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Bedürfnisse

Du redest über Deine Bedürfnisse lieber nicht.
Du glaubst, der andere liest es in Deinem Gesicht.
Jetzt denkst Du, der andere interpretiert Dich richtig.
Du sagst einfach nichts - doch das wäre so wichtig.

Wenn es dann nicht mehr weiter geht,
ist es oft schnell für Worte zu spät.
Er hat ja Deine Erwartungen so gar nicht erfüllt
und auch Deine Bedürfnisse nicht wirklich gestillt.

Jetzt ist er schuld, weil er Dich überhaupt nicht versteht,
weil seine Interpretation in eine andere Richtung geht.
Du machst es Dir leicht und wunderst Dich noch,
dabei erdrückt Dich gerade Dein eigenes Joch.

Du bist nur zu feige zu sagen, was Du willst.
Du hoffst, dass der andere Dein Verlangen stillt.
So überträgst Du Verantwortung, stehst nicht zu Dir,
doch der andere kann eigentlich gar nichts dafür.

Sag was Du willst! Was kannst Du verlieren?
Dein Leben wirst Du schon nicht riskieren.
Aber ein ehrliches Wort zur rechten Zeit,
hat schon so manchen vom Kummer befreit.

© Cornelia G. Becker


Seele sein im Anderen

Kleiner Auszug aus meinem E-Buch: "Auf der Suche nach dem Glück"


Seele sein im Anderen


Weißt Du eigentlich was Seelenverwandtschaft ist,
wenn jemand plötzlich Dein Herz zärtlich küsst?

Weißt Du wie es ist, wenn ein Geist hinter Dir steht
und liebevoll ein Schauer über Deinen Rücken geht?

Weißt Du wie es ist, wenn Du jemand ganz nah spürst,
Du jeden Gedanken und jede einzelne Berührung fühlst?

Weißt Du wie es ist, wenn Du zwischen Buchstaben Tränen siehst
und Du die Gefühl des anderen zwischen den Wörtern liest?

Weißt Du wie es ist, wenn vom anderen Ende dieser Welt
jemand ohne Worte Dir stundenlang sein Leben erzählt?

Weißt Du wie es ist, wenn die Wolken Bilder für Dich malen
und es ist wie Zeichen vom Himmel an ganz traurigen Tagen?

Weißt Du wie es ist, wenn Du jemand so unbeschreiblich liebst,
dass Du ihn mit geschlossenen Augen vor Dir stehen siehst?

Weißt Du wie es ist, wenn jemand ganz weit weg in der Welt
voller Liebe Dein Herz in seinen schützenden Händen hält?

Was hat Schleiermacher vor Jahren dazu schon gesagt:
Liebe heißt Seele sein im Anderen, jeden einzelnen Tag

© Cornelia G. Becker



Behindere Dich nicht selbst



Wenn Du glaubst, dass alles so bleibt wie es ist... dann behinderst Du Dein Leben.
Wenn Du glaubst, dass nichts und niemand sich verändert... dann behinderst Du Dein Leben.

Wenn Du an Menschen und Dingen festhältst... dann behinderst Du Dein Leben.
Wenn Du an Situationen und Gegebenheiten festhältst... dann behinderst Du Dein Leben.

Wenn Du meinst, so wie es ist, ist es gut... dann behinderst Du Dein Leben.
Wenn Du meinst, es würde für immer so bleiben... dann behinderst Du Dein Leben.

Wenn Du es am liebsten so hast, wie es schon immer war... dann behinderst Du Dein Leben.
Wenn Du versuchst Dich mit der Alltäglichkeit des Alltags zu arrangieren... dann behinderst Du Dein Leben.

Wenn Du es Dir schön redest und glaubst, es so besser ertragen zu können... dann behinderst Du Dein Leben.
Wenn Du Deine Angst und Deinen Schmerz verleugnest... dann behinderst Du Dein Leben.

Dann behinderst Du Dich und das, was Du sein könntest.
Dann zeigst Du der Welt nicht, wer Du wirklich bist und versteckst Dich hinter Deinem Schmerz und Deiner Angst vor noch mehr Schmerz.


Aber Dein wahres Ich wird das auf Dauer nicht zulassen.
Wir sind alle auf dieser Welt, um zu werden, was wir uns entschieden haben zu sein.
Es hilft Dir nicht weiter, Dich selbst zu verleugnen, vor Entscheidungen wegzulaufen und vielleicht noch in der Vergangenheit und ihren Hoffnungen stecken zu bleiben.
Es hilft Dir auch nicht, schöne Zukunftsträume zu visualisieren, wenn Du nicht bereit bist, sie auch in die Tat umzusetzen und endlich wahr zu machen.

Dein Leben findet in der Gegenwart statt. Es ist wichtig, dass Du erkennst, was DU wirklich willst.
Entscheide Dich für Dich.
Übernimm Verantwortung für Dein Leben.

Möglicherweise - nein, bestimmt - werden sich dann in Deinem Turm Türen öffnen, von denen Du nicht einmal wusstest, dass es sie gibt.

Glaube an Dich.
Verschwende nicht Deine wertvolle Zeit mit Anpassung an irgendetwas oder irgendjemanden.

Es ist Dein Leben und Deine Lebenszeit.
Nutze sie für    D I C H !!!

© Cornelia G. Becker


An einem Tag wie heute


Es war an einem Freitag und ich war so nervös wie noch niemals zuvor in meinem Leben.
Ich habe mich zigmal umgezogen. Dabei war eigentlich schon am Abend vorher klar, was ich anziehen würde.
Ich habe versucht mich abzulenken und die Ruhe zu bewahren. Aber es ist mir nicht wirklich gelungen.
Irgendwann an diesem Vormittag wurde mir die Wohnung zu klein und ich habe die Flucht ergriffen und bin zu meiner Mutter gefahren. So hatte ich wenigstens jemanden, mit dem ich die Zeit verquatschen konnte.
Diese Zeit verging zwar, doch die Unruhe steigerte sich ins Unerträgliche.
Was für ein Tag. Wie hat mein Herz das überhaupt ohne Zusammenbruch ausgehalten?

Am Nachmittag und gegen Abend raste mein Puls. Ich schaffte es längst nichtmehr still zu sitzen und lief auf und ab wie ein gefangenes Tier in seinem Käfig. Dabei war ich doch gar nicht eingesperrt.

Was würde noch alles geschehen bevor der Tag zu Ende ging?
Würden all diese Visionen wahr werden oder würden sie zerplatzen wie Seifenblasen?
Hatte ich mich womöglich völlig umsonst so aufgeregt?
Würde vielleicht ein spannendes Abenteuer daraus werden?
All diese Fragen beschäftigten mich an diesem Tag bis er fast zu Ende war.

Kennst Du das?
Dann werden Sekunden zu Minuten und Minuten zu Stunden. Die Zeit scheint still zu stehen. Die Spannung steigt bis sie mich zu zerreißen droht. Das Herz klopft bis zum Hals und beruhigen funktioniert überhaupt nicht.

Und als es dann endlich soweit ist, sind es die Berührungen und die Tränen, die all diese Spannung liebevoll auflösen.
Plötzlich frage ich mich, warum ich mich so verrückt gemacht habe. Eigentlich war doch alles schon auf eine gewisse Weise vorbestimmt. Im Hintergrund lief doch schon längst der Schicksalsfilm ab und näherte sich seinem unvermeidlichen Höhepunkt. Die kleinen Rädchen griffen wie von alleine ineinander. Um die Ereignisse aufzuhalten, war es doch ohnehin längst zu spät.

Wenn ich das nur mal so gelassen hätte sehen können.

Als dieser Tag sich dann seinem Ende neigte, waren die Erwartungen und Hoffnung um ein Vielfaches übertroffen.

Der spannendste und aufregendste Tag in meinem Leben ging zu Ende und ich möchte keine einzige Sekunde davon missen.

Danke Schicksal
- für den Mut, den wir hatten.
- für die Hoffnung, die uns trug.
- für die Visionen und Träume, die wir gemeinsam malten.
- für die Zeit, die wir miteinander verbringen durften.
- für die Liebe, die zwei Seelen verbunden hat.
- für ein wundervolles Geschenk.

Auch wenn mich manchmal die Trauer überfällt, dass es vorbei ist, so weicht sie doch irgendwann einer unbeschreiblichen Dankbarkeit.

Und die Erinnerung lebt weiter...

© Cornelia G. Becker


Träume, Sehnsüchte und Visionen



Wir alle haben Träume, Sehnsüchte und Visionen. Am Jahresanfang sind sie lebendig und beleben uns immer wieder. Sie zeigen uns neue Wege, geben uns Kraft und wir freuen uns darauf, sie zu leben.
Zum Jahresende gibt es dann eine Zeit der Reflektion und wir stellen zum wiederholten Male fest, dass manche unserer Träume im Alltag untergegangen sind. Wir stellen fest, dass manche Sehnsüchte unerfüllt geblieben sind. Leider stellen wir auch fest, dass manche Visionen viel mehr Illusionen waren, denen wir nur all zu gerne gefolgt sind.
All das war dennoch die Motivation und die Kraft, die das persönliche Lebensrad immer wieder am Laufen gehalten hat. Die Kraft, die sich den Lebensstürmen stellte und in der Dunkelheit das Licht erhielt.
Wer sich nicht traut, seine Träume, Sehnsüchte und Visionen in die Wirklichkeit zu holen, der hat nicht wirklich gelebt. Auch wenn es sich vielleicht später nur als eine Illusion von all dem herausstellt.
Es ist die Dankbarkeit, die bleibt, selbst wenn die Visionen wie Seifenblasen zerplatzen. Sie waren dennoch da und wir waren für eine Weile glücklicher, zielstrebiger und abenteuerlustiger. Das Leben war für kurze Zeit bunter, heller und viel lebendiger.
Selbst wenn dies die einzigen Gründe waren, um Träume, Sehnsüchte und Visionen zu leben... selbst dann würde ich es immer wieder versuchen. Ich würde es immer wieder wagen. Ich würde immer wieder dankbar sein, für jeden solchen Augenblick, Auch wenn es wehtut... so hatte ich doch den Mut, mein Lebensabenteuer auszuleben.
Danke an die Menschen, die es mit mir wagten.
Danke für jeden solchen Augenblick.
(© Cornelia G. Becker)

Ich wünsche allen einen guten Rutsch
und ein spannendes und visionäres Jahr 2015
Liebe Grüße
Cornelia G. Becker

Ich und Du



Als ich damals Dein Bild gefunden habe und Dir alles Glück der Welt wünschte,
dachte ich nicht, dass es auch ein gemeinsames Glück geben würde.

Als Du damals auf meine Glückwünsche geantwortet hast,
dachte ich nicht, dass dieses gemeinsame Glück wahr werden würde.

Als sich aus Mails eine Vision entwickelte, die wir fast ein Jahr aufrecht erhalten haben,
dachte ich nicht, dass diese Vision Realität werden würde.

Als Du dann endlich vor mir gestanden bist und ich Deine Pläne von diesem besonderen ersten Augenblick zunichte machte,
dachte ich nicht, dass wir einen Traum leben würden, den andere nicht einmal zu träumen gewagt hätten.

Als der Alltag uns mit aller Wucht seine Steine auf unseren Weg warf und wir es schafften, sie gemeinsam wegzuräumen,
dachte ich nicht, dass es einmal anders sein würde.

Als wir anfingen, nicht mehr offen mit einander umzugehen und nicht mehr ehrlich über unsere Gefühle zu reden,
dachte ich nicht, dass das Ende so schnell und schmerzlich auf uns zurollen würde.

Als unsere angestauten Fragen und Ängste wie ein Vulkan aus uns heraus brachen,
dachte ich nicht, dass wir uns gegenseitig so sehr verletzen würden.

Als wir unsere Liebe dann verloren hatten und jeder seinen eigenen Weg ging,
dachte ich nicht, dass ich Dich so sehr vermissen würde.

Als ich Monate später nachts aufwachte und mir Dein liebes Gesicht so entsetzlich fehlte,
dachte ich nicht, dass es mir so unglaublich leidtun würde, nicht noch mehr für diese Liebe gekämpft zu haben.

Als ich anfing darüber nachzudenken und die Trauer von lieben Erinnerungen vertrieben wurde,
dachte ich nicht, dass ich so viel Dankbarkeit für jede Deiner Gesten, für jedes Deiner Worte und für jeden Augenblick Deiner Liebe empfinden würde.

© Cornelia G. Becker

Menschen

Es gibt Menschen, die hinterlassen Spuren in meinem Herzen...
nur mit ganz wenigen Worten.
Es gibt Menschen, die hinterlassen Träume in meinem Leben...
nur mit ganz wenigen Gesten.
Es gibt Menschen, die hinterlassen Hoffnungen in meiner Seele...
nur weil ich sie kennen lernen durfte.
Es gibt Menschen, die sind einfach nur wie das Licht im Dunkel der Nacht. 
Danke!

© Cornelia G. Becker