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Du allein kannst die Mauer sprengen

Du allein kannst die Mauer sprengen


·         Such Dir einen geschützten Rahmen. Such Dir Menschen, die einfach nur zuhören  – ohne Wertungen und ohne Kommentare.
·         Bleib bei der Wahrheit. Schildere die Ereignisse, an die Du Dich erinnern kannst. Lass raus, was Du sagen kannst – Alles!
·         Lass die Tränen zu. Egal, wie lange es dauert. Denn es IST traurig.
·         Schließe die Augen. Versuche auch über Deine Hilflosigkeit, Deine Wut und Deine Verzweiflung zu sprechen. Nimm Deine Angst wahr. Nimm Deinen Schmerz wahr.
·         Lass die Emotionen zu und schau sie Dir an. Sie wollen wahrgenommen werden. Sie zu verdrängen hilft Dir nicht wirklich weiter.
·         Wenn Du schreien willst, weinen willst oder Deine Wut zeigen willst, dann such Dir etwas, dass Du dafür nutzen kannst. Vielleicht findest Du etwas, womit Du Dich nicht selbst verletzt.
·         Nimm Dir Papier und schreibe auf, was Dir gerade einfällt. Und zwar alles! Schreib es einfach auf. Notiere alle Deine Gedanken und Emotionen – auch die schlimmsten. Das ist sehr schwer. Aber es befreit auch und Du nimmst so auch Deine eigenen dunklen Seiten wahr.
·         Versuche Dich selbst zu erkennen.
Du fühlst Dich schuldig? Nur wenige verstehen Dich wirklich? Du fühlst Dich als Opfer der Umstände?
Lass es nicht zu! Erkenne Deine Macht. Wer bist DU? Was willst DU?
Du willst Leben – Dein Leben leben. Und Du hast ein Recht darauf.
·         Du bist ein liebenswerter Mensch. Du bist unglaublich mutig. Du hast so viel Kraft.
All das ist in Dir – erkenne es – aktiviere es.
Du schaffst es!!!

Schritte in der Zukunft:
Auch wenn es unsagbar schwer sein wird:
·         Versuche Dich mit Deiner Opferrolle zu befassen. Was ist geschehen? Schau es Dir wie in einem Film noch einmal an.
Was fühlst Du heute? Was denkst Du heute?
Schreib es auf und habe Mitgefühl mit DIR.
·         Vielleicht schaffst Du es, Dich noch einmal mit den Umständen zu befassen.
Inwieweit beeinflussen sie Dein Leben?
Willst Du weiter in dieser Abhängigkeit leben?
Willst Du weiter Opfer von etwas sein, dass in der Vergangenheit liegt und sich nicht mehr ändern lässt?
Willst Du das wirklich?

Es ist Dein Leben. Du hast eine Verantwortung Dir selbst gegenüber. Die Umstände dafür verantwortlich zu machen bedeutet, sich nicht der Verantwortung stellen zu wollen. Du brauchst die Umstände vermutlich schon lange nicht mehr, um Dich immer noch hinter Deinen Mauern zu verstecken.


© Cornelia G. Becker

Verantwortung Teil 3


Unsere Angst vor unserer möglichen Schuld
lässt uns unsere Verantwortung verleugnen.
Wir trauen uns nicht, uns ihr zu stellen.

Würden wir Verantwortung übernehmen,
wäre auch ein Scheitern möglich.
Dann würde vielleicht ein anderer
uns die Schuld geben.

Also lieber mit dem Strom schwimmen,
als sich abheben.
So fällt man nicht auf,
zieht keinen Neid
keine Eifersucht
und keinen Zorn auf sich.

Das ist zwar vermeintlich einfacher,
dient aber unserem Wachstum
überhaupt nicht.

© Cornelia G. Becker

Ich will leben!


Du glaubst, Du hast alles im Griff
auf Deinem sinkenden Lebensschiff.
Du weißt genau, wo der Hammer hängt,
doch was hast Du alles schon verdrängt?

Du bist Dir sicher, dass Du wieder lachen kannst
und hast doch vor manchen Momenten Angst.
Du erkennst die Wunden und lebst damit
und wacklig ist noch so mancher Schritt.

Du hast versucht aufzuarbeiten, es zuzulassen.
Du willst diese Täter nicht wirklich hassen.
Vergebung allein ist Dein ganz großes Ziel,
suchst Erklärungen für dieses gemeine Spiel.

Trauer über Dein verlorenes Leben liegt hinter Dir.
Du glaubst, Du lebst bewusst im Jetzt und Hier.
Doch eine kleine Geste, ein einfaches Wort
spült Dich im Strom der Vergangenheit fort.

Es kostet Dich Kraft, die Wut zuzulassen.
Du willst diese Männer nicht wirklich hassen.
Doch gemeine Gedanken kreisen in Deinem Hirn.
Wann sprichst Du es aus, bietest ihnen die Stirn?

Du willst nicht sagen, was Du wirklich über sie denkst,
weil Du ihnen dann viel zu viel Aufmerksamkeit schenkst.
Doch Deine Gedanken sprechen Bände für Dich.
Was fühlst Du wirklich über einen solchen Wicht?

Heilung beginnt, wenn wir Schatten akzeptieren,
wenn wir unsere Wut und Rachegelüste spüren,
wenn wir dann Vergebung wirklich leben lernen,
vergeben wir auch unseren eigenen dunklen Kernen.

© Cornelia G. Becker

Mehr zu meinen Gedanken und Gefühlen findet Ihr in meinem neuen Buch:


Wenn die Seele sich verkriecht















In meiner dunklen Seelenkammer

In meiner dunklen Seelenkammer gehe ich auf und ab
und suche nach Türen und Fenstern, die sie nicht hat.

In meiner dunklen Seelenkammer gibt es oft kein Licht,
Einsamkeit und Schmerz schlagen mir Kälte ins Gesicht.

In meiner dunklen Seelenkammer bin ich wieder nicht Ich,
in Trauer und in Tränen verliere ich mein inneres Licht.

In meiner dunklen Seelenkammer fühle ich Wut und Zorn,
blicke in die Vergangenheit, versperrt ist die Sicht nach vorn.

In meiner dunklen Seelenkammer starr ich Löcher in die Wand,
und es gibt hier keine Brücken und auch keine helfende Hand.

In meiner dunklen Seelenkammer gibt's Mauern unglaublich dick,
kein Hoffnungsschimmer bringt mir ein kleines bisschen Glück.

In meiner dunklen Seelenkammer versinke ich in Depression,
es gibt keinen liebevollen Augenblick, nur düstere Vision.

In meiner dunklen Seelenkammer finde ich die Liebe nicht,
verzweifelt, ohne Lebenssinn, schreib ich traurig ein Gedicht.

In meiner dunklen Seelenkammer verstecke ich mich vor mir
und wünschte doch von ganzem Herzen, es wäre jemand hier.

© Cornelia G. Becker



Das Schicksal ist manchmal ein schwerer Lehrmeister. Es zwingt Dich in die Knie auf unterschiedliche Weise. Verletzt und verstört ziehst Du Dich in Deine 4 Wände zurück und traust Dich nicht mehr heraus.

Ob Krankheit, Tod oder seelische Verletzungen, es ist schwer diese Wege zu gehen und sich selbst immer wieder zu motivieren.
Manch einer zerbricht an diesem Schmerz und möchte am liebsten keine Menschen mehr sehen. Verloren ist das Vertrauen und die Hoffnung stirbt.
Andere verschließen ihre Herzenstür und haben Angst vor weiteren Verletzungen. Freiwillig gehen sie in die Einsamkeit und bleiben lieber allein.
Oder sie kämpfen mit Depressionen und Trauer oder Wut und Ohnmacht.

Wie auch immer Dich das Schicksal herausfordert, der Rückzug hinter Mauern ist immer der falsche Weg.

Sperr Dich nicht selbst ein! Beginne wieder zu leben.
Reiß die Mauern ein und lass Licht herein!
Es ist Dein Leben. Lebe es!

© Cornelia G. Becker