. Und Du hast ein Recht darauf.
·         Du bist ein liebenswerter Mensch. Du bist unglaublich mutig. Du hast so viel Kraft.
All das ist in Dir – erkenne es – aktiviere es.
Du schaffst es!!!

Schritte in der Zukunft:
Auch wenn es unsagbar schwer sein wird:
·         Versuche Dich mit Deiner Opferrolle zu befassen. Was ist geschehen? Schau es Dir wie in einem Film noch einmal an.
Was fühlst Du heute? Was denkst Du heute?
Schreib es auf und habe Mitgefühl mit DIR.
·         Vielleicht schaffst Du es, Dich noch einmal mit den Umständen zu befassen.
Inwieweit beeinflussen sie Dein Leben?
Willst Du weiter in dieser Abhängigkeit leben?
Willst Du weiter Opfer von etwas sein, dass in der Vergangenheit liegt und sich nicht mehr ändern lässt?
Willst Du das wirklich?

Es ist Dein Leben. Du hast eine Verantwortung Dir selbst gegenüber. Die Umstände dafür verantwortlich zu machen bedeutet, sich nicht der Verantwortung stellen zu wollen. Du brauchst die Umstände vermutlich schon lange nicht mehr, um Dich immer noch hinter Deinen Mauern zu verstecken.


© Cornelia G. Becker

Das letzte Weihnachtsfest


Was schenkt man jemanden zum Weihnachtsfest, der sterben wird und vermutlich das nächste Jahr nicht mehr überleben wird?
Was schenkt man jemandem zu Weihnachten, von dem man genau weiß, dass es seine letzten Weihnachten sein werden?

Sie kannte diese Gefühle sehr genau. Das hatte sie mit ihrem Vater erlebt und im letzten Jahr mit ihrer Freundin.
Was schenkt man einem Menschen, den man liebt, von dem man weiß, er würde dieses Geschenk gar nicht mehr wirklich nutzen können.
Sie erinnerte sich an das letzte Jahr und an ihre Freundin.
Man schenkt ihm Zeit und Verständnis. Man hört ihr zu und genießt die wenigen Monate, Tage oder Stunden, die einem noch bleiben.
Man erinnert sich vielleicht an gemeinsame schöne Zeiten.
Man lässt Gefühle zu. Die eigenen und die des anderen.
Man spürt die Trauer und vielleicht die Angst vor dem Sterben.
Man fühlt mit. Das heißt nicht mitleiden. Mitfühlen, Tränen zu lassen, ist etwas anderes als Mitleid.
Man ist einfach für den anderen da. Erleichtert ihm den Weg auf die andere Seite. Wenn nicht mit Taten, dann wenigstens mit liebevollen Gedanken.
Man geht mit ihr gemeinsam und hilft ihr zu akzeptieren was ist. Vielleicht ist es ja auch eine Erleichterung für diejenige. Vielleicht will sie ja dieses Leben so wirklich nicht mehr leben. Vielleicht kann sie es gar nicht mehr, hat keine Kraft mehr. Vielleicht hat sie nur Angst vor der anderen Seite.
Man könnte ihr ja auch vermitteln, dass die andere Seite nur eine andere Form von Existenz ist, frei von Schmerzen und Leid. Freiheit und ganz neue Möglichkeiten.
Mit welchem Frieden könnte sie dann vielleicht einschlafen und auf die andere Seite gehen.

Vielleicht sind wir es ja, die das nicht zulassen wollen. Vielleicht haben wir Angst vor dem Leid und der Trauer, die uns dann überfällt, wenn der geliebte Mensch nicht mehr in unserem Leben ist. Vielleicht halten wir ihn deshalb so fest und er spürt es und will uns nicht allein lassen. Er weiß aber auch, dass er nicht bleiben kann. Vielleicht müssen wir lernen, ihn einfach liebevoll aus seinem Leben zu entlassen, damit er in Frieden gehen kann.

Sie dachte an ihren Vater und wie lange die ganze Familie ihn festgehalten hatte. Sie dachte daran, wie er wohl nach seinem Tod noch jahrelang irgendwo herumirrte, weil die Familie ihn nicht ankommen ließ. Aber sie konnten ihn doch auch nicht mehr zurückholen. Sie würden ihm so nur das Ankommen auf der anderen Seite schwer machen.
Das wollte sie eigentlich nicht wirklich. Und doch hatte sie ihren Vater noch 2 Jahre in ihrem Leben gefangen gehalten.
Sie dachte an ihre Freundin, die mit einem Lächeln auf dem Gesicht ganz friedlich eingeschlafen war. War sie wirklich so friedlich eingeschlafen?
Konnte sie während ihres Sterbens sehen, was da auf der anderen Seite auf sie wartete?
Konnte sie fühlen, dass es dort viel leichter sein würde?
Konnte sie deswegen so friedlich einschlafen?
Spürte sie im Sterben diese allumfassende Liebe?
Konnte sie dieses Licht sehen?

Die Auseinandersetzung mit dem Tod muss nicht mit Angst und Wut und Schmerz verbunden sein. Das Ankommen auf der anderen Seite kann ebenso von Liebe und Licht erfüllt sein. Wenn wir es einfach nur erkennen und annehmen können, dann finden wir Frieden und können loslassen.


Was für ein schöner Gedanke.

© Cornelia G. Becker

Oasen in der Wüste des Lebens

Oasen in der Wüste des Lebens


Freunde sind wie kleine Oasen
in der Wüste des Lebens

Sie schenken Momente des Friedens
und eröffnen vielleicht neue Wege

Sie geben Vertrauen und Geborgenheit
und Raum für andere Gedanken

Sie spenden Mitgefühl und Kraft
und nähren und heilen die Seele

© Cornelia G. Becker