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Alltag Leben



Dein Alltag ist geprägt vom ewigen Müssen müssen.
Abends liegst Du dann erschöpft in Deinen Kissen.
Dein Leben verrinnt mit jedem einzelnen Tag
und Dingen, die wohl irgendwie keiner mag.

Du erträgst es schweigend und redest Dir ein:
"Das Leben ist halt eben viel zu oft gemein..."
Doch gemein ist nur einer, das bist Du selbst,
weil Du so ein Leben für erstrebenswert hältst.

Dabei bist Du nur ein gut funktionierender Part,
von gesellschaftlich - vermeintlich notwendiger - Lebensart.
Vom Individuum fehlt dabei jegliche Spur,
und tagtäglich läuft es ab, auf die gleiche Tour.

Du hast längst verlernt, Persönlichkeit zu zeigen.
Angepasst läufst Du mit in diesen Menschenreihen.
Du tust so Vieles, was man schon immer so tut,
und zu Veränderungen fehlt Dir viel zu oft der Mut.

Wie lang willst Du warten, bis Du lebst, was Du bist?
Solange, bis Dein Leben endlich zu Ende ist?
Mit Tränen in den Augen, dem Tod ganz nah,
erkennst Du "plötzlich", wie traurig es wirklich war...

© Cornelia G. Becker


Das Leben ist kostbar



Das Leben ist kostbar

Das Leben ist zu kostbar, um es sinnlos zu vergeuden.
Das Leben ist zu kostbar, um Augenblicke zu verleugnen.
Das Leben ist zu kostbar, um sinnlose Spiele zu spielen.
Das Leben ist zu kostbar, um sich selbst zu verlieren.

Lebe Dein Leben jetzt und im Augenblick.
Niemand bringt Dir verlorene Zeit zurück.
Steh für Deine Wahrheit und für Dich selber ein.
Versuche zu lächeln und glücklich zu sein.

Denn Dein Leben ist kostbar, vergiss das nicht.
Hinter jedem Dunkel verbirgt sich ein Licht,
wenn Du an Dich glaubst und treu Dir bist
und Du begreifst, dass Lebenszeit endlich ist.

© Cornelia G. Becker

Blatt im Wind



Wir sind alle nur Blätter im Wind.
Unsere Lebenszeit vergeht geschwind.
Wann sie zu Ende ist, wer kann es sagen.
Vielleicht ist es besser, nicht zu fragen.

Würden wir denn wirklich anders leben?
Würden wir anderen wirklich mehr geben?
Würden wir ehrlicher sein an jedem Tag?
Würden wir öfter sagen, was man so mag?

Würden wir direkter und offener zu anderen sein?
Würden wir wirklich leben, nicht nur zum Schein?
Was würden wir denn wirklich anders machen?
Würden wir über manchen Schmerz vielleicht sogar lachen?

Stell Dir vor, Du wärst ein Blatt im Wind...
Stell Dir vor, Deine Lebenszeit vergeht geschwind...
Was wirklich zählt, ist der gelebte Augenblick,
denn es kommt kein einziger jemals zu Dir zurück.

© Cornelia G. Becker 


Im Angesicht des Todes



Im Angesicht des Todes

Im Angesicht des Todes verändert sich Deine Sicht,
doch Dein tägliches Einerlei stört das nicht.
Vielleicht nur für Augenblicke oder auch Stunden
fühlst Du Dich mit dem Sterbenden verbunden.

Doch der Alltag zieht Dich immer wieder mit.
Für die einen ist das traurig, für die anderen Glück.
Für die wenigsten ändert sich dann das ganze Leben
und wem oder was sie zukünftige Lebenszeit geben.
Bei den meisten kommt schnell der gewohnte Gang,
in Gedanken beim Verstorbenen - von dann und wann.

Ändere Dein Bewusstsein für den Wert der Erdenzeit,
die Chancen für Veränderung stehen immer bereit.
Im Angesicht des Todes wird so manchem bewusst:
Er hat seine Chancen viel zu selten wirklich genutzt.

© Cornelia G. Becker


Nimm Dir mal Zeit

Wir vergessen viel zu oft, was wirklich wichtig ist
und verlieren uns immer wieder in irgendeiner Pflicht.
Wenn das Schicksal uns in eine andere Richtung zwingt,
hören wir kurz, welche Melodie in unseren Herzen klingt.
Doch viel zu schnell holt uns der Alltag dann wieder ein,
was nicht sein kann, das darf halt einfach nicht sein.

Wo sind Deine Werte? Was zählt wirklich für Dich?
Unterwirfst Du Dich auch Deiner täglichen Pflicht?
Oder nimmst Du wahr, was um Dich herum geschieht,
und spürst Du noch, wer Dich versteht und liebt?
Das Leben hält so viel Schönes für Dich bereit.
Halte die Augen offen und nimm Dir mal Zeit.

© Cornelia G. Becker

Wenn der Tod klingelt...

so fotografiert am 26.10.2016 abends


... müsste da nicht Musik sein?

Es war ein Abend wie jeder andere.
Eigentlich erwartet sie keinen Besuch. Eher selten kam jemand unverhofft vorbei. Zögernd ging sie zur Tür und überlegte sich, ob sie öffnen sollte oder nicht. Sie entschloss sich dann aber doch dazu, ihre Neugier zu befriedigen und die Tür zu öffnen.

Und da stand er, dieser schöne Mann.
Was wollte er von ihr? Wieso klingelte er gerade an ihrer Tür?
Er lächelte sie an. Irgendwie umgab ihn ein Leuchten und seine Stimme klang wie Musik als er "Guten Abend" sagte. Sie fühlte keine Angst, eher eine gewisse Spannung und Erregtheit.

Wie mechanisch bat sie ihn herein und bot ihm einen Platz an. Hatte er sich überhaupt vorgestellt? Aber irgendwie spielte das gar keine Rolle.

Er setzte sich in den Sessel und sie kuschelte sich in ihre Sofaecke, in der sie abends so gerne saß.
Mit weicher warmer Stimme begann er zu erzählen. Sie lauschte seiner Stimme und schloss die Augen.
Er erzählte von ihrem Leben und sie wunderte sich, woher er das alles wusste.
Er kannte alle ihre Freuden, das Leid und die Schmerzen. Er wusste genau, wann sie sich wie gefühlt hatte.
Dabei war er ihr doch noch nie aufgefallen. Er lebte nicht in ihrer Nachbarschaft, das wusste sie genau.

Von so einem Mann hatte sie ihr ganzes Leben lang geträumt und jetzt klingelte er ausgerechnet an ihrer Tür.
Was für ein Wunder.

Sie hörte ihm gebannt zu und die Worte, die er sprach erzeugten Bilder und Erinnerungen in ihr. Ihr Leben zog wie in einem Film an ihr vorbei.
Manchmal musste sie schmunzeln, ein anderes Mal weinen. Doch sie lachte auch sehr viel.
Manche Erinnerungen waren längst in den hintersten Kammern verschwunden. Als sie wieder in ihr Bewusstsein rückten, überfiel sie eine gewisse Schwermut und Melancholie. Auch Dankbarkeit und tiefe Demut ergriffen ihr Herz.

Es war ein langer und sehr schöner Abend. Sie fühlte sich geborgen und verstanden.
Das warme Licht, das Leuchten in seinen Augen, tiefer innerer Frieden und eine nicht beschreibbare Liebe erfüllten ihr Herz als er sich verabschiedet.

Würde sie ihn wiedersehen?

© Cornelia G. Becker


Was würdest Du tun, wenn Dein Leben morgen vorbei wäre?



Wie erlebst Du Deinen Tag - Deine Lebenszeit?

Wir alle passen uns mehr oder weniger dieser (unserer) Gesellschaft an.
Wir alle funktionieren mehr oder weniger an jedem einzelnen Tag.
Wir alle müssen arbeiten gehen, um zu essen, die Miete zu bezahlen oder für unsere Kinder eine gute Basis zu erschaffen.

Müssen wir das wirklich?

Viel zu oft läuft unser Leben in total geregelten Bahnen ab. Bei manchen ist es sogar noch minutiös geplant.
Wo bleibt da noch Zeit für Spontanität?

Wir alle (oder die meisten) funktionieren für etwas, das wir als "Leben" bezeichnen.
Wir schenken dem, was wir so bezeichnen, unsere volle Aufmerksamkeit.
Jeden einzelnen Tag.
Nur selten hinterfragen wir ernsthaft, ob es sich überhaupt lohnt, soviel Zeit dafür zu opfern. Denn die meisten opfern ihre Lebenszeit und erklären sich täglich, wie wichtig es ist - ihr Leben.

Wenn sie eines Tages mit Krankheit oder Arbeitslosigkeit konfrontiert werden, dann beginnen sie, wirklich darüber nachzudenken, was sie da eigentlich all die Jahre gemacht haben. Möglicherweise erwachen sie uns verändern anschließend etwas.
Andere kommen schnell wieder ins alte Fahrwasser zurück und schwimmen - wie an jedem anderen Tag zuvor auch - lieber mit dem Strom.

Wer denkt schon darüber nach, was er noch tun würde, wenn heute der letzte Tag im Leben wäre.

Also ich habe mir darüber einmal Gedanken gemacht, was ich heute noch tun möchte:


  • Ich würde meinen Kindern noch einmal Danke sagen, dass sie mir so viele schöne Augenblicke geschenkt haben.
  • Ich würde die Menschen noch einmal um Vergebung bitten, die ich verletzt habe.
  • Ich würde gerne mit einem Hubschrauber und meiner Kamera durch den Grand Canyon fliegen.
  • Ich würde mit jemandem über Schuld, Fehler und Dankbarkeit philosophieren.
  • Ich würde danach noch einmal ein Gedicht darüber schreiben, wie dankbar ich für die Zeit bin, die ich leben durfte, für die Menschen, die mich begleitet haben und für all die Augenblicke, in denen ich Glückseligkeit fühlen durfte.


Und was würdest Du heute noch tun, wenn Dein Leben morgen vorbei wäre?

© Cornelia G. Becker

Das letzte Weihnachtsfest


Was schenkt man jemanden zum Weihnachtsfest, der sterben wird und vermutlich das nächste Jahr nicht mehr überleben wird?
Was schenkt man jemandem zu Weihnachten, von dem man genau weiß, dass es seine letzten Weihnachten sein werden?

Sie kannte diese Gefühle sehr genau. Das hatte sie mit ihrem Vater erlebt und im letzten Jahr mit ihrer Freundin.
Was schenkt man einem Menschen, den man liebt, von dem man weiß, er würde dieses Geschenk gar nicht mehr wirklich nutzen können.
Sie erinnerte sich an das letzte Jahr und an ihre Freundin.
Man schenkt ihm Zeit und Verständnis. Man hört ihr zu und genießt die wenigen Monate, Tage oder Stunden, die einem noch bleiben.
Man erinnert sich vielleicht an gemeinsame schöne Zeiten.
Man lässt Gefühle zu. Die eigenen und die des anderen.
Man spürt die Trauer und vielleicht die Angst vor dem Sterben.
Man fühlt mit. Das heißt nicht mitleiden. Mitfühlen, Tränen zu lassen, ist etwas anderes als Mitleid.
Man ist einfach für den anderen da. Erleichtert ihm den Weg auf die andere Seite. Wenn nicht mit Taten, dann wenigstens mit liebevollen Gedanken.
Man geht mit ihr gemeinsam und hilft ihr zu akzeptieren was ist. Vielleicht ist es ja auch eine Erleichterung für diejenige. Vielleicht will sie ja dieses Leben so wirklich nicht mehr leben. Vielleicht kann sie es gar nicht mehr, hat keine Kraft mehr. Vielleicht hat sie nur Angst vor der anderen Seite.
Man könnte ihr ja auch vermitteln, dass die andere Seite nur eine andere Form von Existenz ist, frei von Schmerzen und Leid. Freiheit und ganz neue Möglichkeiten.
Mit welchem Frieden könnte sie dann vielleicht einschlafen und auf die andere Seite gehen.

Vielleicht sind wir es ja, die das nicht zulassen wollen. Vielleicht haben wir Angst vor dem Leid und der Trauer, die uns dann überfällt, wenn der geliebte Mensch nicht mehr in unserem Leben ist. Vielleicht halten wir ihn deshalb so fest und er spürt es und will uns nicht allein lassen. Er weiß aber auch, dass er nicht bleiben kann. Vielleicht müssen wir lernen, ihn einfach liebevoll aus seinem Leben zu entlassen, damit er in Frieden gehen kann.

Sie dachte an ihren Vater und wie lange die ganze Familie ihn festgehalten hatte. Sie dachte daran, wie er wohl nach seinem Tod noch jahrelang irgendwo herumirrte, weil die Familie ihn nicht ankommen ließ. Aber sie konnten ihn doch auch nicht mehr zurückholen. Sie würden ihm so nur das Ankommen auf der anderen Seite schwer machen.
Das wollte sie eigentlich nicht wirklich. Und doch hatte sie ihren Vater noch 2 Jahre in ihrem Leben gefangen gehalten.
Sie dachte an ihre Freundin, die mit einem Lächeln auf dem Gesicht ganz friedlich eingeschlafen war. War sie wirklich so friedlich eingeschlafen?
Konnte sie während ihres Sterbens sehen, was da auf der anderen Seite auf sie wartete?
Konnte sie fühlen, dass es dort viel leichter sein würde?
Konnte sie deswegen so friedlich einschlafen?
Spürte sie im Sterben diese allumfassende Liebe?
Konnte sie dieses Licht sehen?

Die Auseinandersetzung mit dem Tod muss nicht mit Angst und Wut und Schmerz verbunden sein. Das Ankommen auf der anderen Seite kann ebenso von Liebe und Licht erfüllt sein. Wenn wir es einfach nur erkennen und annehmen können, dann finden wir Frieden und können loslassen.


Was für ein schöner Gedanke.

© Cornelia G. Becker

52 Engel für Dich


Mein letztes Buch hat eine traurige Geschichte und aus diesem Anlass habe ich mich entschieden, von jedem verkauften Exemplar 1,00 € an ein Hospiz oder eine Krebsstation zu spenden. Für diesbezügliche Anregungen im Raum Düsseldorf wäre ich dankbar.

Und hier die Geschichte zur Entstehung dieses Buches:

Es war kurz vor Weihnachten, und wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten habe ich meine GrußKarten verschickt.
Einige Tage später kam ein Anruf meiner langjährigen Freundin und was sie mir am Telefon erzählte, machte mich sehr traurig.
Sie hatte Lungenkrebs.
Ich entschloss ganz spontan einen Freund in Wuppertal anzurufen und ihn zu fragen, ob er ihr zu Weihnachten eine kleine Freude machen würde. Er sollte ihr in meinem Auftrag einen Korb mit Nashis bringen. Denn das war eines der Nahrungsmittel, die sie noch zu sich nehmen konnte. Gesagt, getan und er fuhr zu ihrer Wohnung, doch sie war nicht da. Sie war wieder einmal im Krankenhaus.
(Die Geschichte dazu findet Ihr hier: Nashis unterm Weihnachtsbaum).
Ihr Weihnachtsfest und den Jahreswechsel verbrachte sie im Krankenhaus und kämpfte um ihr Leben.
Da ich wusste, dass ich Engel verschicken kann und sie oft auch angekommen sind, weil mir Freunde das schon bestätigt hatten, habe ich mich entschlossen ihr für 2014 ein Buch zu machen mit 52 Engeln, jede Woche einen.
Es lief von ganz alleine... die Bilder... die Gedichte... innerhalb weniger Tag war das Buch fertig. Anschließend schenkte ich es ihr zum 50. Geburtstag im Januar.
Alle Engel konnten sie dann doch nicht mehr durch das Jahr begleitet. In der letzten Woche ist sie selbst ein Engel geworden. Gott hat sie von ihrem Leiden erlöst und zu sich geholt.

Die Erinnerungen an gemeinsame schöne Zeiten und ihr Lachen werden mich begleiten und Nashis werde ich bestimmt unter den Weihnachtsbaum legen.

© Cornelia G. Becker

Wenn mein Leben morgen vorbei wäre...


Wenn mein Leben morgen vorbei wäre,
würde ich heute noch ein Lächeln in den Tag bringen
und mir wünschen, dass jemand zurück lächelt.

Wenn mein Leben morgen vorbei wäre,
würde ich heute noch alle Tränen über das Leid dieser Welt weinen
und davon träumen, dass die Menschen gemeinsam leben lernen.

Wenn mein Leben morgen vorbei wäre,
würde ich heute noch meine ganze Liebe in die Welt schicken
und beten, dass es jemand spüren kann.

Wenn mein Leben morgen vorbei wäre,
würde ich heute ..... aber ich tue es nicht,
weil mein Leben ja morgen nicht vorbei wäre...

und wenn doch?

© Cornelia G. Becker